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Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in
Grafik: Ausbildung Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitprojektabhängig

Allgemeine Infos

Wenn es draußen kalt und nass wird, kannst du zu deiner Regen- oder Winterjacke greifen. In Häusern und Industrieanlagen läuft das etwas anders. Statt eine überdimensionale Winterjacke zu bestellen, wirst du als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer gerufen. In diesem Beruf bist du für die technische Dämmung zuständig und baust Dämmschichten in Fassaden, Wänden und Decken ein. Dabei spielt auch das Thema Brandschutz eine sehr bedeutende Rolle. Mit einem gewissen Maß an handwerklichem Geschick und der Motivation während der Arbeit richtig mit anzupacken, bist du in dieser Ausbildung genau richtig. Bei uns erfährst du, was dich in drei Jahren Ausbildung erwartet, um Häusern die passende Winterjacke zu bauen.

Info: Die Baubranche hat sich durch technischen Fortschritt, Digitalisierung sowie Umwelt- und Klimaschutz stark verändert. Deshalb spielen folgende Themen in der Ausbildung jetzt eine größere Rolle:

  • Energieeinsparung
  • CO₂-Vermeidung
  • Brandschutz
  • intelligente, vernetzte Gebäude

Das erfordert von den Fachkräften neue Kompetenzen, die mit der überarbeiteten Ausbildungsordnung abgedeckt werden.

Bild aus dem Text zu Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in

Was macht ein Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer?

Wie der Berufsname bereits verrät, lernst du in der Ausbildung zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Gebäude und Anlagen mit Hilfe von Isoliermaßnahmen gegen Wärme- und Kälteverlust zu schützen und Lärm zu reduzieren. Wer jetzt denkt, er müsse Dämmwolle in Häuserwände stopfen, der täuscht sich gewaltig, denn im Fokus deiner Tätigkeit als Isolierer stehen die Blechverarbeitung und das Thema Brandschutz.

Wie läuft die Ausbildung zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer ab?

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer. Die Hälfte dieser Zeit als Azubi bist in Übungswerkstätten und in der Berufsschule anzutreffen. 7 bis 11 Wochen pro Lehrjahr verbringst du in der Werkstatt, in der du lernst, Bleche für Blechummantelungen zu schneiden, zu runden und zu fügen. 10 bis 13 Wochen pro Lehrjahr sitzt du in der Berufsschule und erwirbst beispielsweise Kenntnisse darüber, wie man einen Kühlraum ausbaut, oder eine Baustelle einrichtet. Genauso stehen aber auch Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Stundenplan.

Die ganze Praxis in der Ausbildung zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer gibt es dann im Betrieb. Dies können beispielsweise Isolierbaubetriebe oder Versorgungs- und Installationsbetrieb sein. Hier lernst du, für die Schallschutzisolierung, den Wärmeschutz oder die Brandschutzisolierungen die richtigen Dämmstoffe auszuwählen, herzustellen und schließlich vor Ort zu montieren. Anhand vor vorgegebenen Entwürfen berechnest du den nötigen Materialverbrauch, schneidest es mit zu und bringst es in die richtige Form. Die Wärme- und Kältedämmung stehen dabei im Vordergrund. Mit Hilfe von millimetergenau hergestellten Blechbauten ummantelst du Heizungs- und Wasserrohe, Kanäle, Rohrleitungen, Apparate, Behälter und Armaturen. Du verbringst also viel Zeit beispielsweise in Kühlräumen, oder Eisfabriken.

Seit Anfang 2014 steht auch das Thema Brandschutz ganz oben auf der Liste deiner Tätigkeiten als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer. In der Ausbildung lernst du beispielsweise speziellen Brandschutzanstrich kennen. Er schützt Baustoffe in Häusern, damit bei einem Feuer etwa genügend Zeit bleibt, das Gebäude zu verlassen. Brandgefährdete Bauteile versiehst du zu diesem Zweck mit temperaturbeständigen, nicht brennbaren Stoffen. Aber auch Absaug- und Filteranlagen zur Luftreinigung benötigen spezielle Brandschutzverkleidungen, die du ebenfalls herstellst und montierst.

Damit eine Isolierung ihren Zweck auch voll und ganz erfüllt, muss sie passgenau hergestellt werden. Das heißt, Millimeterarbeit ist hier gefragt. Räumliches Vorstellungsvermögen sowie gute Noten in Mathematik solltest du für die Ausbildung als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer daher unbedingt mitbringen. Da es sich um einen handwerklichen Ausbildungsberuf in der Bauwirtschaft handelt, in welchem du fast täglich Bleche mit schweren Maschinen bearbeiten musst, solltest du keine zwei linken Hände und ausreichend Kraft haben. Aber auch hier macht Übung bekanntlich den Meister, und zur Übung darfst du in deiner Ausbildung immer mal wieder auch witzige Dekoartikel in der Werkstatt bauen.

Du solltest Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in werden, wenn...
  1. du handwerklich begabt bist.
  2. du mit deinem Beruf für eine bessere Umwelt sorgen möchtest.
  3. du Menschen helfen möchtest, Geld und Energie zu sparen.
Du solltest auf keinen Fall Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in werden, wenn...
  1. du nicht körperlich arbeiten möchtest.
  2. Kreativität dir im Job total wichtig ist.
  3. du körperlich nicht fit genug bist, um auf einer Baustelle zu arbeiten.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • eine Baustelle einrichten.
  • für mehr Ruhe und Wärme in Häusern sorgen und somit die Umwelt schonen
  • eine abgehängte Decke einbauen.
  • nicht nur dich selbst bekleiden, sondern auch ein Bauteil.
  • super im Team arbeiten.
  • ein Kühlsystem noch cooler machen.

Gehalt

Ob in der Werkstatt, auf der Baustelle oder an sonst einem Ort, als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer isolierst du überall, wo du gebraucht bist und sorgst dafür, dass eine Kühlkammer kalt bleibt, ein beheiztes Haus warm und dass laute Töne nicht aus Konzert- oder Kinosälen dringen. Du machst also die Welt mit jedem Job ein kleines Stückchen besser und tust auch noch etwas für die Umwelt, da weniger Energie zum Heizen oder Kühlen verwendet werden muss. Für diese tolle Leistung möchtest du natürlich auch bezahlt werden, darum klärt dieser Text dich auf über das Gehalt als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer.

Wie viel verdient man als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer in der Ausbildung?

Das Ausbildungsgehalt als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer kann sich sehen lassen: Im ersten Ausbildungsjahr bekommst zu zwischen 880 und 935 Euro brutto im Monat. Wie in jeder dualen Ausbildung steigt dein Gehalt jedes Jahr etwas an, deshalb verdienst du im zweiten Ausbildungsjahr schon 1.095 bis 1.230 Euro brutto im Monat. Im dritten Jahr sind es dann schon 1.305 bis 1.495 Euro, die dir zustehen. Allerdings sind diese Angaben Bruttobeträge, d. h. es werden noch Steuern und Versicherungen davon abgezogen.

Die Gehaltszahlen sind aus dem Tarifvertrag für das Baugewerbe. Da wird unterschieden zwischen dem Tarifgebiet West – den alten Bundesländern – und dem Tarifgebiet Ost. Im Westen sind die Gehälter etwas höher. Wenn dein Betrieb nicht nach Tarif zahlt, kann es sein, dass du ein niedrigeres Ausbildungsgehalt bekommst. Zumindest steht dir aber der Mindestlohn für Auszubildende zu.

Was kann ein Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer nach der Ausbildung?

Als fertiger Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer verdient man in Deutschland zwischen 2.600 und 4.000 Euro brutto im Monat.

Durch Weiterbildungen kannst du dein Gehalt als weiter steigern. Als Techniker der Fachrichtung Bautechnik verdienst du zum Beispiel bis zu 3.800 Euro; als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer-Meister ist ein ähnlich gutes Gehalt möglich. Wenn du aber wirklich das ganz große Geld verdienen möchtest, solltest du noch ein Studium abschließen. Als Bauingenieur kann dein Gehalt dann nämlich zwischen 4.000 und 6.700 Euro brutto im Monat betragen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung

Nach deiner Ausbildung als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer bist du in Bezug auf dein Wissen super ausgestattet für den Start ins Berufsleben. Es empfiehlt sich, zunächst etwas Berufserfahrung zu sammeln, dann kannst du die Karriereleiter bald hochklettern, am besten indem du Weiterbildungen machst.

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer-Meister

Möchtest du beispielsweise gerne deinen eigenen Betrieb gründen, selbst Azubis das Handwerk beibringen oder auch einfach nur Führungsaufgaben übernehmen, solltest du dich zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzmeister weiterbilden. Die Lehrgänge, die du zur Prüfungsvorbereitung brauchst, dauern zwischen 6 und 11 Monaten.

Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Bautechnik

In zwei bis vier Jahren - je nachdem ob in Voll- oder Teilzeit - kannst du dich an speziellen Fachschulen zum stattlich geprüften Techniker der Fachrichtung Bautechnik weiterbilden. Du müsstest dafür also tatsächlich nochmal richtig die Schulbank drücken und die anspruchsvollen Abschlussprüfungen bestehen. Dafür kannst du danach aber in sehr vielen bautechnischen Bereichen arbeiten und ein höheres Gehalt erwarten.

Studium Bauingenieurwesen

Wenn du richtig hungrig nach Bildung bist, kannst du auch noch ein Studium absolvieren. Du hast kein Abitur? Dann gibt es an manchen Hochschulen die Möglichkeit, mit einer abgeschlossenen Ausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung zugelassen zu werden. Ein Studiengang, der für dich besonders interessant sein könnte, ist das Bauingenieurwesen. Du kennst dich immerhin im Baugewerbe schon ziemlich gut aus und kannst so auf dieses Wissen aufbauen. Nach diesem Studium kannst du dich noch dazu auf hochbezahlte Stellen bewerben.

Wusstest du schon, dass...
  • schlecht isolierte Häuser anfällig für Schimmelpilze sind?
  • Glas- oder Mineralwolle oft zur Wärmedämmung benutzt werden?
  • Physik in der Ausbildung eine große Rolle spielt?
  • ein Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer auch Baupläne und Skizzen lesen können muss?
  • im Jahr 2011 genau 111 Azubis ihre Lehre zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer begonnen haben?

Bewerbung

Die Schulzeit ist bald beendet und das Berufsleben steht vor der Tür? Dann wird es Zeit, die Bewerbung zum Wärme-, Kälte, Schutzisolierer zu schreiben. Sicherlich hast du schon einmal in der Schule eine Bewerbung mit Lebenslauf und Anschreiben geschrieben. Egal ob das zu lange her ist oder du auf Nummer sicher gehen möchtest – wir helfen dir wieder auf die Sprünge, damit dir beim Wort Bewerbung kein eiskalter Schauer über den Rücken läuft.

Neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf inklusive Passfoto gehört auch noch eine Kopie von deinem letzten Schulzeugnis in die Bewerbungsmappe. Dann kann es schon ans Schreiben gehen. Am einfachsten ist es, wenn du dir einen leeren Zettel und einen Stift schnappst und dich in Ruhe hinsetzt. Dann überlegst du, was du alles schreiben möchtest. Hier ein paar Hilfestellungen: Wieso bewirbst du dich für diesen Ausbildungsberuf? Was interessiert dich besonders? Hast du schon Erfahrungen mit Dämmungen oder anderen Dingen in diesem Bereich? Kennst du Firma bereits? Was kannst du besonders gut, was du wahrscheinlich fast jeden Tag machen wirst? Hiermit hast du schon so einige Fragen beantwortet, die auch dein zukünftiger Chef wissen möchte. Natürlich solltest du auch ein paar Worte aus der Stellenanzeige verwenden. Wenn jemand teamfähiges gesucht wird, dann solltest du begründen, warum du das bist. Vielleicht bist du ja Mitglied im Sportverein.

Im Lebenslauf kannst du solche Hobbys und Interessen noch einmal erwähnen, genauso wie Praktika. So lernt man dich noch etwas besser kennen. Das lohnt sich besonders dann, wenn sie zu deiner Bewerbung als Wärme-, Kälte, Schutzisolierer passen. Wenn du also nebenher in einem handwerklichen Betrieb aushilfst oder bereits Praktika dort absolviert hast, dann bringt das Pluspunkte. Ganz am Ende solltest du noch mehrfach über die Texte schauen, damit sich auch ja kein Fehlerteufel eingeschlichen hat. Ansonsten könnte es brenzlig werden. Wenn du dann aber zufrieden bist und alles stimmt, dann einfach abschicken. Wir drücken dir die Daumen!

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Du bist deinem Ausbildungsvertrag schon ein ganzes Stück näher gekommen, wenn du von der Firma eine Einladung zum persönlichen Gespräch bekommen hast. Das dient noch einmal dazu, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Du solltest die Chance nutzen, noch einmal alle Fragen zu stellen, die du wegen deiner bevorstehenden Ausbildungszeit hast. Gleichzeitig solltest du dich auch auf ein paar Fragen vorbereiten. Lies dir dazu noch einmal deine Bewerbung durch und überlege dir, was man dich nochmal fragen könnte. Zum Beispiel möchte man hören, warum du dich für diesen Beruf entschieden hast. Ansonsten ist es wichtig, dass du bei deiner Bewerbung zum Wärme-, Kälte, Schutzisolierer und dem Vorstellungsgespräch auf ein gepflegtes Auftreten achtest. Du solltest also nicht gerade vom Sport kommen und auch nicht verschlafen haben. Mach dich etwas schicker, zieh saubere Schuhe, eine gepflegte Hose und ein gebügeltes Hemd oder eine schlichte Bluse an. Damit bist du auf der sicheren Seite. Dann tief durchatmen und dann sollte es klappen!

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