Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Stuckateur/in

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Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Stuckateur/in
Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Es gibt nicht viele Berufe, in denen moderne und traditionelle Arbeitstechniken so gut kombiniert werden können, wie beim Stuckateur. Fast überall haben sie ihre Finger im Spiel: Sie arbeiten im Neubau, helfen bei der Modernisierung von Gebäuden, restaurieren alte Denkmäler und verzieren Fassaden. Stuckateure machen also viel mehr, als bloß Wände zu verputzen. Der Beruf erfordert ein großes Maß an Fingerspitzengefühl und ermöglicht dir viel Freiraum für Individualität, beispielsweise bei der Raum- oder Gebäudeplanung.
Info: Die Baubranche hat sich durch technischen Fortschritt, Digitalisierung sowie Umwelt- und Klimaschutz stark verändert. Deshalb spielen folgende Themen in der Ausbildung jetzt eine größere Rolle:
- Energieeinsparung
- CO₂-Vermeidung
- Brandschutz
- intelligente, vernetzte Gebäude
Das erfordert von den Fachkräften neue Kompetenzen, die mit der überarbeiteten Ausbildungsordnung (gültig ab August 2026) abgedeckt werden.
Freie duale Studienplätze in deiner Nähe
Ausbildung Stuckateur/in (m/w/d)
bei Gipser Schmid GmbH

Was macht ein Stuckateur?
Als Stuckateur bist du immer aktiv, der Beruf ist also ideal für alle, die gerne etwas mit ihren Händen erschaffen und nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen möchten. Die Ausbildung spricht alle deine Sinne an, du fühlst den Gips in deinen Händen und siehst wie er langsam Formt annimmt. Wie du merkst, setzt diese Ausbildung auf jeden Fall handwerkliches Geschick voraus. Du solltest wissen, wie du mit Kelle und Spachtel umgehen musst, um deine Arbeitsmittel an der richtigen Stelle einsetzen zu können. Sie erleichtern dir viele Arbeiten, aber nehmen sie dir nicht komplett ab. Körperliche Fitness ist das A und O für eine Ausbildung zum Stuckateur.
Wenn du großen Wert darauf legst, dich während deiner Ausbildung künstlerisch ausleben zu können, bietet dir der Beruf des Stuckateurs viele Möglichkeiten. Du entwirfst deine Stuckprofile am Zeichentisch oder vor Ort und kannst sie im Anschluss einarbeiten. Wenn dir das nicht kreativ genug ist, versuch dich doch mal in „Stuccolustro“, das ist eine besondere Form der klassischen Wandmalerei, die oft in Kirchen zu finden ist. Kein Wunder, schließlich traten Stuckateure in der Vergangenheit vor allem als wichtige Künstler und Gestalter von Kirchen auf.
Wie läuft die Ausbildung zum Stuckateur ab?
Die Ausbildung zum Stuckateur dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Sie wird im dualen Ausbildungssystem angeboten, das bedeutet, dass du abwechselnd zur Schule gehst und im Betrieb Praxiserfahrung sammelst. Hier lernst du, dass es für die Arbeit an Gebäuden wichtig ist, möglichst schwindelfrei zu sein und Geduld mitzubringen. Du wirst sehen, dass du mit vielen verschiedenen Stoffen und Materialen in Berührung kommst. Vergewissere dich, dass du nicht empfindlich oder allergisch auf Staub und bestimmte chemische Stoffe reagierst.
Ausgebildet wird in verschiedenen Branchen. Ganz klassisch erfolgt die Ausbildung zum Stuckateur in einem Stuckateurbetrieb im Handwerk. Es ist aber genauso gut möglich, den Beruf in Wohnungsbaufirmen, Industriebaufirmen oder Ausbaufachfirmen zu erlernen.
Das traditionelle Handwerk des Stuckateurs ist wieder voll im Trend und somit ein Beruf mit Zukunft! Wenn du bereit bist, Verantwortung bei der Restaurierung alter Gebäude zu übernehmen und mindestens einen Hauptschulabschluss hast, steht deiner Zukunft als Stuckateur nichts mehr im Wege. Nach der Ausbildung muss auch noch nicht Schluss sein: Nach dem Meister kannst du dich zum Restaurator fortbilden. Oder gründe doch gleich deinen eigenen Betrieb.
Du möchtest später auch kaufmännische Aufgaben übernehmen? Dann ist die Ausbildung zum Ausbaumanager genau das richtige für dich.
Was macht ein Ausbaumanager?
Ein Ausbaumanager übernimmt Aufgaben in der Betriebsleitung und bildet eine Art Schnittstelle. Er übernimmt sowohl kaufmännische als auch handwerkliche Aufgaben – der Arbeitsalltag ist also sehr abwechslungsreich. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Kundenberatung sowie die Organisation von Bauarbeiten. Als Ausbaumanager bzw. Ausbaumanagerin sitzt du aber nicht nur im Büro und übernimmst organisatorische Aufgaben, sondern du führst Stuckarbeiten teilweise auch noch selbst durch. Auch die Qualitätssicherung und die Bauabnahme gehören zu den Aufgaben von Ausbaumanagern. Kurz gesagt: Mit der Ausbildung zum Ausbaumanager bist du bestens gerüstet für eine erfolgreiche Karriere in einem Stuckateur-Betrieb.
Wie läuft die Ausbildung zur Ausbaumanagerin ab?
Die Ausbildung zum Ausbaumanager bzw. zur Ausbaumanagerin beschert dir gleich mehrere Abschlüsse, denn es ist eine sogenannte doppelt qualifizierende Ausbildung. Du absolvierst die klassische Ausbildung zum Stuckateur und machst zusätzlich deinen Abschluss als Ausbaumanager. Außerdem legst du noch die Meisterprüfung als Stuckateurmeister ab. Die Ausbildung dauert insgesamt dreieinhalb Jahre und du brauchst mindestens die Hochschulreife. Das ist ein wichtiger Unterschied zur klassischen Stuckateur-Ausbildung – da reicht nämlich ein Hauptschulabschluss. Auch die Anforderungen fallen etwas anders aus. Durch den kaufmännischen Schwerpunkt brauchst du für die Ausbildung unter anderem eine gute kaufmännische Denkweise. Da spielen dann Schulfächer wie Wirtschaft oder Recht eine wichtige Rolle.
- du technisches und handwerkliches Verständnis hast.
- du Spaß daran hast, Wände mit Ornamenten zu gestalten und historische Gebäude zu restaurieren.
- du im Job gerne aktiv bist und Fingerspitzengefühl zeigen kannst.
- du sehr ungeduldig bist.
- du eine Stauballergie hast.
- du Höhenangst hast.
- Zeichnungen lesen und eigene Aufmaßskizzen anfertigen.
- vor Ort Stuckprofile ziehen und Säulen drehen.
- Baustellen einrichten, sichern und wieder räumen.
- Putz- und Stuckschäden beurteilen und einschätzen welche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung einzuleiten sind.
- erhaltenswerte Bausubstanz erkennen.
- Art und Umfang von Instandsetzungsarbeiten abschätzen und die erbrachten Leistungen berechnen.
Gehalt
Die Ausbildungsvergütung des Stuckateurs ist in der Regel tariflich geregelt. Wenn dein Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist, kann sich dein Ausbildungsgehalt als Stuckateur auf jeden Fall sehen lassen.
Was verdient ein Stuckateur während der Ausbildung?
Dein Verdienst als Stuckateur im ersten Ausbildungsjahr liegt zwischen 880 und 935 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr der Ausbildung steigt dein Stuckateur-Gehalt auf 1.095 bis 1.230 Euro an. In deinem letzten Ausbildungsjahr arbeitest du bereits relativ selbstständig und hast so viele Erfahrungen gesammelt, dass dein Bruttogehalt noch einmal erhöht wird. Du verdienst dann zwischen 1.305 Euro und 1.495 Euro brutto im Monat.
Die Gehaltszahlen sind im Tarifvertrag des Baugewerbes geregelt. Dieser Tarifvertrag gilt auch für andere Berufe der Baubranche. Aber Achtung: Nicht jedes Unternehmen ist an den Tarifvertrag gebunden. Es kann also auch sein, dass dein Azubi-Gehalt etwas anders ausfällt. In jedem Fall bekommst du mindestens den Mindestlohn.
Einstiegsgehalt Stuckateur: Wie ist das Gehalt nach der Ausbildung?
Als ausgelernter Stuckateur ist dein Verdienst natürlich höher. Als Einstiegsgehalt kannst du mit rund 2.600 Euro brutto im Monat rechnen. Der Beruf des Stuckateurs gehört demnach zu einem der besser bezahlten Handwerksberufe. Außerdem hängt dein Gehalt als Stuckateur davon ab, in welchem Teil Deutschlands du lebst und arbeitest. Die Vergütungen sind im Westen wesentlich höher, da sich der Lohn an den Lebenskosten des jeweiligen Bundeslandes orientiert. Je nach dem an welchem Projekt du gerade arbeitest, kann es gut sein, dass du auch am Wochenende arbeiten musst. Hier musst du als Stuckateur beim Gehalt keine Abstriche machen. Der Stundensatz wird auf deinen normalen Lohn draufgerechnet.
Was kann ich als Stuckateur nach der Ausbildung verdienen?
Wie es auch in anderen Branchen üblich ist, steigt als Stuckateur dein Gehalt, je mehr Erfahrungen du im Beruf sammeln konntest. Zudem gibt es für Stuckateure viele Weiterbildungsmöglichkeiten mit denen du zusätzlich dein Konto aufstocken kannst. Manchmal bietet auch der Betrieb in dem du tätig bist Zusatzqualifikationen an. Wenn du diese wahrnimmst, hat das natürlich einen positiven Effekt auf die dir zugeteilten Aufgaben und auch auf deinen Verdienst. Als Meister kannst du je nach Wohnort bis zu 4.000 Euro brutto verdienen. Der Beruf ist also die perfekte Kombination aus Leidenschaft und gutem Gehalt.
Nach dem erworbenen Meistertitel muss noch lange nicht Schluss sein: Das Ende ist als Stuckateur mit diesem Gehalt noch nicht in Sicht. Nachdem du deine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hast, kannst du dich an Fachschulen weiterbilden, deinen eigenen Betrieb eröffnen oder sogar ein Studium an einer Fachhochschule absolvieren. Wie du siehst, gibt es viele Wege wie du als Stuckateur ein hohes Gehalt bekommen kannst.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?
Ausbildung zum Stuckateur
Am Ende deiner Ausbildung legst du die Gesellenprüfung ab und darfst dich offiziell Stuckateur nennen.
Ausbildung zum Ausbaumanager
Alternativ zur Stuckateur-Ausbildung kannst du auch eine Ausbildung zum Ausbaumanager bzw. zur Ausbaumanagerin machen. Da bekommst du dann gleich mehrere Abschlüsse: einmal den normalen Abschluss als Stuckateur, den Abschluss als Ausbaumanager und dazu noch den Abschluss als Stuckateurmeister. Die Fachkenntnisse, die du dir in der Ausbildung aneignest, qualifizieren dich für viele Bereiche, die über das Tätigkeitsgebiet eines klassischen Stuckateurs hinausgehen.
Weiterbildung
Als Stuckateur gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Als Werkpolier bist du beispielsweise für Arbeitsgruppen in Baufirmen verantwortlich. Als Techniker kümmerst du dich um Planung und Entwürfe.
Besuch einer Fachschule
Durch den Besuch einer Fachschule können weiterführende Berufe erlernt werden. Du kannst als Gestalter im Handwerk, als Industriebetriebswirt in der Bautechnik oder als Restaurator im Denkmalschutz arbeiten.
Stuckateurmeister
Im Anschluss an deine Ausbildung kannst du dich weiterbilden und die Meisterprüfung ablegen, um dich später selbstständig zu machen oder andere auszubilden.
Studium
Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich. Hier kannst du einen Abschluss in der Fachrichtung Diplom-Ingenieur in Bauingenieurwesen, Architektur oder Innenarchitektur absolvieren.
Selbstständigkeit
Mit ausreichend Berufserfahrung und dem Meistertitel kannst du deinen eigenen Betrieb gründen und die Rolle des Arbeitgebers übernehmen.
- es das deutsche Nationalteam der Stuckateure gibt?
- der Verdienst während der Ausbildung unter den Handwerksberufen einer der höchsten ist?
- regelmäßige berufliche Europa- und Weltmeisterschaften stattfinden?
- deutsche Berufseinsteiger zwischen 16 und 19 Jahren mit der französischen Gesellenvereinigung "Compagnons du Devoir" eine Ausbildung zum Stuckateur/ zur Stuckateurin in Frankreich absolvieren können, die auch in Deutschland anerkannt ist?
- das Wort „Stuck“ die plastische Ausformung von Gips oder Mörtel auf verputzten Flächen bezeichnet?
Bewerbung
Der Countdown hat begonnen – die Schulzeit ist schon bald zu Ende? Dann machst du alles richtig, wenn du dich bereits um einen Ausbildungsberuf umschaust. Bis du aber den Ausbildungsvertrag unterschreiben kannst und deine Arbeitgeber mit erstklassiger Arbeit zufriedenstellen kannst, musst du eine fehlerfreie Bewerbung zum Stuckateur einreichen. Ihr habt das schon einmal in der Schule gemacht, aber an alles erinnerst du dich nicht mehr? Kein Problem! Wir helfen dir noch einmal auf die Sprünge.
Das Wichtigste zuerst: eine vollständige Bewerbung zum Stuckateur besteht mindestens aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf mit Passfoto und einer Kopie von deinem letzten Schulzeugnis. Viele schreiben ungern am Anschreiben, aber mit den richtigen Tricks ist es leichter als gedacht. Wichtig ist, dass du dir vorher noch einmal in Ruhe überlegst, warum du Stuckateur werden willst. Magst du handwerkliche Arbeit? Du hast schon einmal ein Praktikum dort gemacht? Du arbeitest geschickt mit den Händen und die Arbeit am Computer wäre nicht den ganzen Tag etwas für dich? Du hast Spaß daran, an Häusern mitzuarbeiten und alte Räume und Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen? All so etwas ist perfekt geeignet für dein Anschreiben. Sicherlich fallen dir noch mehr Sachen ein – ab damit ins Anschreiben.
Wenn du Wände ausbesserst, dann sollte die Oberfläche später glatt sein. Jede Unebenheit und jeder Fehler stören das Gesamtbild. Genauso ist es auch bei deiner Bewerbung zum Stuckateur. Wenn du also alles fertig geschrieben hast, dann solltest du noch einmal ganz in Ruhe Satz für Satz lesen und auf Fehler achten. Es ist auch immer gut, wenn jemand anderes mitliest. Vier Augen sehr mehr als zwei. Ausführlichere Tipps und Regeln für die Bewerbungen findest du hier. Am besten ihr macht euch eine Checkliste und arbeitet die Schritt für Schritt ab. Wenn alles stimmt, unterschreibst du und ab damit in den Briefkasten.
Deine schriftliche Bewerbung zum Stuckateur scheint deinem Arbeitgeber gefallen zu haben, wenn du zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wirst. Dazu gratulieren wir dir schon einmal herzlich. Jetzt bist du schon auf der Zielgeraden, hier also die Tipps für den Endspurt: Mach dich etwas schicker. Du arbeitest zwar nachher im Blaumann, aber für das Gespräch solltest du einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das zeigt, dass du deine Ausbildung ernst nimmst. Schnapp dir also geputzte Schuhe, eine ordentliche Hose und ein gebügeltes schlichtes Hemd oder eine Bluse. Sei freundlich und sympathisch, dann hast du schon fast gewonnen. Es ist auch immer gut, wenn du dir eigene Fragen überlegst, die du vor deiner Ausbildung noch hast und die dir bei deiner Bewerbung zum Stuckateur in den Kopf gekommen sind. Wir drücken dir auf alle Fälle die Daumen!
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