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Patentanwaltsfachangestellte/r

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Patentanwaltsfachangestellte/r
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Bestimmt siehst du den Rechtsanwalt vor deinem inneren Auge detektivgleich auf Spurensuche oder selbstbewusst ein Plädoyer halten. Doch was siehst du, wenn du an den Patentanwalt denkst? Klar, dass deine Vorstellung hier eher vage ist, denn die Arbeit die er leistet, ist viel zu kompliziert um sie für seichte Vorabendprogramme auf die Mattscheibe zu bringen. Auf den Punkt gebracht schützen Patentanwälte Erfindungen vor Nachahmung. Und da die Erfindungen meist technische Geniestreiche sind, werden in einer Patentanwaltskanzlei Menschen benötigt, die dem Erfinder in seinem Wissen kaum nachstehen. Für dich als Patentanwaltsfachangestellte bedeutet dies, dass du es mit einer spannenden aber auch enorm anspruchsvollen Ausbildung zu tun bekommst. Denn die Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten fordert nicht nur ein enormes Organisationstalent, sondern auch grundlegendes technisches wie auch juristisches Verständnis. Kein Wunder also, dass Patentanwaltsfachangestellte händeringend gesucht werden. Du suchst eine Ausbildung mit Zukunft? Dann bist du hier genau richtig!

Bild aus dem Text zu Patentanwaltsfachangestellte/r

Wie sieht mein Alltag als Patentanwaltsfachangestellte aus?

Angehende Patentanwaltsfachangestellte absolvieren die Ausbildung natürlich an der Seite eines Patentanwalts. Doch diesen findet man nicht nur in privaten Kanzleien sowie beim Deutschen Patent- und Markenamt, sondern auch in einem eigens eingerichteten Unternehmensbereich in großen Konzernen. Denn stell dir einen Konzern vor, der Millionen in die Forschung investiert und die Ergebnisse nicht für sich selbst beanspruchen würde. Und da neue Entwicklungen keine Einzelfälle sind, werden eigene Patentanwälte und Patentfachangestellte beschäftigt. Doch nicht nur die Neuanmeldung von Patenten werden von einem Patentanwalt betreut, sondern auch die juristische Betreuung, wenn ein Patent angefochten wird – und zwar von der Beratung bis zur Gerichtsverhandlung.

Generell lernst du in der Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten alle anfallenden organisatorischen Aufgaben zu übernehmen. Du koordinierst Beratungstermine, nimmst Anrufe entgegen und führst die Akten. Nun hast du bestimmt schon hundertmal gehört, wie wichtig es ist, pünktlich und zuverlässig zu sein. Als Patentanwaltsfachangestellte solltest du dir dies aber wirklich zu Herzen nehmen. Denn jedes Patent läuft über einen befristeten Zeitraum – meist 20 Jahre. Werden die Patente also nicht rechtzeitig verlängert, kann dies zu einem Millionenschaden führen. Und daher zählen die Fristenverwaltung und die Pflege der Archive zu deinen bedeutsamsten Aufgaben. Wie genau das funktioniert, erfährst du in der Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten.

Wie verläuft die Ausbildung?

Das Tüpfelchen auf dem I bringst du übrigens dann mit, wenn du gute Fremdsprachenkenntnisse hast. Denn deine Ansprechpartner sind häufig nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus verteilt. Deine Arbeitszeiten sind in der Regel klassisch von 8 bis 17 Uhr.

Die Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten dauert drei Jahre. Mitbringen solltest du idealer Weise  ein Abitur, einige Kanzleien stellen aber auch Azubis mit einem mittleren Schulabschluss ein. Natürlich wird dein Zeugnis genau unter die Lupe genommen. Mit guten Mathe-, Deutsch- und Fremdsprachenkenntnissen kannst du hier besonders punkten. Hast du darüber hinaus gute EDV-Kenntnisse und Verständnis der Wirtschaftskunde erfüllst du alle formellen Voraussetzungen. Deine Zukunftsaussichten könnten übrigens kaum besser sein. Zum einen, weil der Beruf sehr gut bezahlt ist, zum anderen, da viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen auf dich warten.

Du solltest Patentanwaltsfachangestellte/r werden, wenn...
  1. auf dich zu 100 % Verlass ist.
  2. in dir ein Organisationstalent steckt.
  3. du einen Beruf möchtest, in dem du sehr viel Verantwortung trägst.
Du solltest auf keinen Fall Patentanwaltsfachangestellte/r werden, wenn...
  1. du mit Druck nicht gut umgehen kannst.
  2. Vergesslichkeit dein zweiter Name ist.
  3. technische Innovationen dich überhaupt nicht mitreißen.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Zeichnungen von Patentanmeldungen anfertigen.
  • die Korrespondenz mit den Mandanten und Patentanwälten führen.
  • die Einhaltung aller Fristen gewährleisten.
  • Akten und Dokumente sichern und verwalten.
  • Termine koordinieren.
  • den Schriftverkehr managen – und das in mehreren Sprachen.
  • Besucher empfangen und das Telefon betreuen.
  • Vorschriften des Patent- Warenzeichen- und Sortenschutzgesetzes einhalten.

Gehalt

Wieviel verdiene ich als Patentanwaltsfachangestellter?

Die Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten ist anspruchsvoll und fordert dich jeden Tag aufs Neue heraus. Du triffst auf Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und auf kreative Erfinder, die nun ihre Ideen patentieren lassen wollen. Und egal ob Privatperson oder Wirtschaftsboss, an den Patenten hängt enorm viel Geld. Da du dafür Sorge zu tragen hast, dass Patente nicht ablaufen und Fristverlängerungen nicht verschlafen werden, trägst du enorm viel Verantwortung. Klar, dass du als Patentanwaltsfachangestellter gut verdienst. Was genau während und nach deiner Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten als Gehalt für dich herausspringt, das erfährst du nun bei uns.

Dein Gehalt in der Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten kann sich von Beginn an durchaus sehen lassen. So liegt es bereits im ersten Ausbildungsjahr bei rund 880 Euro brutto. Da du mit jedem Jahr deutlich dazugelernt hast und nun immer anspruchsvollere Aufgaben übernehmen kannst, wird dein Gehalt natürlich immer höher. So verdienst du im zweiten Ausbildungsjahr bereits rund 1.050 Euro und im dritten Jahr rund 1.150 Euro. Allerdings solltest du hierbei beachten, dass die Ausbildungslöhne nicht in Stein gemeißelt sind. Das heißt, dass sie je nach Unternehmen oder Kanzlei nach oben oder unten abweichen können. Am besten klärst du dein genaues Gehalt vor der Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten mit deinem Ausbildungsbetrieb ab, so dass du genau weißt, was du in Zukunft verdienst.

Bestimmt ist es für dich ein tolles Gefühl, dein erstes selbsterarbeitetes Geld ausgeben zu dürfen, dennoch musst du dich während der Ausbildung noch zurückhalten. Das ändert sich jedoch schnell mit dem erfolgreichen Abschluss. Denn nun darfst du dich über eine Gehaltserhöhung freuen. Generell solltest du wissen, dass der Beruf sehr unbekannt ist und demnach nur wenige Personen die Ausbildung genossen haben. Für den Arbeitsmarkt bedeutet dies nichts anderes, als dass es schwer ist, alle freien Stellen zu besetzen. Für dich allerdings kann sich dies sehr positiv auf dein Gehalt als Patentanwaltsfachangestellte auswirken, denn die Unternehmen sind häufig bereit, für gut ausgebildete Nachwuchskräfte hohe Gehälter zu zahlen. Dein Einstiegsgehalt als Patentanwaltsfachangestellte kann daher schon deutlich über 2.000 Euro brutto liegen. Mit den Jahren hast du deine Zuverlässigkeit soweit bewiesen, dass dein Lohn weiter ansteigen kann. Als selbstständig arbeitende Patentanwaltsfachangestellte, die die komplette Korrespondenz sowie die Fristeinhaltung betreut, können Gehälter bis zu 3.600 Euro brutto im Monat realistisch sein.

Karriere

Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten

Mit dem Abschluss der Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten warten auf dich tolle berufliche Möglichkeiten, denn die Branche sucht dich händeringend. Zur Zeit gibt es kaum genügend ausgebildete Fachkräfte um den großen Bedarf zu decken. Die Wahrscheinlichkeit, dass du von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen wirst oder zeitnah einen neuen Arbeitgeber findest, ist daher überdurchschnittlich hoch. Selbst in deinem Gehalt wird sich die Arbeitsmarktsituation zu deinen Gunsten wiederspiegeln. Dennoch solltest du dich niemals auf die faulen Haut legen, denn der Anspruch, dem du jeden Tag gerecht werden musst, ist hoch. Du solltest daher regelmäßig an Qualifizierungen und Fortbildungen teilnehmen. Darüber hinaus kannst du deine Karrierechancen als Patentanwaltsfachangestellter erhöhen, wenn du an einer Aufstiegsweiterbildung teilnimmst. Welche das sind, erfährst du nun bei uns.

Weiterbildungen/Qualifizierungen

Ob es um deine EDV- oder Sprachkenntnisse geht, um rechtliches Hintergrundwissen oder Kenntnisse der technischen Zeichenprogramme – es gibt viele Möglichkeiten, dein Können zu stärken. Die meisten Kursangebote sind eintägig und kosten eine geringe Gebühr, möglich sind aber auch Seminare, die über einige Wochen parallel zu deiner Arbeit am Abend stattfinden. Bestimmt wirst du durch einen Freizeitausgleich oder durch die Kostenübernahme von deinem Arbeitgeber unterstützt, immerhin profitiert er von deinen neuen Kenntnissen.

Weiterbildung zum/zur Rechtsfachwirtin oder zum/zur Betriebswirt/-in für Recht

Als Rechtsfachwirt oder Betriebsfachwirt kletterst du die Karriereleiter deutlich hinauf. Du stehst nun auf der Ebene zwischen den Patentanwaltsfachangestellten und den Patentanwälten und übernimmst Führungsaufgaben auf organisatorischer Ebene. Die Weiterbildungen dauern ein- bis zwei Jahre und können in Vollzeit oder auch Teilzeit absolviert werden. Auch hier sollte dein Arbeitgeber dich unterstützen.

Studium

Hast du das Abitur, steht zumindest formell einem Studium nichts im Wege. Hier warten viele spannende Studiengänge, zwischen denen du dich entscheiden musst. Sinnvoll sind beispielsweise Rechtswissenschaften, Wirtschaftsrecht oder Wirtschaftswissenschaften.

Wusstest du schon, dass...
  • Patentanwälte keine Volljuristen, sondern Ingenieure und Naturwissenschaftler mit juristischer Zusatzqualifikation sind?
  • das erste Patentgesetzt im heutigen Sinne in Venedig im Jahr 1474 erlassen wurde?
  • Konrad Zuse, der den ersten funktionsfähigen Computer der Welt baute, das Patent aberkannt wurde?
  • Ludwig van Beethoven eine Kaffeemaschine, die heute als Vorläufer der Espressomaschine gilt, erfunden hat?
  • die Ausbildung zur Patentanwaltsfachangestellten kaum bekannt ist, obwohl sie überdurchschnittlich gute Zukunftsaussichten bietet?

Bewerbung

Worauf sollte ich bei meiner Bewerbung zum Patentanwaltsfachangestellten achten?

Entwickelt jemand eine neue technische Errungenschaft, kann er seine Erfindung schützen lassen, um damit Geld zu verdienen. Möchtest du in diesem Vorgang eine Rolle spielen, solltest du überlegen, ob du nicht eine Bewerbung um die Ausbildung als Patentanwaltsfachangestellter verfassen möchtest. Damit du diesen spannenden, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf erlernen kannst, haben wir einige Hinweise für dich zusammengestellt.

Nur wenige Dinge sind unangenehmer und wirken negativer als Rechtschreibfehler in so wichtigen Dokumenten wie deiner Ausbildungsbewerbung als Patentanwaltsfachangestellte. Die Rechtschreibprüfung deines Schreibprogramms aber und die Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern machen es dir möglich, dein Anschreiben und deinen Lebenslauf fehlerfrei zu verfassen. Du fügst sie mit den Kopien deiner Zeugnisse zur Bewerbung zusammen.

Für den Lebenslauf in deiner Bewerbung als Patentanwaltsfachangestellter lässt du am besten ein professionelles Foto anfertigen. Zwar ist das gesetzlich nicht mehr vorgeschrieben, doch legen gerade in Deutschland die Arbeitgeber noch viel Wert darauf. In dem Beruf, den du ausgewählt hast, ist es außerdem wichtig, dass du einen seriösen, vertrauenswürdigen Eindruck machst. Außerdem wird der Ausbilder einen Blick auf deine Hobbys werfen, um zu sehen, ob sie deine Eignung als Azubi unterstreichen. Reist du zum Beispiel gern, kann er gute Sprachkenntnisse und eine gewisse Weltoffenheit bei dir vermuten, die es dir leicht macht, mit den Kunden umzugehen. Fertigst du gern technische Basteleien an, deutet das auf technisches Grundverständnis hin, das es dir erleichtern wird, die Innovationen zu erfassen. Zeichnest du gern, ist das auch ein Pluspunkt in deiner Bewerbung als Patentanwaltsfachangestellte, da du die Zeichnungen der Patente anfertigen wirst. Gib außerdem bei deinen weiteren Kenntnissen und Fähigkeiten den Umfang deiner EDV-Kenntnisse an: Du wirst viel am Computer arbeiten.

Dein Name und deine Kontaktdaten stehen ganz oben auf dem Anschreiben deiner Bewerbung als Patentanwaltsfachangestellter. Du gibst dem Ausbilder die Information, wann du die Schule abschließt und welchen Notendurchschnitt du hast. Mache deutlich, dass du quasi ideal für die Stelle bist: Vielleicht hast du ja schon einmal ein Praktikum in einer Kanzlei oder einem großen Unternehmen mit Patentanwalt absolviert. Ansonsten hebst du deine Sprachkenntnisse hervor oder verweist auf deine guten Noten in Mathematik oder Wirtschaftskunde. Erkläre mit Beispielen, wie organisiert, verlässlich und verantwortungsbewusst du bist. Dann erläuterst du, weshalb du deine Ausbildungsbewerbung als Patentanwaltsfachangestellte an diese Kanzlei oder dieses Unternehmen gesandt hast. Schließlich beendest du das Anschreiben mit freundlichen Grüßen, druckst es aus und setzt von Hand deinen Namen darunter.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Du wirst in einer Branche arbeiten, in der es um viel Geld und Vertrauen geht. Entsprechend seriös musst du später auf die Kunden und jetzt auf den Ausbilder wirken. Trage also einen Anzug mit Hemd und Krawatte oder ein Kostüm mit Bluse. Alle Kleidungsstücke sollten frisch gereinigt und gebügelt sein. Als Frau verzichte auf zu kurze Röcke und zu hohe Absätze – du musst dich natürlich bewegen können. Lange Haare bindest du zum Zopf. Als Junge solltest du dich frisch rasieren oder deinen Bart sorgfältig trimmen, als Mädchen nicht zu viel Make-up benutzen und nur dezenten Schmuck anlegen. Viel Erfolg bei deiner Bewerbung als Patentanwaltsfachangestellter!

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