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Wirtschaftsmathematik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Duales Studium Wirtschaftsmathematik
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartDuales Studium
Empf. SchulabschlussFachabitur
Ausbildungsdauer3 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Fußballer David Beckham hat sich seine Beine während seiner aktiven Karriere versichern lassen und hätte bei einem Unfall satte 3,5 Millionen Pfund (das sind etwa 4,4 Millionen Euro) ausgezahlt bekommen. J-Lo hat sich angeblich gleich ihren kompletten Körper mit einem Gesamtwert von einer Milliarde Dollar versichern lassen – das sind umgerechnet 739.292.000 Euro. Doch auch ‚normale‘ Leute wie Marie Müller und Max Mustermann müssen im Falle eines Falles versichert sein. Und da kommst du ins Spiel, denn mit einem dualen Studium Wirtschaftsmathematik berechnest du finanzielle Risiken und Angebote für Sach- und Lebensversicherungen. Was du sonst noch so treibst? Das erfährst du hier!

Bild aus dem Text zu Duales Studium Wirtschaftsmathematik

Worum geht es im dualen Studium Wirtschaftsmathematik?

Beim dualen Studium Wirtschaftsmathematik handelt es sich um ein duales Vollzeitstudium, das alle drei Monate abwechselnd im Betrieb und an einer Hochschule stattfindet. Die Praxis durchläufst du dabei beispielsweise in einem Finanzunternehmen, denn auch nach dem Studium wirst du in der Regel in einem Versicherungs- oder Bankunternehmen anzutreffen sein.

Aber auch Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater sowie statistische Ämter und Behörden würden sich freuen, wenn du bei ihnen auf der Matte stehst. Du bist nämlich ein echter Spezialist in den Bereichen Mathematik, Informatik, BWL und VWL. Dabei jonglierst und experimentierst du mit Zahlen und Formeln, wie andere Menschen Cocktails mixen. Ein bisschen hier von, eine Prise davon, bis der perfekte Mix entsteht. Als Barkeeper der Versicherungsgesellschaft untersuchst und berechnest du zukünftige Angebote. So kannst du in den Bereichen Sach- und Lebensversicherung aktuelle Statistiken auswerten und die besten Tarife für deine Kunden und das Unternehmen berechnen.

Was lerne ich während des dualen Studiums Wirtschaftsmathematik?

In deinem dualen Studium werden dir die theoretischen Kenntnisse während deiner Zeit an der Hochschule beigebracht. Egal ob Analysis, C++- und JAVA-Programmierung, lineare Algebra oder Stochastik - nach dem dualen Studium bist du ein echt Experte in diesen Gebieten. Auch Vorlesungen und Seminare zu den Themen Optimierung, Rechnungswesen und Finanzen, Softwaretechnik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftswissenschaften werden im Laufe der sechs Semester auf deinem Stundenplan stehen. Daneben kannst du aus möglichen Wahlpflichtmodulen selbst Kurse wählen, deren Themen dich interessieren. Diese Kenntnisse kannst du dann direkt in den Praxisphasen, die im Betrieb stattfinden, anwenden.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Für Versicherungsunternehmen entwickelst du nach deinem dualen Studium Wirtschaftsmathematik beispielsweise mathematische Methoden, mit denen dein Arbeitgeber hohe Kosten einsparen kann. Damit deine Kollegen mit deinen Modellen und Programmen umgehen können, musst du dir natürlich auch die Zeit nehmen und es ihnen beibringen. Daher solltest du sehr kommunikativ, teamfähig und offen im Umgang mit deinen Kollegen und Kunden sein. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind ein großer Pluspunkt, denn oft hast du auch mit Kunden im Ausland zu tun. So hast du beispielsweise bei der Generali sogar die Möglichkeit, drei Monate als Konzernhospitant ins Ausland zu gehen und die Arbeitsabläufe dort genauer kennenzulernen.

Neben der Risikominimierung und der Entwicklung von Finanzstrategien zählt es später auch zu deinen Aufgaben, dich mit der Optimierung der betrieblichen Abläufe auseinanderzusetzen. Denn gerade was strategische Planung, Qualitätskontrolle, Transport und Logistik angeht, gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten. Du merkst schon, dass du dich bereits während deines dualen Studiums Wirtschaftsmathematik ständig auf neue Situationen und Herausforderungen einlassen musst. Dabei ist es wichtig, dass du so schnell wie möglich eine Lösung findest, die man gut in die Praxis umsetzen kann. Du solltest also nicht nur sehr flexibel, sondern auch kreativ sein. Organisation und Planung ist dabei alles.

Du solltest ein Duales Studium Wirtschaftsmathematik machen, wenn...
  1. Mathe schon in der Schule dein absolutes Lieblingsfach war.
  2. du Interesse an der Informationstechnik und Programmiersprachen hast.
  3. Kommunikationsstärke dich auszeichnet.
Du solltest auf keinen Fall ein Duales Studium Wirtschaftsmathematik machen, wenn...
  1. du nicht gerne mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
  2. Chaos und Planlosigkeit dein Leben bestimmen.
  3. die Arbeit am Computer nichts für dich ist.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Statistiken aufstellen.
  • wirtschaftliche Entwicklungen überprüfen.
  • Fachpublikationen erstellen.
  • Qualitätskontrollen durchführen.
  • Kunden betreuen und beraten.

Gehalt

Statistiken auswerten, mathematische Modelle programmieren und Tarife berechnen – als Wirtschaftsmathematiker bist du ein echtes Allroundtalent. Mathe ist deine Leidenschaft und du lebst in einer Welt aus Zahlen und Formeln. Damit du am Ende auch gut mit den Zahlen auf deinem Konto arbeiten kannst, muss sich der ganze Aufwand für dich natürlich auch lohnen. Wie sieht es also mit dem Verdienst nach einem dualen Studium Wirtschaftsmathematik aus? Wir verraten es dir!

Wie viel verdiene ich während des dualen Studiums Wirtschaftsmathematik?

Da das Studium sehr anspruchsvoll und zeitintensiv ist, sollte das natürlich auch belohnt werden. Schließlich musst du den Spagat zwischen Arbeitswelt und Hörsaal schaffen und neben deinen alltäglichen Aufgaben zusätzlich für viele Klausuren lernen. So machst du dich bereits nach kurzer Zeit für den Betrieb unentbehrlich und sorgst mit deiner tatkräftigen Unterstützung schon in deiner Ausbildung für Entlastung. Daher überrascht es auch nicht, dass du auch während deines dualen Studiums Wirtschaftsmathematik ein Gehalt bekommst.

Und wie genau sieht die Bezahlung aus? Im ersten Ausbildungsjahr bekommst du rund 853 Euro brutto. Im zweiten Jahr deines dualen Studiums sind es schon 928 Euro brutto und im letzten Jahr liegt dein Gehalt sogar bei knapp 1007 Euro brutto. Davon können andere Studenten und Azubis nur träumen, schließlich bekommst du als dualer Student bereits so viel, wie andere erst nach Abschluss der Ausbildung.

Dabei musst du aber bedenken, dass das Gehalt in brutto angeben wird. Das bedeutet also, dass die 1007 Euro nicht „Cash auf die Kralle“ auf deinem Konto landen, sondern, dass noch eine ganze Menge an Sozialabgaben abgeht, bevor es irgendwann auf deinem Konto landet. Doch bevor du dir beschwerst, denk daran, dass Vollzeitstudenten während ihres Studiums gar kein Geld bekommen. Sie dürfen sogar dafür blechen: Semesterbeiträge, Studiengebühren, Büchergeld, Stifte, Blöcke – die Liste ist lang.

Mit welchem Gehalt kann ich nach dem dualen Studium rechnen?

Je nachdem, wo du das duale Studium machst, unterscheiden sich auch die Konditionen für dein Gehalt während des dualen Studiums Wirtschaftsmathematik. Bei der Generali erhältst du neben einem soliden Grundgehalt sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, beispielsweise ein zusätzliches  „Büchergeld“ für die Bücher, die du für dein Studium kaufen musst. Und natürlich musst auch du dein duales Studium finanzieren, wirst dir das mit deinem monatlichen Gehalt aber bestimmt leisten können. Teilweise tragen die Unternehmen sogar die Studiengebühren, die für ein duales Studium anfallen.

Nach deinem Abschluss winkt eine Bruttogrundvergütung, die mithilfe eines Tarifvertrags geregelt wird. Berufseinsteiger erhalten dabei nach dem dualen Studium Wirtschaftsmathematik ein Einstiegsgehalt von rund 3700 Euro brutto im Monat. Mit steigender Berufserfahrung rutschst du dann automatisch auch immer in eine bessere Besoldungsgruppe und erhältst regelmäßig ein besseres Gehalt nach deinem dualen Studium Wirtschaftsmathematik.

Karriere

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Duales Studium Wirtschaftsmathematik

Nach deinem dreijährigen dualen Studium arbeitest du beispielsweise bei einer Versicherung wie der Generali AG und löst dort schwierige wirtschaftliche Probleme mithilfe von mathematischen Methoden und dem Computer. Dabei befasst du dich mit Optimierungsfragen und untersuchst, wie man betriebliche Abläufe, Lagerhaltung, Standortplanung und die Abschätzung von Chancen und Risiken im Versicherungswesen und in der Finanzplanung weiter verbessern kann.

Wirtschaftsmathematik Master

Im Anschluss an deinen Bachelor in Wirtschaftsmathematik kannst du den Master hinten dranhängen. Normalerweise dauert das Masterstudium zwei bis vier Semester. Mit einem Masterstudium im Bereich Wirtschaftsmathematik kannst du in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern, wie der Softwareentwicklung oder Wirtschaftsprüfung, arbeiten. Mit einem Master sind nun auch Führungspositionen, spezialisierte Aufgabenstellungen und Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung drin.

Aktuar

Die Weiterbildung zum Aktuar dauert in der Regelstudienzeit sechs bis sieben Semester, also knapp drei Jahre. Als Aktuar analysierst und bewertest du Risiken. Dabei entwirfst du Strategien in den Bereichen Versicherung, Bausparwesen, Kapitalanlage und Altersversorgung. In der Regel bist du in Versicherungsgesellschaften, bei Banken und Kreditinstituten oder in der Unternehmensberatung tätig. Aber auch Ämter und Behörden sowie Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungspraxen können dich beschäftigen.

Forschung und Lehre

Wenn du im Fach Wirtschaftsmathematik promovieren möchtest, kannst du in die Forschung gehen und an einer Universität oder Hochschule selbst Studenten in deinem Fachbereich unterrichten.

Selbstständigkeit

Mit einem Master ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit sehr gut möglich und denkbar. Du kannst dich beispielsweise als Softwareentwickler oder Wirtschaftsprüfer selbstständig machen.

Wusstest du schon, dass...
  • der Begriff Operational Research (oder Operations Research) ursprünglich aus dem Militärwesen stammt?
  • Stochastik sich vom lateinischen Ausdruck „ars conjectandi“ ableitet und somit die „Kunst des Vermutens“ bzw. „Ratekunst“ bedeutet?
  • die Generali Versicherungen AG eines der erfolgreichsten Versicherungsunternehmen in Deutschland ist?
  • es wahrscheinlicher ist, von einer herabfallenden Kokosnuss getötet zu werden als durch einen Hai-Biss zu sterben? Jedes Jahr werden weltweit etwa 150 Menschen an Stränden von einer Kokosnuss erschlagen.
  • Heidi Klum ihre Beine versichert hat? Im Fall eines Unfalls würden 1,2 Millionen Euro für das rechte und eine Million für das linke Bein fällig werden. Warum der Wertunterschied? Das linke Bein hat eine kleine Narbe.

Bewerbung

Wie schön wäre es, wenn du statt einer Bewerbung nur eine Rechnung lösen müsstest. Eine Bewerbungsgleichung und fertig. Das wäre logisch und einfach und zeitsparend. Aber so ist leicht ist das nicht. Nicht jeder kann mit Zahlen und komplexen Zusammenhängen so viel anfangen wie du. Aber genau deshalb bist du möglicherweise der perfekte Bewerber auf die Stelle. Um das zu beweisen, ist aber erst deine Bewerbung für das duale Studium Wirtschaftsmathematik fällig. Worauf du dabei achten musst und wie du auch das Problem ganz schnell lösen kannst, das sagen wir dir hier.

Was sollte ich bei der Bewerbung beachten?

Eine typische Bewerbung hat mindestens Wurzel 9 Bestandteile: das Anschreiben, den Lebenslauf mit Passbild und eine Kopie deines letzten Zeugnisses. Falls du bereits Praktika in diesem Arbeitsfeld absolviert hast, dann kannst du die Praktikumszeugnisse gerne beilegen. So sammelst du von Anfang an Pluspunkte.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Je nach Größe des Unternehmens sind für das Outfit im Bewerbunsgesgespräch saubere Schuhe, eine ordentliche Hose und ein schlichtes Hemd bzw. eine einfache Bluse angemessen. Bei großen Unternehmen ist aber auch oft der (Hosen-)Anzug Pflicht. Wichtig ist, dass du dich in deiner Kleidung wohlfühlst.

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