Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

Passt das zu dir?

Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r
Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
„Ich möchte meinen Anwalt sprechen!“ Sagt der Hauptverdächtige im Krimi diesen Satz, kannst du sicher sein, dass in der nächsten Szene ein schicker Anzugträger ins Bild marschiert und den Ermittlern ein paar Paragraphen um die Ohren haut – und zwar total souverän und gut vorbereitet. Natürlich passiert das nur im Film, aber auch im Reallife müssen Rechtsanwälte immer genauestens über ihre Fälle informiert sein um ihre Mandanten vertreten zu können. Ähnliches gilt für Notare. Die vertreten zwar niemanden vor Gericht, beurkunden aber verschiedenste Rechtsgeschäfte – Besitzurkunden von Häusern, Vollmachten, Testamente und sogar Firmengründungen zum Beispiel. Bei so viel Arbeit brauchen sowohl Anwälte als auch Notare natürlich Profis, die im Hintergrund die Mandantenbetreuung übernehmen und im Büro den vollen Durchblick haben. Fachleute wie die Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten zum Beispiel. Diese Ausbildung verbindet – wie der Name schon sagt – zwei Berufe miteinander und lässt dich so zu einem Helden der Büroorganisation werden. Also Vorhang auf und Bühne frei für die Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten!
Freie duale Studienplätze in deiner Nähe
Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte (m/w/d) - Start 2026
bei Amprion GmbH
Ausbildung Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r (m/w/d)
bei Aulinger Rechtsanwälte und Notare

Wo wir gerade von „Bühne frei“ sprechen: Man kann den Arbeitsalltag einer Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten tatsächlich ein bisschen mit einem Job am Theater vergleichen: Der Anwalt oder der Notar steht in dem Fall entweder auf der großen Bühne (im Gerichtssaal) oder bereitet seinen Text (die Verhandlung) vor. Deine Ausbildung als „RENO“ (das ist die Abkürzung für „Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte“) findet dagegen hinter den Kulissen statt, ist aber ganz genau so wichtig. Denn deine Hauptaufgabe ist es, deinem Chef den Rücken freizuhalten, wenn er Mandanten vertritt oder Eheverträge regelt. Das klingt erst einmal ziemlich einfach, bedeutet für dich aber jede Menge Organisationsarbeit. Backstage passiert schließlich noch viel, viel mehr.
Klienten müssen zum Beispiel empfangen und bei der Kanzlei mit ihren Daten registriert werden. Zu jedem Fall müssen außerdem Akten geführt und aufbewahrt werden – und zwar super sorgfältig. Braucht dein Chef eine bestimmte Information zu einem Fall, weißt du sofort, in welcher Akte du diese finden und nachschlagen kannst, damit Texthänger erst gar nicht zustande kommen. Und Anwälte und Notare haben wirklich riesige Aktenschränke, voll mit verschiedenen Papieren – die Kostümabteilung eines Theaters ist nichts dagegen. Apropos Papier: Auch für den Schriftverkehr mit den Gerichten und die Kostenrechnungen von Klienten bist du zuständig. Genau wie Theaterkarten müssen ja auch die Dienste eines Anwalts oder eines Notars bezahlt werden.
In der Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter wird man dir außerdem beibringen, wie du Zeitpläne und Geschäftsreisen organisierst und koordinierst, falls dein Chef mal zu einem Termin muss, der weiter weg stattfindet. Am wichtigsten ist aber, dass du Termine und Fristen von Klienten peinlich genau aufschreibst und mindestens einmal am Tag überprüfst. Welche Fristen verstreichen bald und welchen Klienten musst du daran erinnern? Welche Deadlines sind eingehalten worden und können abgehakt werden? Hier darfst du auf keinen Fall schludern, weil es schlimme Folgen für die Mandanten eines Rechtsanwalts haben kann, wenn rechtliche Fristen versäumt werden. Du trägst als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte also eine große Verantwortung.
Wer sich zur RENO ausbilden lässt, kann das natürlich nicht nur in Rechtsanwaltskanzleien, sondern auch in einem Notariat machen. Seltener hingegen sind Anstellungen in Mahnabteilungen, zum Beispiel in Warenhäusern. Bei Notaren oder Notarinnen kümmerst du dich vor allem um hochoffizielle Dokumente, die erstellt und archiviert werden müssen. Du tippst hier Urkunden und Beglaubigungen, Erbscheinanträge und Vollmachten. Bei solchen Dokumenten, die ja Rechtsgeschäfte besiegeln sollen, darf sich natürlich nicht der kleinste Fehler einschleichen – deine Rechtschreibung sollte also sehr, sehr gut sein. Hast du so ein Dokument erstellt, darfst du sogar ein klein bisschen dein handwerkliches Geschick spielen lassen: Denn Urkunden werden beispielsweise oft noch genäht, bekommen in großen Druckerpressen ein Siegel verpasst und werden anschließend sorgfältig verpackt.
In deiner dreijährigen Ausbildung als RENO kannst du nicht nur dein Können im Büromanagement unter Beweis stellen, sondern auch deine Konzentrationsfähigkeit in der Berufsschule. Zwei bis dreimal in der Woche besuchst du ein Berufskolleg und machst dir in Fächern wie Büro- und Arbeitsorganisation, allgemeine Wirtschaftslehre und Rechnungswesen Notizen. Kaufmännische Fähigkeiten sind als Fachangestellte also ebenfalls gefragt. Im zweiten Ausbildungsjahr kommst du nicht um das notarielle Berufs- und Verfahrensrecht herum. Außerdem lernst du die verschiedenen Vertragsarten voneinander zu unterscheiden und prägst dir auch juristische Inhalte gut ein. Dabei bleibst du immer up to date: Wenn es im Jahr 2016 Neuerungen im Baurecht gab, musst du im Hinterkopf behalten, dass sich das auch auf das Liegenschafts- und Grundbuchrecht auswirken kann, die bei Immobilien ebenfalls immer eine Rolle spielen. Ob Familien-, oder Strafrecht, es gibt jede Menge Spezialisierungsmöglichkeiten für Anwaltskanzleien.
Theoretisch kannst du alle Fachgebiete, die dein Arbeitgeber abdeckt, auch in der Berufsschule kennenlernen, wo du mit anderen RENO-Azubis zusammen unterrichtet wirst. Es kann aber auch vorkommen, dass es zwei eigenständige Bildungsgänge, also zwei unterschiedliche Klassen, gibt: In der einen werden angehende Rechtsanwaltsfachangestellte und in der anderen zukünftige Notarfachangestellte unterrichtet. Je nachdem, ob du in einem Notariat oder einer Anwaltskanzlei ausgebildet wirst, unterscheidet sich nicht nur dein Lernfeld, sondern auch der Tätigkeitsschwerpunkt in der Praxis. Nach deiner bestandenen Abschlussprüfung warten tolle Aufstiegschancen auf dich. So kannst du vor der Rechtsanwaltskammer die Prüfung als Rechtsfachwirt oder Notarfachwirt ablegen. Die Fortbildung als Notarfachwirt beziehungsweise Notarfachwirtin wird allerdings nur als Fernstudium angeboten. Um mehr über dieses Berufsbild zu erfahren, musst du nur einen Blick in die Prüfungsordnung der Notarkammer Berlin oder in unseren Karrierepfad werfen.
- dir eine große Portion Organisationstalent in die Wiege gelegt wurde.
- Stress dich überhaupt nicht aus der Ruhe bringt.
- Gesetzestexte und Paragraphen dich total faszinieren.
- es dir schon nicht gelingt, den Geburtstag deiner Mutter zu behalten.
- du dich am liebsten tot stellst, wenn das Telefon klingelt.
- ein Bürojob für dich so gar nicht in Frage kommt.
- uns sofort sagen, bis wann wir unseren Antrag XY beim Amt eingereicht haben müssen.
- in jedem Aktenschrank ganz gezielt jede Information finden – Detektive würden dich lieben!
- fließend Juristen- und Beamtendeutsch sprechen und schreiben.
- Mandanten auf wichtige Gespräche mit dem Anwalt oder dem Notar vorbereiten.
- in fast jedem Verwaltungsbüro Arbeit finden – kaum einer ist dafür so qualifiziert wie du.
Gehalt
Als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte bist du für deinen Arbeitgeber so unverzichtbar wie der Stempel auf der Urkunde oder die Verfahrensakte im sorgfältig aufgeräumten Aktenschrank. Wärst du nicht da, würde in der Kanzlei oder dem Notariat das Chaos ausbrechen. Sämtliche Mandanten würden ihre Fristen nicht einhalten, das Gericht würde umsonst in der Kanzlei anrufen und dein Chef wüsste vor lauter Papierkram nicht, wo ihm der Kopf steht – und hätte dann nicht mehr die Zeit, sich auf seine wichtige Verhandlung am nächsten Tag vorzubereiten. Ganz zu schweigen davon, dass niemand die Rechnungen schreiben und dafür sorgen würde, dass die Mandanten ihr Geld überweisen. Es ist also nicht zu weit hergeholt zu sagen, dass du als RENO total wichtig für unser ganzes Rechtssystem bist. Und wo wir gerade beim Rechnungen schreiben sind: Wie viel verdienst du für eigentlich als unverzichtbare Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte? Wir haben für dich mal hinter die Kulissen geschaut.
Wie hoch dein Ausbildungsgehalt ausfallen wird, hängt zunächst davon ab, in welchem Bundesland du wohnst und eventuell auch davon, in welcher Stadt du arbeitest. Die Gehälter der angehenden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten werden nämlich jeweils von den örtlichen Rechtsanwaltskammern festgelegt, mit Empfehlung an die Arbeitgeber, sich daran zu halten. Mit einem Tarifvertrag, der dein Einkommen auf den Cent genau festlegt, ist das leider nicht zu vergleichen. Trotzdem gibt es auch hier Untergrenzen, an die dein Chef sich halten muss. Unterschreitet er diese Grenze, kann die Anwaltskammer die Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages ablehnen. Schließlich möchtest du ja auch eine gewisse finanzielle Sicherheit haben.
Weil die Regelungen in deiner Ausbildung so sind wie oben beschrieben, können sich die Gehälter von RENO-Azubis stark voneinander unterscheiden. Während du zum Beispiel in einem Bundesland wie Hamburg schon im ersten Jahr rund 900 Euro brutto im Monat dein Eigen nennen kannst, zahlt man dir in Saarbrücken im Schnitt nur den Mindestlohn von mindestens 724 Euro. Ähnlich krass sind die Unterschiede im weiteren Verlauf: Im zweiten Jahr winkt ein Gehalt zwischen 854 und 1.100 Euro und im dritten und letzten Ausbildungsjahr kannst du zwischen 977 und 1.200 Euro brutto im Monat verdienen. Falls dein Ausbildungsbetrieb aber an einen Tarifvertrag gebunden ist, gelten immer die darin festgehaltenen Vergütungszahlen und nicht der Mindestlohn.
Klar, von dem Ausbildungsgehalt kann man noch keine großen Sprünge machen, dafür kannst du nach deinem Abschluss aber umso besser verdienen. Natürlich kommt es, wenn es um die Höhe deines Einstiegsgehaltes geht, auch immer drauf an, wie groß das Notariat oder die Kanzlei ist, in der du angestellt wirst. Je größer der Arbeitgeber, desto mehr Gehalt kann er dir natürlich monatlich überweisen. Fängst du zum Beispiel bei einer Wirtschaftsprüfergesellschaft oder in der Gerichtsverwaltung an, kann das ebenfalls eine saftige Gehaltssteigerung bedeuten, die von Fall zu Fall aber unterschiedlich ausfällt – denn wie schon in der Ausbildung wirst du nach deinem Abschluss nicht nach einem Tarifvertrag bezahlt.
Als Berufseinsteiger wirst du aber – dank des Mindestlohns – bei mindestens 2.400 Euro brutto anfangen. Vorausgesetzt, du hast eine 40-Stunden-Woche vor dir. Von da aus ist aber noch jede Menge Luft nach oben: Als guter RENO liegt dein Maximalgehalt nach ein paar Jahren im Beruf bei etwa 3.400 Euro brutto monatlich. Je mehr Berufserfahrung du sammelst und je mehr Weiterbildungen du machst, desto mehr Geld bekommst du natürlich auch. Wusstest du zum Beispiel, dass Rechtsfachwirte im Schnitt 500 Euro mehr im Monat verdienen als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte?
Karriere
Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte
Dieser Job ist nichts für Chaoten, soviel ist sicher. Denn nach deiner Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten bist du für die komplette Organisation einer Anwaltskanzlei oder eines Notariats zuständig. Ob Mandantenbetreuung, Urkundendruck, Schriftverkehr mit den Behörden oder Zahlungsverkehr – du hast alles im Griff. Und dafür liebt der Arbeitsmarkt dich! Als RENO bist du ein Allrounder, dem viele Karrierewege offenstehen. Wir verraten dir, welche das sind.
Rechtsfachwirt/in
Die Weiterbildung zum Rechtsfachwirt vor der Rechtsanwaltskammer (RAK) ist quasi die Meisterprüfung eines jeden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Entscheidest du dich nämlich dafür, dich bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer für diese Fortbildung anzumelden, machst du einen großen Schritt auf der Karriereleiter. Du solltest mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen und rund ein Jahr bis zur Prüfung als Rechtsfachwirt einplanen. In dieser Zeit vertiefst du Inhalte, die du aus deiner Ausbildungszeit schon kennst, und lernst neue dazu. Lehrgangsinhalte sind zum Beispiel die verschiedenen Handlungsbereiche „Büroorganisation und -verwaltung“, „Personalwirtschaft und Mandantenbetreuung“, „Mandatsbetreuung im Kosten-, Gebühren- und Prozessrecht“ und „Mandatsbetreuung in der Zwangsvollstreckung und im materiellen Recht“. Die Fortbildung kannst du entweder in Voll- oder in Teilzeit machen – wobei sie dann natürlich länger dauert als ein Jahr. Außerdem kosten sowohl der Unterricht als auch die Abschlussprüfung Geld. Bis zu 2500 Euro können hierfür fällig werden. Im Rahmen des AFBG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) kannst du aber auch eine Finanzspritze in Form von BAföG beantragen.
Notarfachwirt/in
Die Inhalte der Fortbildung zum Notarfachwirt sind denen der Fortbildung zum Rechtsfachwirt sehr ähnlich und vor allem für die RENOs interessant, die in einem Notariat arbeiten. Auch hier wirst du dafür fit gemacht, in Zukunft sämtliche Betriebsabläufe im Büro zu managen. Allerdings gibt es für diese Weiterbildung noch keine eigene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Die Fortbildung als Notarfachwirt kannst du derzeit nur per Fernstudium machen. Das bedeutet, der Lernstoff wird dir per Post zugeschickt und nur wenige Unterrichtsstunden finden wirklich in einer Hochschule statt – in deinem Fall in Berlin. Unterrichtsfächer sind neben „Büroorganisation und -verwaltung“ zum Beispiel „Liegenschafts- und Grundbuchrecht“, „Familien- und Erbrecht“ und „Beurkundungsrecht“. Voraussetzung ist auch hier, dass du nach deiner Ausbildung mindestens zwei Jahre als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter gearbeitet hast.
Inspektor/in im Notardienst
Pssssst, wir verraten dir jetzt ein Geheimnis: Man kann als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter auch den Sprung in den öffentlichen Dienst schaffen. Vorausgesetzt, man lebt in Bayern oder in Rheinland-Pfalz. Hast du deine Ausbildung abgeschlossen, kannst du am Auswahlverfahren der Notarkasse, die diese spezielle Weiterbildung anbietet, teilnehmen. Wirst du angenommen, folgt deine sogenannte Vorbereitungszeit als Inspektoranwärter. Die dauert zwischen zwei und drei Jahren und besteht aus praktischen Elementen im Notariat und theoretischem Unterricht bei der Notarkasse. Sobald du die Abschlussprüfung bestanden hast, kannst du auch schon loslegen mit deiner Karriere als Inspektor im Notardienst: Du kümmerst dich darum, dass notarielle Regelungen richtig abgewickelt werden können, besprichst Vertragsabschlüsse mit den Mandanten und bereitest Urkunden und juristische Erklärungen für die Notare der Notariatskasse vor.
Notariatsoberrat/oberrätin
Hast du dich für eine Karriere im öffentlichen Dienst entschieden, kannst du es bis auf den Posten eines Notariatsoberrates der Notarkasse schaffen. Das ist auch wieder ein Karrieresprung, der so nur in Bayern und in Rheinland-Pfalz möglich ist. Als Notariatsoberrat steht nur noch der Direktor über dir, du spielst also ganz oben bei den Führungskräften mit und hast immer ein wachsames Auge auf deine Notariatsinspektoren. So einen hohen und verantwortungsvollen Posten bekommst du natürlich nur, wenn du deine Arbeit über einen langen Zeitraum super erledigst, bei Beurteilungen durch deine Vorgesetzten gut abschneidest und hervorragende Prüfungsnoten vorzeigen kannst. Es lohnt sich!
- die Arbeit eines Notars zu den wenigen Tätigkeiten im juristischen Bereich zählt, die in die Zukunft gerichtet sind? Rechtsanwälte und Richter beispielsweise beschäftigen sich dagegen grundsätzlich mit der Vergangenheit, wenn sie sich etwa um die Verfolgung von Straftaten kümmern.
- sich viele Paragraphen in Gesetzesbeschlüssen jeweils zum Jahresanfang ändern? Im Notarbüro können deshalb zum Jahresende manchmal Überstunden anfallen.
- alle Notare bis zum Jahr 1806 sein persönliches Erkennungszeichen, das „Notariatssignet“, hatte? Die Grundform war dabei vorgegeben: Ein Kreuz, das auf einem Sockel steht.
- es etwa 150.000 RENOs in Deutschland gibt?
- du mit dieser Ausbildung später nicht nur in Rechtsanwaltskanzleien und Notariaten, sondern auch in der Gerichtsverwaltung oder in Wirtschaftsunternehmen arbeiten kannst? Dank deines Organisationstalentes und deines rechtlichen Fachwissens bist du eine sehr begehrte Fachkraft.
Bewerbung
Spannende Gerichtsprozesse haben dich schon immer interessiert und du konntest dir schon früh vorstellen, dich für Recht und Ordnung in der Gesellschaft einzusetzen? Oder warst du vielleicht als Kind mal mit deinen Eltern beim Notar und ganz beeindruckt von der irgendwie wichtigen Atmosphäre? Was auch immer deine Gründe sind, dass du dich heute für eine Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten interessierst: Du hast dir einen tollen Ausbildungsberuf ausgesucht, der dich zwar fordern, aber garantiert nie langweilen wird. Denn jeden Tag erwarten dich neue Mandanten und neue Fälle. Wenn du im Rechtsbusiness durchstarten möchtest, ohne vorher Jura zu studieren, zeigen wir dir heute, wie du dich bewerben kannst.
Wenn wir eine Eigenschaft nennen müssten, die jeder angehende RENO mitbringen sollte, dann würden wir wahrscheinlich „Sorgfalt“ sagen. Immerhin wirst du mit deinen Kollegen zusammen irgendwann eine Kanzlei oder ein Notariat managen und musst dabei immer alle Abläufe und Termine genau im Blick haben. Chaoten werden es da eher schwer haben. Diese Sorgfalt sollte auch schon in deinen Bewerbungsunterlagen erkennbar sein. Eselsohren im Papier? Eine Formatierung, die nicht einheitlich gehalten ist? Neonbunte Bildchen im Lebenslauf? Bitte nicht! Gut, vor Eselsohren musst du eher keine Angst haben, denn mittlerweile wollen die meisten Arbeitgeber deine Bewerbungsmappe online zugeschickt bekommen. Entweder per Onlineformular, wo du alles einfach nur hochlädst, oder per E-Mail.
Und was gehört in eine Bewerbung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter alles hinein? Natürlich die Klassiker: Anschreiben, Lebenslauf und deine Zeugnisse. Am leichtesten ist es oft, wenn du dich zuerst um deinen Lebenslauf kümmerst. Hier möchte dein zukünftiger Ausbilder auf den ersten Blick deine Kontaktdaten und deine beruflichen Daten sehen können: Welchen Schulabschluss hast du? Wo bist du zur Schule gegangen? Wo hast du dein Schülerpraktikum gemacht und was waren deine Aufgaben da? So kann man allein anhand deiner Qualifikationen direkt erkennen, warum du der ideale Bewerber für die Stelle sein könntest. Hast du vielleicht außerdem ein Sprachzertifikat an der Schule gemacht oder warst sogar ein Jahr im Ausland? All das sind Infos, die der Empfänger deiner Bewerbung gern lesen möchte.
Kleiner Tipp: Pass gut auf, dass du nur Stationen und Fähigkeiten hervorhebst, die für die RENO-Ausbildung auch wirklich wichtig sind. Dass du im Turnverein die schönsten Überschläge machen konntest, ist eher unwichtig. Dass du die Abschlussfeier deiner Klasse mitorganisiert hast, kann dagegen interessant sein. Denn hier wird dein Organisationstalent deutlich.
Ganz Ähnliches gilt auch für dein Anschreiben. Darin machst du vor allem deutlich, warum du die Ausbildung machen möchtest und warum du dich ausgerechnet bei genau dieser Kanzlei, beziehungsweise diesem Notariat bewirbst. Verbinde diesen Wunsch mit den Erfahrungen, die du schon im Lebenslauf stehen hast. Denk immer dran: Dein zukünftiger Ausbilder möchte von dir wissen, was dich zum perfekten Azubi für sein Unternehmen macht. Komplett rund wird die Bewerbung dann mit deinen Zeugnissen. Hier sind vor allem deine Deutsch-, Englisch- und Mathenoten wichtig. Für alle drei Fächer musst du nämlich ein Händchen haben, wenn du in deiner Ausbildung überzeugen möchtest.
Wenn deine schriftliche Bewerbung überzeugt hat, kommt im nächsten Schritt das Vorstellungsgespräch. Hier geht es darum, deinen zukünftigen Chef auch persönlich von dir zu überzeugen, damit du den Ausbildungsplatz auch wirklich bekommst. Und wie macht man auf den ersten Blick direkt Eindruck? Mit dem richtigen Outfit natürlich! Als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte bist du nicht nur die gute Fee, sondern auch immer das Aushängeschild der Kanzlei oder des Notariats. Dich sehen und sprechen eure Mandanten als erstes. Demensprechend schick und seriös musst du also im Berufsleben aussehen. Und an deinem späteren Büro-Look orientiert sich auch der Dresscode für das Vorstellungsgespräch: Eine dunkle Stoffhose mit hellem, einfarbigem Hemd für die Jungs (gerne auch mit Sakko) oder mit eleganter Bluse für die Mädels. Und es gilt strenges Sneaker-Verbot! Saubere Schnürschuhe sind ein Muss.
Lass dich über neuen Stellen mit dem Jobletter benachrichtigen.

