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Brandschutz und Sicherheitstechnik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Duales Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartDuales Studium
Empf. SchulabschlussAbitur
Ausbildungsdauer3,5 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst

Allgemeine Infos

Jeder Dritte Brand wird durch fehlerhafte Elektrizität ausgelöst, jeder fünfte von menschlichem Fehlverhalten. Blitzeinschläge sind dafür für kaum einen Brand verantwortlich. Wird die 112 gewählt und der Einsatztrupp ist unterwegs, ist die Ursache – erst einmal – nebensächlich. Denn dann geht es darum, möglichst schnell am Einsatzort zu sein und erste Schritte einzuleiten.

Bild aus dem Text zu Duales Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik

Worum geht es im Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik?

Nahtlos nach der Schule eine Laufbahn im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst einschlagen: Das ist mit diesem technischen Studiengang möglich. Er vermittelt dir die fachlichen Fähigkeiten für die Arbeit bei der Berufsfeuerwehr und bereitet dich dabei auch auf die körperliche und psychische Belastung vor. Zudem trägst du nach dem Studium einen Ingenieurstitel, den Bachelor of Engineering (B. Eng.), und kannst damit auch in der Industrie und Wirtschaft im Bereich der Sicherheitstechnik oder Brandschutz tätig werden.

Was kann ich nach dem Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik machen?

Nach dem Studium kannst du zwei unterschiedliche berufliche Wege einschlagen. Zum einen kannst du im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst als Brandoberinspektor arbeiten. Als Wachabteilungsleitung einer Feuerwache trägst du die Verantwortung für bis zu 30 Einsatzkräfte. Im Einsatzdienst bist du als Staffelführer für die Einheiten verantwortlich, die dir unterstellt sind.

Du erkundest die Einsatzlage vor Ort, triffst eigenverantwortlich erforderliche Einsatzmaßnahmen und ordnest diese an. Perspektivisch kannst du die Leitung einer Feuerwache übernehmen. Im sogenannten rückwärtigen Bereich arbeitest du zum Beispiel im vorbeugenden Brandschutz, in der Informationstechnik oder in der strategischen Planung.

Zum anderen kannst du in der Industrie und Wirtschaft eine Tätigkeit als Ingenieur im Bereich der Sicherheitstechnik oder Brandschutz arbeiten.

Welchen Abschluss erwerbe ich mit dem Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik?

In der Vertiefungsrichtung Brandschutz erwirbst du den Bachelor of Engineering (B. Eng.) sowie die Laufbahnbefähigung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.

Was muss ich für das Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik für ein Typ sein?

Teamplayer: Du bist in der Lage, gut mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Dabei fällt es dir leicht, sowohl die Kontrolle zu übernehmen, als auch Anweisungen auszuführen. Du hast dabei einen positiven Einfluss auf deine Mitmenschen.

Sportler: Körperlich bist du absolut fit und belastbar. Dabei behältst du auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf.

Organisationstalent: Es fällt dir leicht, Pläne zu erstellen. Du bist multitaskingfähig, behältst immer den Überblick und bist in der Lage, kurzfristige Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die Sicherheit anderer zu tragen.

Warum sollte ich mich für das Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik entscheiden?

In der Vertiefungsrichtung Brandschutz trägst du bereits mit dem Beginn des Studiums den Beamtenstatus (zunächst auf Widerruf, was ganz üblich ist). Du bist also ein sogenannter Anwärter und hast die Chance, im Anschluss an dein Studium zum Brandoberinspektor ernannt zu werden. Du hast damit einen sicheren Arbeitsplatz mit langfristigen Weiterentwicklungschancen. Durch deinen Ingenieurstitel kannst du zudem auch eine Tätigkeit in der Wirtschaft anstreben.

Wie läuft das Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik ab?

Das praxisintegrierende Studium in der Vertiefungsrichtung Brandschutz läuft wie ein duales Studium ab. Es dauert sieben Semester und verbindet eine feuerwehrtechnische Grundausbildung inklusive Truppmann- und Zugführerausbildung mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium. Den Beamtenstatus auf Widerruf erhält man damit bereits mit Beginn des Studiums. Während der Vorlesungszeit hast du 24 bis 30 Semesterwochenstunden. In  der vorlesungsfreien Zeit absolvierst du Praktika an verschiedenen Standorten der Feuerwehr. Im siebten Semester absolvierst du dein Zugführerpraktikum auf einer Feuerwache. Du beendest dein Studium mit einer Bachelorarbeit und der Laufbahnprüfung inklusive Sportprüfung.

Was mache ich in den Theoriephasen?

Gefahren unterschiedlichster Art vorbeugen, erkennen und bekämpfen: Damit beschäftigst du dich im theoretischen Teil des Studiums. Um Risken einschätzen und aktive Maßnahmen einleiten zu können, werden technische und naturwissenschaftliche Grundlagen sowie Grundlagen der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes vermittelt und vertieft. Daneben thematisierst du  auch die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen im Brandschutz und Sicherheitsmanagement, ebenso das Thema Personalführung.

Was mache ich in den Praxisphasen?

Jede Sekunde zählt: Dass ein Einsatztrupp in wenigen Minuten am Einsatzort ist, ist auf eine perfekte Planung zurückzuführen. In der Praxis, die in verschiedenen Feuerwachen stattfindet, lernst du daher nicht nur, wie Brände gelöscht und Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden, sondern auch, wie Einsätze geplant und Dienstpläne erstellt und Mitarbeiter angeleitet werden. Damit wirst du optimal und intensiv auf deine spätere Position als Wachabteilungsleiter vorbereitet.

Gehalt

Was verdiene ich während des Studiums?

Studieren und dabei Geld verdienen: Während des Studiums erhältst du sogenannte Anwärterbezüge in Höhe von ca. 1170 Euro brutto im Monat.

Was für ein Gehalt bekomme ich nach dem Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik?

Als Brandoberinspektor erhältst du Dienstbezüge. Üblich ist die Eingruppierung in die Besoldungsgruppe A10, womit dein Einstiegsgehalt zwischen 2900 und 3300 Euro brutto im Monat liegt. Mit der Dauer deiner Tätigkeit durchläufst du Erfahrungsstufen. Damit erhältst du regelmäßig Gehaltserhöhungen. In der Besoldungsgruppe A10 kannst du damit bis zu 4100 Euro brutto monatlich plus Zuschläge verdienen.

Bei einer Tätigkeit in der Wirtschaft kann dein Gehalt deutlich abweichen. Einstiegsgehälter zwischen 3200 Euro und 4500 Euro brutto sind hier zu erwarten.

Wie viel kann ich mit dem Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik später verdienen?

Als Brandoberinspektor hast du gute Entwicklungs- und Aufstiegschancen. So kannst du zum Brandamtmann beziehungsweise zur Brandamtfrau, Brandamtsrat und zum Brandoberamtsrat aufsteigen. Als Brandoberamtsrat oder -rätin verdienst du beispielsweise in Besoldungsordnung A 13, je nach Erfahrungsstufe, zwischen 4250 und 5550 Euro.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Mögliche Aufstiegspositionen im gehobenen Dienst sind Brandamtmann, Brandamtsrat und Brandoberamtsrat. Um die Laufbahn im höheren feuerwehrtechnischen Dienst einzuschlagen, kannst du entweder an internen Aufstiegslehrgängen teilnehmen, oder ein Masterstudium im bautechnischen Bereich, im Wirtschaftsingenieurwesen oder im Projektmanagement mit Abschluss Master of Engineering oder Master of Science absolvieren.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Absolvent des dualen Studiums Brandschutz und Sicherheitstechnik?

Nach dem Studium in der Vertiefungsrichtung Brandschutz kann man durch die kombinierte fachliche Ausbildung nahtlos im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst als Brandoberinspektor arbeiten. In der Regel übernimmt man die Wachabteilungsleitung einer Feuerwehr. Perspektivisch ist die Leitung einer Feuerwache möglich.

Wurde die Eignung für den feuerwehrtechnischen Dienst im Vorbereitungsdienst nicht belegt oder möchtest du einen anderen beruflichen Weg einschlagen, kann man darüber hinaus in der Industrie und Wirtschaft als Ingenieur tätig werden.

Bewerbung

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung um ein Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik?

Du benötigst die allgemeine Hochschulreife und musst die laufbahn- und beamtenrechtlichen Voraussetzungen für die Ernennung in das Beamtenverhältnis erfüllen. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, das Höchstalter bei 35 Jahren. Zudem ist die uneingeschränkte Feuerwehrdiensttauglichkeit zwingend erforderlich, welche im Bewerbungsverfahren getestet wird.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Ein großer Vorteil ist es, wenn du bereits im Rettungsdienst tätig bist oder ein Ehrenamt trägst. Zudem solltest du sportlich und psychisch belastbar sein. Das Ausüben einer Teamsportart kann deine ausgeprägte Teamfähigkeit signalisieren – erwähne sie also unbedingt in deiner Bewerbung.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für das Studium ab?

Du bewirbst dich online und reichst die jeweils geforderten Dokumente aus der Stellenanzeige ein. Hierzu zählen neben dem Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und deinen Zeugnissen auch das Deutsche Schwimmabzeichen, eine Kopie deines Personalausweises und deines Führerscheins. Zu den zusätzlich geforderten Dokumenten zählen, wenn vorhanden:

  • eine Bescheinigung über Zivildienst oder Zivilersatzdienst (wenn abgeleistet)
  • eine Dienstzeitbescheinigung/ein (vorläufiges) Dienstzeugnis der Bundeswehr
  • Augenärztlicher Befundbericht, wenn du eine Sehhilfe benötigst
  • Soldatenfragebogen (nur bei Soldaten auf Zeit, sogenannten SaZ)
  • Mitgliedsbescheinigung Ehrenamt

Im nächsten Schritt finden Auswahltests statt. Hierzu zählen ein Sporttest, eine Online-Eignungsdiagnostik, ein persönliches Interview, ein Praxis- und Team-Test sowie eine ärztliche Eignungsuntersuchung.

Wie läuft die Immatrikulation an der Hochschule ab?

Der Studienplatz ist an den jeweiligen Praxispartner gekoppelt. Nach deiner erfolgreichen Bewerbung bei der Feuerwehr musst du dich noch an der Hochschule immatrikulieren.  Die Immatrikulation für die Vertiefungsrichtung Brandschutz ist nur möglich, wenn du ein Einstellungsangebot der Feuerwehr vorlegen kannst.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Je nach Ablauf der Bewerbungstests, solltest du Wechselsachen einplanen. So benötigst du für das Gespräch ein Outfit im Casual-Style, für den Sporttest sind Sportsachen inklusive Sportschuhen notwendig.

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