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Präzisionswerkzeugmechaniker/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker/in
Grafik: Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer3,5 Jahre
ArbeitszeitSchichtdienst (möglich)

Ob chirurgisches Skalpell, hochpräzise Fräser oder Industriemesser – Präzisionswerkzeugmechaniker sorgen dafür, dass Schneidwerkzeuge nicht nur perfekt funktionieren, sondern auch höchsten Qualitätsansprüchen genügen. 

Mit handwerklichem Geschick, technologischem Know-how und einem Blick für Details stellst du Messer, Klingen, Bohrer und Fräser her und sorgst dafür, dass diese exakt geschliffen und einsatzbereit sind. Klingt nach deinem Traumjob? Dann findest du hier alle wichtigen Infos zur Präzisionswerkzeugmechaniker-Ausbildung!

Was macht ein Präzisionswerkzeugmechaniker?

Als Präzisionswerkzeugmechaniker (früher: Schneidwerkzeugmechaniker oder Messerschmied) bist du Experte für Schneidwerkzeuge aller Art. Dein Arbeitsfeld umfasst sowohl die Fertigung neuer Werkzeuge als auch die Wartung und Reparatur bereits vorhandener Schneidgeräte. Dabei arbeitest du mit hochmodernen Maschinen, aber auch mit traditionellen Techniken wie dem Schmieden.

Deine Aufgaben als Präzisionswerkzeugmechaniker/in

  • Herstellung und Bearbeitung von Schneidwerkzeugen für unterschiedliche Einsatzbereiche
  • Schleifen, Polieren und Beschichten von Klingen und Werkzeugen
  • Programmieren und Einrichten von CNC-gesteuerten Schleifmaschinen
  • Prüfung und Qualitätskontrolle der gefertigten Werkzeuge
  • Wartung und Instandhaltung von Schneidwerkzeugen und Produktionsmaschinen
  • Arbeit mit Materialien wie Stahl, Hartmetall oder Keramik
  • Entwicklung und Optimierung neuer Schneid- und Zerspanwerkzeuge

Ablauf der Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Du lernst in modern ausgestatteten Werkstätten und Maschinenhallen, wo du dein handwerkliches Geschick sowie dein technisches Wissen stetig erweiterst.

Fachrichtungen der Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker

Seit der Ausbildungsreform 2018 gibt es zwei Fachrichtungen:

FachrichtungBeschreibung
SchneidwerkzeugeHerstellung und Wartung von Messern, Skalpellen, Scheren und anderen Schneidewerkzeugen
ZerspanwerkzeugeFertigung von hochpräzisen Fräsern, Bohrern und Drehwerkzeugen für die industrielle Fertigung

Ausbildungsinhalte (Beispiel – kann sich in der Praxis unterscheiden)

  1. Jahr: Grundlagen der Metallbearbeitung, Werkstoffkunde, manuelle und maschinelle Fertigung
  2. Jahr: Einführung in CNC-Technik, Schleifverfahren, Qualitätsprüfung, erste eigene Werkzeuge fertigen
  3. Jahr: Komplexe Schneidwerkzeuge fertigen, CNC-Programmierung vertiefen, Wartung und Reparatur
  4. Jahr: Spezialtechniken, Abschlussprüfung, Vorbereitung auf den Berufseinstieg

Weiterbildung & Karrierechancen als Präzisionswerkzeugmechaniker

Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene Karrierewege offen:

KarrierewegBeschreibung
Meisterprüfung (Präzisionswerkzeugmechaniker-Meister)Befähigt zur Betriebsleitung oder Selbstständigkeit
Techniker für Maschinentechnik oder FertigungstechnikFührt zu höheren Positionen und besseren Gehältern
Studium (z. B. Maschinenbau, Produktionstechnik)Möglich mit (Fach-)Abitur oder beruflicher Qualifikation
Messerschmied-Ausbildung & SelbstständigkeitSpezialisierung auf handgefertigte Messer für Küche, Jagd und Sammler

Besondere Weiterbildung: Ausbildung zum Messerschmied

 Falls du dich speziell für das Schmieden von Messern interessierst, kannst du nach deiner Ausbildung zusätzliche Lehrgänge in der Messerschmiedetechnik belegen. Dort lernst du:

✔ Traditionelle Schmiedetechniken 
✔ Materialkunde und Härteverfahren 
✔ Herstellung hochwertiger Messer für verschiedene Einsatzgebiete 
✔ Gestaltung und Design von individuellen Messern

Präzisionswerkzeugmechaniker Gehalt: Das verdienst du in der Ausbildung

AusbildungsjahrGehalt (brutto/Monat)
1. Jahr724 bis ca. 1250 €
2. Jahr854 bis ca. 1.300 €
3. Jahr977 bis ca. 1.400 €
4. Jahr1.014 bis ca. 1.500 €

Fachrichtungen der Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker

Seit der Ausbildungsreform 2018 gibt es zwei Fachrichtungen:

Gehalt nach der Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker

Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 2.400 und 3.000 € brutto/Monat. In großen Industrieunternehmen kann es die 3.000 Euro sogar übersteigen.

Mit Erfahrung oder einer Weiterbildung kannst du bis zu 4.500 € brutto/Monat verdienen, insbesondere in spezialisierten Betrieben oder in tarifgebundenen Unternehmen.

Einflussfaktoren auf dein Gehalt:

  • Unternehmensgröße
  • Bundesland
  • Tarifverträge
  • Berufserfahrung
  • Zusatzqualifikationen

Gut zu wissen: Nach Tarifverträgen steigen die Löhne mit zunehmender Berufserfahrung automatisch an! Zudem gibt es je nach Branche Zuschläge für Schichtarbeit oder Sonderzulagen.

Bewerbung um eine Ausbildung als Präzisionswerkzeugmechaniker

Du willst dich auf einen Ausbildungsplatz zum Präzisionswerkzeugmechaniker bewerben? Dann haben wir hier ein paar Tipps für deine Bewerbung:

  • Anschreiben: Zeige dein Interesse an Technik und handwerklicher Arbeit. Praktische Erfahrungen durch Praktika oder Hobbys sind ein Plus.
  • Lebenslauf: Liste deine schulische Laufbahn, praktische Erfahrungen und Fähigkeiten (z. B. technisches Verständnis, handwerkliche Fertigkeiten) auf.
  • Zeugnisse & Zertifikate: Falls du bereits Praktika oder technische Kurse absolviert hast, lege Nachweise bei.

Brauchst du weitere Infos für deine Bewerbung? Dann wirf mal einen Blick in unseren umfassenden Bewerbungsratgeber – dort findest du die Antworten auf all deine Fragen.

Du solltest Präzisionswerkzeugmechaniker/in werden, wenn …
  1. du ein ruhiges Händchen und handwerkliches Geschick besitzt.
  2. Maschinen und Technik dich interessieren.
  3. du immer sorgfältig bist.
Du solltest auf keinen Fall Präzisionswerkzeugmechaniker/in werden, wenn …
  1. du auf keinen Fall im Schichtdienst arbeiten möchtest.
  2. Geschicklichkeit noch nie zu deinen Talenten zählte.
  3. du nicht im Stehen arbeiten kannst.
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