Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Produktionstechnologe/-technologin

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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Was wären Fabriken ohne Maschinen und Anlagen? Kaum vorstellbar, man müsste jedes Produkt ohne technische Unterstützung herstellen. Doch bevor die Produktionsmaschinen ihren Dienst beginnen dürfen, müssen sie entwickelt, geprüft und in Betrieb genommen werden. Genau hier fängt die Arbeit eines Produktionstechnologen an. Sie endet, wenn die Maschinen zuverlässig ihre Aufgabe erledigen und die Endprodukte, also z.B. Autos, Computer oder Kleidungsstücke pünktlich hergestellt werden. Während der Ausbildung zum Produktionstechnologen wirst du also zum Experten, wenn es um die Inbetriebnahme von Produktionsanlagen geht.
Freie duale Studienplätze in deiner Nähe
Ausbildung Produktionstechnologe/-technologin (m/w/d)
bei Godelmann GmbH & Co. KG
Ausbildung zum Produktionstechnologen (m/w/d)
bei RAFI GmbH & Co. KG

Was mache ich als Produktionstechnologe?
Tagtäglich werden neue Produkte entwickelt. Das können beispielsweise Automodelle sein. Doch damit das Auto auch produziert werden kann, müssen die Maschinen angepasst oder auch neu geschaffen werden. Und genau hier kommst du als Produktionstechnologe ins Spiel. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem neuen Automodell. Wenn in der Produktionshalle der Herstellungsprozess beginnt, läuft am Anfang bestimmt nicht alles glatt. Die Maschinen müssen erst noch an die neue Aufgabe angepasst werden. Oder es werden sogar völlig neue Produktionsanlagen in Betrieb genommen. Dein Job endet also erst dann, wenn die Automodelle zuverlässig vom Fließband laufen und termingenau im Autohaus ankommen.
Während deiner Ausbildung zum Produktionstechnologen lernst du Schritt für Schritt, wie Produktionsanlagen funktionieren, aber auch wie sie programmiert, eingestellt und repariert werden. Natürlich werden Produktionsprozesse nicht nur in der Theorie geplant und dann nach dem Motto „wird schon klappen“ durchgeführt. Sie werden erst simuliert, bevor sie sich im „echten Leben“ beweisen müssen. Wie diese Simulationen durchgeführt werden, erfährst du daher ebenfalls während deiner Ausbildung.
Deine Ausbildung findet nicht nur in einem Betrieb, sondern auch in einer Berufsschule statt. Von den vertrauten Unterrichtsfächern musst du dich verabschieden, denn der Unterricht erfolgt nicht in einzelnen Fächern, sondern in 13 verschiedenen Lernfeldern. Anstatt Mathe, Deutsch und Englisch heißt es also unter anderem „Analysieren von Funktionszusammenhängen in produktionstechnischen Anlagen“, „Herstellen mechanischer Komponenten im Produktionsprozess“ und „Organisieren von Logistikprozessen“. Die Lernfelder sind natürlich so aufgebaut, dass sich der Schwierigkeitsgrad nach und nach steigert.
Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?
Um die Ausbildung als Produktionstechnologe machen zu dürfen, benötigst du mindestens einen guten mittleren Abschluss oder das Abitur. Mitbringen solltest du vor allem sehr gutes technisches Verständnis aber auch viel Organisationsgeschick. Die Ausbildung dauert drei Jahre, danach wirst du in Produktionshallen, aber auch in Laboren und Büros arbeiten. Lärm und Staub sollte dir also nichts ausmachen. Auch wenn vor allem dein Köpfchen zählt, wirst du ganz ohne Kraft nicht auskommen. Nicht vergessen solltest du, dass in Produktionshallen immer auch ein gewisses Risiko besteht. Auf dich muss daher zu 100% Verlass sein. Ohne Sicherheitskleidung geht es dennoch nicht.
Nach deiner Ausbildung zum Produktionstechnologen kannst du dich in nahezu jedem Unternehmen bewerben, das für maschinelle Produktionen zuständig ist – egal ob es Klamotten, Lebensmittel oder eben Autos herstellt. Dort wo es eine Maschinenhalle gibt, wirst du benötigt. Mit deinem Abschluss hast du übrigens die Möglichkeit, an fachlichen Weiterbildungen teilzunehmen. So kannst du es in deinem Beruf sehr weit bringen.
- du sehr gutes technisches Verständnis hast.
- es dir Spaß bereitet, bei der Arbeit mit den Händen anzupacken.
- Lärm dir nichts ausmacht.
- du dir nicht vorstellen kannst, in Produktionshallen zu arbeiten.
- Schichtdienst für dich nicht infrage kommt.
- du Reparaturen lieber von anderen erledigen lässt.
- Produktionsanalagen auf die Inbetriebnahme vorbereiten.
- Anlaufschwierigkeiten von Produktionsanlagen überprüfen und Fehler beheben.
- Produktionsanlagen Programmieren.
- Verbesserungspotentiale bei technischen Anlagen erkennen.
- Qualitätsabweichungen beheben.
- Fehleranalysen durchführen.
Gehalt
Wieviel verdiene ich als Produktionstechnologin während der Ausbildung?
Während der Ausbildung zur Produktionstechnologin bekommst du im ersten Ausbildungsjahr zwischen 1.030 und 1.154 Euro brutto im Monat. Das steigert sich auf 1.080 bis 1.190 Euro im zweiten Jahr. Im dritten Ausbildungsjahr kannst du mit einem Gehalt zwischen 1.160 und 1.260 Euro brutto rechnen.
Diese Gehaltsangaben richten sich nach Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie. Wenn du die Ausbildung in schulischer Form absolvierst, erhälst du keine Ausbildungsvergütung.
Wie viel verdiene ich als Produktionstechnologin nach der Ausbildung?
Nach deiner Ausbildung erhälst du mindestens 2.100 Euro brutto als Einstiegsgehalt. Mit etwas Berufserfahrung erhöht sich dein Gehalt ordentlich: Eine tarifliche Bruttovergütung zwischen 3.200 und 3.500 Euro im Monat ist dann sehr realistisch!
Ingenieure der Produktionstechnik können Gehälter von deutlich über 4.000 Euro bekommen. Damit du auf ein ähnliches Gehaltsniveau kommst, darfst du dich allerdings nicht auf die faule Haut legen, sondern solltest fleißig an Weiterbildungen teilnehmen. Der nächste Schritt wäre beispielsweise die Weiterqualifizierung zum Prozess- oder Applikationsexperten. Danach folgt die Weiterbildung zum Prozessmanager. Hast du beide Weiterbildungen erfolgreich bestanden, kannst auch du mit einem Gehalt um die 4.000 Euro brutto im Monat rechnen.
Karriere
Ausbildung zum Produktionstechnologen
Hast du deine Ausbildung erfolgreich bestanden, darfst du dich ganz offiziell Produktionstechnologe nennen. Nun kannst du die Karriereleiter Schritt für Schritt weiter hinaufklettern.
Qualifizierung zum Prozess- oder Applikationsexperten
Der erste Karriereschritt ist die Weiterbildung zum Prozess- oder Applikationsexperten. Diese kannst du parallel zum Beruf absolvieren. Hast du die Weiterbildung bestanden, warten besonders Kundennahe Aufgaben auf dich. Zudem darfst du nun den nächsten Schritt angehen – die Weiterbildung zum geprüften Prozessmanager.
Geprüfter Prozessmanager Produktionstechnologie
Hast du die Qualifizierung zum Prozess- oder Applikationsexperten erfolgreich bestanden, darfst du an der Weiterbildung zum Prozessmanager Produktionstechnologie teilnehmen. Wie der Name schon vermuten lässt, bist du als Prozessmanager in der Produktionsplanung umfassend eingespannt und nimmst eine leitende Funktion ein.
Studium Produktionstechnik
Produktionstechnik ist erst seit 2009 ein Ausbildungsberuf. Zuvor musste ein Studium in Angriff genommen werden, um in diesem Bereich zu arbeiten. Ein Studium kann also auch für dich eine geeignete Option sein. Du schließt es mit einem Ingenieurstitel ab.
- bereits im späten 15. Jahrhundert im Arsenale Novissimo in Venedig Schiffe fließbandartig gefertigt wurden?
- sich die älteste, noch im Betrieb befindende Maschine der Welt in Deutschland finden lässt? Im Nymphenburger Schlosspark sorgt eine Brunnenpumpe täglich für tolle Wasserspiele – und das seit 210 Jahren.
- Kraftmaschinen auch als Motor bezeichnet werden können?
- die erste Fabrik in Deutschland und gleichzeitig in Europa, in der mit Maschinen gearbeitet wurde, eine Spinnerei war? Sie stand in Ratingen, heute befinden sich auf dem Gelände unter anderem ein Museum und ein Standesamt.
- der Beruf des Produktionstechnologen erst seit 2009 als Ausbildung angeboten wird? Zuvor musste er durch ein Studium erlernt werden.
Bewerbung
Worauf sollte ich in meiner Bewerbung achten?
Du liebst es, wenn Maschinen ihre Arbeit richtig machen, und hast selbst schon hin und wieder angepackt, um ein technisches Gerät zu reparieren? Wenn du an so etwas Spaß hast und gerne einen Beruf daraus machen würdest, solltest du eine Bewerbung als Produktionstechnologe verfassen. Damit du auch wirklich später große Maschinen entwickeln, einstellen und reparieren kannst, haben wir ein paar Hinweise für deine Bewerbung.
Finden sich Fehler in so wichtigen Unterlagen wie deiner Ausbildungsbewerbung als Produktionstechnologin, fragen sich die Ausbilder, wie ernst es dir eigentlich damit ist. Nutze daher die Rechtschreibprüfung deines Schreibprogramms und bitte Freunde und Verwandte, deine Schriftstücke noch einmal auf Fehler zu untersuchen. Dann stellst du aus dem Anschreiben, dem Lebenslauf mit Bild und den Kopien deiner Zeugnisse die Bewerbung zusammen.
Tipps für einen gelungenen Lebenslauf kannst du hier finden. Lass dafür auch ein professionelles Bewerbungsbild beim Fotografen anfertigen. Der Ausbilder wird nachsehen, welche Hobbys du in der Bewerbung als Produktionstechnologe angibst, und hier kannst du direkt punkten: Schraubst du tatsächlich gern an technischen Geräten herum, solltest du das hier angeben, da es zeigt, dass du dich rasch mit der Arbeit anfreunden wirst. Zeichnest du gern, wirst du mit den Entwürfen später wenig Probleme haben. Sportarten machen sich ebenfalls gut in der Ausbildungsbewerbung als Produktionstechnologin, weil du ein gewisses Maß an körperlicher Fitness mitbringen musst. Bist du in Mannschaften oder Vereinen tätig, deutet das darauf hin, dass du gut im Team mit anderen Menschen zusammenarbeiten kannst.
Das Anschreiben für deine Bewerbung als Produktionstechnologe enthält auf kleinen Raum viele wichtige Informationen. Der Ausbilder erfährt deinen Namen und deine Kontaktdaten, sieht, wann du die Schule beenden wirst und wie gut dein Notenschnitt aktuell ist. Bist du übrigens in Mathematik, Technik oder Werken und Physik besser als in anderen Fächern, gib diese Noten hier noch einmal gesondert an. Warum möchtest du in gerade diesem Unternehmen ausgebildet werden? Erkläre dich kurz unter Angabe von Gründen: Hat es gute Presse, interessierst du dich für die Branche, ist es der Marktführer? Dann machst du klar, dass du dich ideal für die Ausbildung eignest, indem du alles anführst, was für deine Bewerbung als Produktionstechnologin spricht: Berichte von Praktika in dieser Branche, von deiner Vorliebe für Maschinen und Technik und von deinen passenden Hobbys. Unterschreibe, nachdem du mit freundlichen Grüßen geschlossen hast, das Anschreiben von Hand.
Im Job später wirst du sehr oft Schutzkleidung tragen müssen, daher ist es nicht nötig, dass du zum Bewerbungsgespräch einen Anzug oder ein Kostüm anziehst. Sauber, frisch und gebügelt sollten deine Sachen aber schon sein. Du kannst eine ordentliche Jeans oder Stoffhose mit einem Hemd, einer Bluse oder einem Pullover anziehen. Achte auf festes, geschlossenes Schuhwerk, das bequem für dich ist – zieh aber keine Turnschuhe an! Hast du lange Haare, mach dir einen sorgfältigen Zopf, damit sie dir beim Bewegen nicht im Gesicht hängen – das dürften sie bei der Arbeit ja auch nicht. Kommst du pünktlich und bist freundlich, spricht nichts gegen den Erfolg deiner Bewerbung als Produktionstechnologe.
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