Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Feuerwehrmann/-frau (gehobener Dienst)

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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Was tun, wenn ein Feuer ausgebrochen ist? Schon als Kind hast du gelernt, dass man dann die 112 wählt und sich darauf verlassen kann, dass die Feuerwehr kommt, wenn es brennt. Sie ist aber nicht nur bei Bränden im Einsatz, sondern auch bei Umwelt- und Naturkatastrophen. Wenn nach einer Überschwemmung die Keller überflutet sind, pumpt die Feuerwehr das Wasser ab und macht die Straßen wieder befahrbar. Drohen Bäume nach einem Sturm einfach umzufallen und Menschen zu verletzen, kannst du aufatmen, sobald die roten Einsatzfahrzeuge vor Ort sind. Du möchtest dich diesen Helden des Alltags anschließen und von ganz oben dafür sorgen, dass Feuerwehreinsätze reibungslos ablaufen? Dann solltest du eine Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) machen! Wir verraten dir, was dich da erwartet.
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Wie läuft die Weiterbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) ab?
Streng genommen ist die Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) eher eine zweijährige Weiterbildung. Um als Anwärter auf das Amt des Oberbrandinspektors überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, brauchst du nämlich bereits einen Bachelor- oder einen Diplomabschluss von einer Fachhochschule oder einer Universität. Ein naturwissenschaftliches oder ein technisches Fach studiert zu haben ist von Vorteil, weil du so schon wichtiges Fachwissen mitbringst. Nach der Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) wirst du Beamter im gehobenen technischen Dienst sein.
Übrigens: Hast du noch keinen Hochschulabschluss, aber Abitur, kannst du auch durch ein duales Studium Feuerwehrmann (gehobener Dienst) werden: indem du das duale Studium Brandschutz und Sicherheitstechnik absolvierst.
Die Weiterbildung zur Feuerwehrfrau (gehobener Dienst) machst du bei den Berufsfeuerwehren der Kommunen oder bei der Feuerwehr der Bundeswehr, wo du im Anschluss an die Ausbildung dann verbeamtet wirst. Teile deiner Ausbildung absolvierst du aber auch bei externen Dienststellen und der Feuerwehrschule, um dort so viel praktische Erfahrung wie möglich zu sammeln. Nach deiner Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) bist du als Beamter im gehobenen Dienst für die umfassende Einsatzplanung zuständig. Der gehobene Dienst entspricht der sogenannten Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt. Um in Deutschland Beamter zu werden, musst du entweder Deutscher im Sinne des Grundgesetzes oder EU-Bürger sein. Mehr Infos zu den Beamtenausbildungen gibt es in unserem Ratgeber.
Wie wird der Beruf des Feuerwehrmanns (gehobener Dienst) noch bezeichnet?
Es gibt mehrere Bezeichnungen für den Beruf des Feuerwehrmanns (gehobener Dienst) - und die variieren je nach Bundesland. Du findest den Beruf auch unter dem Namen Brandinspektor, Oberbrandinspektor oder Brandoberinspektorin. Häufig ist auch vom Beamten Feuerwehr im gehobenen technischen Dienst oder vom Beamten im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst die Rede.
Was macht ein Feuerwehrmann (gehobener Dienst)?
Damit bei einem Feuerwehreinsatz alles glatt läuft, ist die gründliche Planung im Vorfeld das A und O. Du bist als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) nicht nur dafür zuständig, die Schichten und Einsätze deiner Kollegen zu planen, du sorgst auch dafür, dass regelmäßige Einsatztrainings stattfinden. Viele Brände lassen sich außerdem durch Vorsichtsmaßnahmen verhindern. Bei sogenannten Brandschauen checkst du deshalb Gebäude, die besonders brand- oder explosionsgefährdet sind, ordentlich durch. Sind alle Gefahrenquellen ordentlich gesichert? Können sich alle anwesenden Personen im Ernstfall in Sicherheit bringen?
Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?
Weil du bei der Feuerwehr nicht nur körperlich, sondern auch psychisch topfit sein musst, durchläufst du in deiner Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) dieselbe Grundausbildung wie ein Feuerwehrmann im mittleren Dienst. Dir wird beigebracht, wie man einen Trupp oder einen Zug von Feuerwehrleuten anführt, technische Geräte wartet und einsetzt und wie man Einsätze durchführt, bei denen Gefahrgüter transportiert werden. Bei sogenannten heißen Übungen werden auf speziellen Brandanlagen oder in Brandhäusern Brände simuliert, die du dann natürlich löschen musst. Wie du siehst, ist die Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) super anspruchsvoll. Als Beamter im gehobenen Dienst landest du anschließend aber in einem der sichersten Arbeitsverhältnisse, die es in Deutschland gibt.
- Nervenversagen ein Fremdwort für dich ist.
- es dir leicht fällt, in stressigen Situationen die richtigen Anweisungen zu geben.
- du den Unterschied zwischen „Mut“ und „Leichtsinn“ kennst.
- dir schnell der Schweiß ausbricht und du hohe Temperaturen nicht magst.
- deine Brille stärker als +/- 3 Dioptrien ist.
- du unter Asthma leidest.
- Brände löschen.
- Atemschutzgeräte richtig benutzen.
- Dienstpläne erstellen.
- überprüfen, ob ein Gebäude feuer- und explosionssicher ist.
- herausfinden, wie ein Brand ausgebrochen ist.
Gehalt
Was verdient ein Feuerwehrmann (gehobener Dienst)?
Das Sprichwort „schneller als die Feuerwehr“ kommt nicht von ungefähr. Ist irgendwo ein Feuer ausgebrochen oder eine Naturkatastrophe passiert, wählt man die 112 und ein paar Minuten später sind schon die ersten Einsatzfahrzeuge am Unglücksort. Feuerwehrleute können deshalb so schnell arbeiten, weil sie perfekt dazu ausgebildet wurden und regelmäßig Fortbildungen und Einsatztrainings absolvieren. Und weil im Hintergrund ein fähiger Oberbrandinspektor die Fäden in der Hand hält und darauf achtet, dass jedes Einsatzfahrzeug optimal ausgerüstet und jeder Feuerwehmann jederzeit einsatzbereit ist. Ein so anspruchsvoller Job sollte natürlich entsprechend bezahlt werden – schon in der Ausbildung. Bei uns findest du alle Infos zum Gehalt als Feuerwehrmann (gehobener Dienst).
Wie ist das Gehalt während der Weiterbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst)?
Dein Gehalt als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, setzt sich aber immer zusammen aus einem Grundgehalt (Anwärtergrundbetrag) und einem sogenannten Anwärtersonderzuschlag.
In Berlin erhältst du zum Beispiel aktuell insgesamt 2.414 Euro brutto im Monat, in NRW werden insgesamt 2.100 Euro gezahlt.
Je nach Bundesland kann dein Gehalt ein bisschen höher oder niedriger ausfallen. Dazu kommt einmal im Jahr eine Sonderzahlung, die bis zu 70 Prozent deiner Anwärterbezüge betragen kann.
Mit welchem Verdienst kann ich nach der Ausbildung rechnen?
Als Beamter im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst fällt dein Gehalt als Oberbrandinspektoranwärter in die Besoldungsgruppe A. In der Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt, bewegt sich dein Einkommen zwischen den Besoldungsgruppen A10 bis A13 und beträgt im Monat zwischen rund 3.000 Euro in A10 und 6.400 Euro brutto in A13.
Die einzelnen Besoldungsgruppen sind nochmal in jeweils acht Erfahrungsstufen unterteilt, in denen du mit zunehmender Berufserfahrung automatisch hochgestuft wirst. Um Gehaltsverhandlungen musst du dir als Oberbrandinspektor also keine Gedanken machen – das Bundesbesoldungsgesetzt legt genau fest, in welchen Abständen dein Gehalt als Oberbrandinspektoranwärter erhöht wird und wie hoch die Zuschüsse sind, die du bekommen kannst. Darunter fallen Extrazahlungen wie Gefahrenzulagen, Familienzuschläge und Bonuszahlungen für Bereitschaftsdienste.
Was ist das Besondere am Beamtenstatus?
Der Beamtenstatus gehört zu den sichersten Arbeitsverhältnissen in Deutschland. Als Staatsdiener profitierst du von vielen kleinen Extras. Bist du einmal auf Lebenszeit verbeamtet, kannst du zum Beispiel nicht gekündigt werden. Aus diesem Grund zahlst du nicht in die Arbeitslosenversicherung ein. Auch von der Rentenversicherung bist du befreit, weil dein Dienstherr dazu verpflichtet ist, dir im Alter eine Pension zu bezahlen. Von deinem Gehalt als Feuerwehrfrau (gehobener Dienst) geht darum nur die Lohnsteuer ab. Die Beiträge, die du für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen musst, sind für Beamte aber recht günstig.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?
Ausbildung als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) bzw. zum Brandoberinspektor
In deiner Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) bzw. zum Brandoberinspektor wird dir alles beigebracht was du wissen und können musst, um später Einsatzleiter bei der Berufs- oder Bundeswehrfeuerwehr zu sein. Du lernst in deiner Grundausbildung die gleichen Basics wie zum Beispiel die Beamten im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Nach deiner Ausbildung kannst du Brände löschen, Feuerwehrzüge organisieren und die technischen Geräte warten. Nach deiner Ausbildung zum Oberbrandinspektor bist du Beamter im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.
Weiterbildungen
Als Beamter ist dir dein Job sicher, weil du nicht gekündigt werden kannst. So ein Amt als Staatsdiener bringt aber auch einige Pflichten mit sich. Als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) bist du zum Beispiel dazu verpflichtet, dich beruflich immer auf dem Laufenden zu halten. Das funktioniert bei der Berufsfeuerwehr über sogenannte Anpassungsweiterbildungen. Eine solche dienstliche Weiterbildung kannst du beispielsweise in den Bereichen Katastrophenschutz, Rettungsdienst oder Anlagensicherung machen.
Horizontaler Aufstieg
Horizontaler Aufstieg? Das klingt erstmal abenteuerlich. Was du dir darunter vorzustellen hast, ist aber eigentlich ganz einfach: Wie alle Beamten im gehobenen Dienst, die ein Unidiplom oder einen Bachelor haben, startest du in der Besoldungsgruppe A10. Innerhalb dieser Besoldungsgruppe bekommst du deine Gehaltserhöhungen automatisch in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus. Einen horizontalen Aufstieg legst du hin, wenn du in eine höhere Besoldungsgruppe eingestuft wirst – zum Beispiel in A11, A12 und danach in A13. Durch bestimmte dienstliche Fortbildungen kann du diesen Prozess beschleunigen und beispielsweise als Brandamtrat oder Brandoberamtrat mehr Verantwortung übernehmen.
Höherer Dienst
Eine weitere Möglichkeit, deine Karriere als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) voranzutreiben, ist der Aufstieg in eine höhere Laufbahngruppe. Weil du als Beamter im gehobenen Dienst schon ein hohes Amt bekleidest, führt der sogenannte vertikale Laufbahnwechsel dich direkt auf die Zielgerade zum Spitzenbeamten. Der höhere Dienst ist die höchstmögliche Laufbahngruppe, die du als Oberbrandinspektor erreichen kannst. Du wirst jetzt in der Besoldungsgruppe A13 bis A16 bezahlt und bekommst dadurch ein noch höheres Gehalt. Die Hochstufung in den höheren Dienst erfolgt leider nicht automatisch, sondern nur durch eine Beförderung. Ob du zusätzlich dazu noch einen Masterabschluss von der Uni brauchst oder einen weiteren Vorbereitungsdienst absolvieren musst, ist davon abhängig, wo du arbeitest.
- verbeamtete Feuerwehrmänner und -frauen nicht streiken dürfen?
- die Notrufnummer seit 2008 in allen EU-Mitgliedsstaaten „112“ lautet?
- es die sogenannten fünf Ws gibt, die dir helfen, einen Notruf abzusetzen? Sie lauten: Wo? Was? Wie viele? Welche/s? Warten!
- der Amerikaner Paul „Red“ Adair als der berühmteste Feuerwehrmann der Welt gilt? Er wurde bekannt, nachdem er in Kuwait 117 (!) brennende Ölquellen gelöscht hatte.
- es Feuer gibt, die mehrere Jahre lang brennen können?
Bewerbung
Was muss ich bei der Bewerbung als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) beachten?
Als Held des Alltags wird dir mit Sicherheit nie langweilig. Fast jeden Tag wirst du mit deinem Trupp oder deinem Zug zu einem anderen Einsatzort ausrücken und musst dort immer Vollgas geben. Ob nun Omas Katze vom Baum gerettet werden oder ein brennendes Chemiewerk gelöscht werden musst – als Brandoberinspektoranwärter ist immer höchste Konzentration angesagt. In deiner Vorbereitungszeit und auch später im Berufsalltag ist nicht nur Organisationstalent gefragt, sondern auch körperliche Fitness und emotionale Belastbarkeit. Schließlich können einem schlimme Brände oder Naturkatastrophen, bei denen auch Menschenleben bedroht sind, echt an die Nieren gehen. Darum durchläufst du mehrere Tests, bevor du für den Vorbereitungsdienst zugelassen wirst. Wie das genau funktioniert mit der Bewerbung als Feuerwehrmann (gehobener Dienst), haben wir für dich zusammengestellt.
Deine Bewerbung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) geht ein bisschen über das klassische Einstellungsverfahren hinaus. Als Einsatzleiter bei der Berufsfeuerwehr, der du nach deinem Vorbereitungsdienst sein wirst, musst du neben guter Noten noch andere Qualitäten mitbringen.
Damit dein Dienstherr überhaupt weiß, dass du dich für Ausbildung zum Feuerwehrmann (gehobener Dienst) interessierst, musst du ihm natürlich als erstes deine Bewerbungsunterlagen schicken. Die bestehen aus einem Anschreiben, deinem Lebenslauf und deinen aktuellen Zeugnissen. Deine Bewerbung hat besonders große Aussicht auf Erfolg, wenn du einen Bachelor- oder Diplomabschluss in einem naturwissenschaftlichen oder einem technischen Fach nachweisen kannst. Immerhin wirst du im technischen Dienst der Berufs- oder Bundeswehrfeuerwehr eingesetzt. Aber auch andere Studiengänge, die etwas mit deinem späteren Job zu tun haben, können dir die Türen zur Feuerwehrwache öffnen.
Bevor dein Dienstherr dich zu einem Vorstellungsgespräch einlädt, musst du einen sehr abwechslungsreichen Einstellungstest bestehen. Es gibt einen schriftlichen Teil, in dem zum Beispiel deine Mathefähigkeiten geprüft werden. Testfragen zum Allgemeinwissen gehören ebenso zum Einstellungsverfahren, wie ein Test in Logik und einer, der dein Konzentrationsvermögen auf die Probe stellt. Dein Dienstherr möchte schließlich sehen, dass du auch in Stresssituationen ruhig bleiben kannst.
Bestehst du im Anschluss die körperliche Untersuchung, in der zum Beispiel deine Sehkraft gemessen wird, folgt der Sporttest. Für den Erfolg schwitzen musst du also nicht erst im Berufsalltag, sondern bereits bei deiner Bewerbung als Feuerwehrmann (gehobener Dienst). Beliebte Testdisziplinen sind Pendel- und Langstreckenläufe um deine Ausdauer auf die Probe zu stellen. Aber auch Kraft- und Geschicklichkeitsübungen stehen auf dem Programm.
Du hast die Nerven behalten und die schweißtreibende Prozedur erfolgreich hinter dich gebracht? Glückwunsch, denn jetzt erst folgt das Vorstellungsgespräch. Überzeugst du jetzt auf den letzten Metern, war deine Bewerbung als Feuerwehrmann (gehobener Dienst) ein voller Erfolg.
Vom Sporttest direkt zum Vorstellungsgespräch? Was sollst du da bloß anziehen? Immerhin möchtest du deinem Vorgesetzten nicht völlig verschwitzt vor die Augen treten. Für den Fall, dass alle Tests wirklich am gleichen Tag stattfinden, brauchst du gleich mehrere Outfits. Sportklamotten und gute Turnschuhe für den Fitnesstest sind ein absolutes Muss. Vergiss auf keinen Fall ein Handtuch und die Sachen, die du brauchst, um dich hinterher schnell frisch zu machen. Für das Vorstellungsgespräch packst du dir am besten eine schwarze Hose oder einen Rock, saubere Schuhe und ein weißes Hemd ein. Das reicht in der Regel völlig, denn in deinem späteren Arbeitsalltag wird dir die Klamottenfrage dank der Uniform erspart.
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