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Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik
Grafik: Ausbildung Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst

Allgemeine Infos

Du suchst einen Job, bei dem man nicht einrostet? Du magst es, wenn alles aufpoliert ist und glänzt? Wahrscheinlich kennst du den Beruf des Lackierers. Als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik bringst du mit speziellen Lacken Autos auf Hochglanz, sorgst dafür, dass Rost keine Chance hat und Holzmöbel edel ausschauen. Egal ob Kunststoff, Holz oder Metall – nach der Zeit können Materialien ihre Eigenschaften verlieren. Damit Wind, Wasser und Sonne dem nichts anhaben können, lernst du in deiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik, wie man die Oberflächen beschichtet und sie widerstandsfähig machst.

Bild aus dem Text zu Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik

Was macht ein Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik?

So bedienst du etwa die Lackierstraße in Autowerken, um zu verhindern, dass die Autos trotz Regen und Hagel ihren Lack behalten. Du polierst und wachst Holz, damit es nicht durch Feuchtigkeit oder Holzwürmer zerstört wird oder splittert. Neben Lack- und Pulverbeschichtung werden z.B. bei Flugzeugen auch große Außenoberflächen beklebt. Daher verarbeitest du in deiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik die Materialien nicht nur, sondern gestaltest sie auch.

Die meisten Verfahrensmechaniker arbeiten in den großen Fabrikhallen der Industrie. Dort planst du zu allererst die einzelnen Arbeitsschritte und bereitest Materialien und Werkstoffe vor – das heißt, beispielsweise flüssige Lacke und Pulver zu mischen.

Zudem überwachst und steuerst du Maschinen und Anlagen, mit denen die Materialien beschichtet werden. Bei Defekten und Fehlern bist du der Mann der Stunde, denn neben der Wartung bist du auch für die Reparatur verantwortlich. In der Industrie gibt es meisten Schichtarbeit, das heißt dass du wechselnd zu verschiedenen Tageszeiten arbeiten musst. Andersrum bringt dir diese Arbeitszeit auch Bonuszahlungen.

Wie läuft die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik ab?

Die Besonderheit an der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik besteht darin, dass jedes Material ganz speziell behandelt wird. Daher wirst du in diesem Beruf sehr viele Verfahren und Prozesse kennenlernen. Der Umgang mit den nötigen Werkzeugen, Chemikalien und Computersteuerungen macht einen großen Teil deiner Ausbildung aus. Wenn dann alles poliert und besprüht ist, kontrollierst du am Ende noch die Qualität der Produkte.

Für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik solltest du am besten einen Realschulabschluss mitbringen und nicht vor Fächern wie Mathe und Chemie zurückschrecken. Für die Bedienung und Wartung der Anlagen solltest du technisch interessiert sein und auch mal kräftig mit anpacken können. Organisationstalent und immer einen Überblick zu haben, sprechen ebenfalls für dich.

Du solltest Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik werden, wenn...
  1. du bereits deinen Roller selber lackiert hast.
  2. komplexe Maschinen dir keine Angst einjagen.
  3. du gerne kreativ bist.
Du solltest auf keinen Fall Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik werden, wenn...
  1. du vor Chemikalien Reißaus nimmst.
  2. schnell die Kontrolle verlierst.
  3. Maschinen nur als Bösewichte kennst.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • unterschiedliche Materialien und Oberflächen effektiv vorbehandeln
  • Oberflächen von Lackresten befreien.
  • Lacke, Wachse und Polituren verschiedener Art aufbringen.
  • Oberflächen gestalten und funktionstüchtig machen.
  • Beschriftungen anbringen.
  • komplexe Maschinenanlagen bedienen.

Gehalt

Mit dem Schritt in die Ausbildung ist man zum ersten Mal nicht mehr auf das Taschengeld angewiesen. Dann wird schnell weitergedacht - das erste Auto und die eigene Wohnung bieten sich da an. Natürlich verändert sich das Gehalt mit der Zeit und ein Blick auf die Weiterbildungen zeigt, dass nach der Ausbildung noch viel Luft nach oben ist. Ob du dir ein Auto leisten kannst, um es dann auch fachgerecht zu lackieren, verrät ein Blick auf dein Gehalt als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik.

Was verdient ein Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik während der Ausbildung?

Im ersten Ausbildungsjahr liegt dein Verdienst als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik zwischen 1.032 und 1.154 Euro brutto im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr verdienst du zwischen 1.083 und 1.187 Euro und im letzten Jahr 1.159 bis 1.261 Euro. Diese Zahlen gelten, wenn dein Betrieb nach dem Taifvertrag der Metall- und Elektroindustrie vergütet.

Die Beträge können je nach Größe, Branche und Standort deines Unternehmens varieren. Tendenziell gilt: Je größer die Firma, desto höher das gezahlte Gehalt. Das stimmt nicht immer, aber immer öfter. Die meisten Unternehmen sind an Tarifverträge gebunden und müssen dir einen gesetzlichen Mindestlohn auszahlen. Beachte aber, dass alle Gehälter als brutto angegeben sind, das heißt, dass noch Steuern abgezogen werden. Je mehr du dich im Voraus über deinen Arbeitgeber und das Gehalt informierst, desto besser.

Was kann ich als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik nach der Ausbildung verdienen?

Nach deiner Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik bei rund 2.600 Euro bis 2.800 Euro brutto. Da es sich zumeist um Schichtarbeit handelt, bekommst du zum Grundgehalt noch eine Schichtzulage. Je nach Unternehmen sind auch Bonus- und Sonderzahlungen für besondere Leistungen möglich. Mit jedem Berufsjahr erhöht sich meistens auch dein Gehalt. Erfahrung und eine vorbildliche Arbeitsweise zahlen sich also aus. Auch wenn du fleißig bist und versuchst, Verantwortung zu übernehmen, bekommst du oft mehr Geld und empfiehlst dich für eine führende Position.

Für eine Führungsposition qualifizierst du dich außerdem mit Lehrgängen oder durch Weiterbildungen. Als Industriemeister, Techniker, Fach- und Betriebswirt oder Ausbilder übernimmst du komplexere Aufgaben auch in neuen Arbeitsbereichen. Mit der neuen und größeren Verantwortung steigt dein Gehalt als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik. So erhältst du zum Beispiel als Industriemeister zwischen 3.700 und 6.800 Euro brutto. Mit einem Studium lässt sich das Gehalt ebenfalls aufstocken. Hier solltest du darauf achten, dass der Unterschied zwischen einem Abschluss an einer Fachhochschule (FH) und einer Universität sehr groß ist.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik

Als fertig ausgebildeter Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik hast du das Ende der Karriereleiter noch lange nicht erreicht. Neben Spezialisierungen hast du auch die Möglichkeit, dich weiterzubilden und somit Führungspositionen zu übernehmen. Die wichtigsten Qualifikationen stellen wir dir im Folgenden vor.

Industriemeister Fachrichtung Lack

Als Meister übernimmst du mehr Verantwortung und vor allem kontrollierende und prüfenden Aufgaben im Unternehmen. Dabei verbesserst du die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe und sorgst dafür, dass die Produktion termingerecht abläuft.

Techniker

Die Weiterbildung zum Techniker ist auch mit der Wahl eines Schwerpunktes, etwa industrielle Beschichtungstechnik, Gestaltung, Korrosions- oder Galvanotechnik verbunden. Je nachdem, was dich während deiner Ausbildung besonders angesprochen hat, kannst du dich hier spezialisieren.

Fach- und Betriebswirt

Mit einem Studium der Wirtschafslehre kannst du eine führende Position übernehmen, die Arbeitsprozesse planen und Mitarbeiter anweisen. Je nach Fachrichtung hast du später auch einen stärkeren Kontakt zu Produzenten benötigter Waren oder Kunden des Unternehmens. So konzentrierst du dich auf den Einkauf von Arbeitsmaterialien und arbeitest zusammen mit Kunden Angebote aus.

Ausbilder

Mit dieser Weiterbildung kannst du den Spieß dann umdrehen. Als Ausbilder kannst du selber neue Mitarbeiter anlernen und ihnen die wichtigen Grundlagen der Arbeit erklären. Hierfür solltest du allerdings etwas mehr Berufserfahrung mitbringen.

Studium

Nach der Ausbildung kannst du auch ein Studium beginnen und theoretische Grundlagen erlernen. Neben dem Bachelorstudium der Verfahrenstechnik kannst du dich auch für ein Studium als Chemieingenieur bewerben.

Wusstest du schon, dass...
  • in Deutschland pro Jahr so viel Lack produziert wird, dass man damit etwa 400 Millionen Autos besprühen kann?
  • es Läuse gibt, die Gummilack produzieren?
  • Möbel seit dem 15. Jahrhundert bereits gewachst und poliert werden?
  • du als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik auch gut in Mathe bzw. Flächenberechnung sein solltest?
  • Lacke oft als Pulver verwendet werden?

Bewerbung

Du kannst es kaum noch erwarten, endlich ins Berufsleben zu starten und deine Ausbildung als Verfahrensmechaniker in Angriff zu nehmen?  Dann kannst du mit unseren Tipps die passende Bewerbung für den Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik schreiben.  Das Anschreiben soll interessant und einzigartig sein, aber was heißt das genau?

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik?

Das Anschreiben sollte die erste Seite in deiner Bewerbungsmappe sein oder aber direkt nach dem Deckblatt kommen. Im Anschreiben solltest du folgende Fragen klären: Warum bewirbst du dich genau auf diese Ausbildungsstelle? Was interessiert dich an diesem Ausbildungsberuf besonders und warum bist genau du der perfekte Kandidat für das Unternehmen? Hier ein paar Tipps, die dir helfen, diese Fragen zu beantworten: Vielleicht kennst du die Firma ja bereits, weil ein Bekannter oder Verwandter dort arbeitet, vielleicht hast du aber auch schon einmal Werbung gesehen oder aber irgendwo etwas Gutes von ihr gehört. Du hast schon einmal selber etwas lackiert, vielleicht sogar einen ganzen Roller. Du kennst dich mit Farben und Lacken aus und Mathe findest du interessant. Wenn so etwas auf dich zutrifft, dann solltest du es auch im Anschreiben erwähnen, damit die Firma weiß, dass du dich mit dem Beruf auskennst und Lust auf die Arbeit hast. Ein grundsätzliches Interesse an Technik und Maschinen solltest du für den Beruf auch haben und in deine Bewerbung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik schreiben.

Dasselbe gilt für den Lebenslauf, den du tabellarisch machst, also als kurze Auflistung deiner persönlichen Daten, deiner schulischen Ausbildung, deinen Praktika und Hobbys. Keine Sorge, wenn der Lebenslauf sehr kurz wird, schließlich stehst du erst am Anfang deiner Karriere. Wie so ein Lebenslauf aussehen kann, das kannst du dir hier noch einmal genauer anschauen.

Am Ende solltest du deine Bewerbung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik noch einmal gründlich kontrollieren, damit sich kein Fehler eingeschlichen hat. Adresse und Datum aktuell und richtig? Keine Rechtschreibfehler mehr im Text? Ansprechpartner korrekt? Grußformel passend? Wenn alles stimmt, dann musst du nur noch deine Unterschrift unter die Texte setzen und alles losschicken. Wir drücken dir die Daumen!

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Nach der schriftlichen Bewerbung folgt das Bewerbungsgespräch und auch hier solltest du noch einmal glänzen – natürlich nicht mit der Farbe deines Anzugs, sondern wie du dich präsentierst. Neben dem, was du sagst, ist aber vor allem auch dein Auftreten wichtig. Deshalb solltest du auf ein gepflegtes Äußeres achten. Von Kopf bis Fuß solltest du einen guten Eindruck machen. Dazu gehören vor allem saubere, schlichte Klamotten. Mit guten Schuhen sowie gebügelten Hosen oder Jeans, sowie schlichen Hemden oder Blusen machst du bei deiner Bewerbung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik nichts falsch. Ein Anzug ist für deine Ausbildung absolut kein Muss. Wir wünschen dir bei deinem Vorstellungsgespräch viel Erfolg!

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