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Kraftwerker/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Kraftwerker/in
Grafik: Ausbildung Kraftwerker/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartWeiterbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer1,5 Jahre
ArbeitszeitWerktags, Schichtdienst

Allgemeine Infos

„Mehr ist immer besser“ – und das gilt auch im Berufsleben. Wer etwas erreichen möchte, die Karriereleiter hoch hinauf will und sein Gehalt aufbessern möchte, der sollte immer versuchen, sich ständig weiterzubilden und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mit der Ausbildung zum Kraftwerker nimmst du an genauso einer Weiterbildung teil. Du hast bereits eine abgeschlossene Ausbildung aus den Bereichen Metall oder Elektro und kannst zudem Berufserfahrung nachweisen? Dann steht deiner Ausbildung zum Kraftwerker nichts mehr im Wege. Bei uns erfährst du, was du als Kraftwerker Neues dazu lernst, wie die Weiterbildung aufgebaut ist und welche Voraussetzungen du erfüllen musst.

Bild aus dem Text zu Kraftwerker/in

Was macht ein Kraftwerker?

Damit es in deiner Stadt auch nachts nicht dunkel bleibt, müssen die Kraftwerke ständig überwacht und bedient werden. Egal ob Haupt-, Hilfs- oder Nebenanlagen, als Kraftwerker bist du ständig vor Ort und nimmst die großen Anlagen in sowie außer Betrieb. Dies machst du zum einen natürlich unter Berücksichtigung von betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sowie der Bedienungsvorschriften, aber auch anhand von Umweltauflagen und rechtlichen Bestimmungen. Da es viele verschiedene Kraftwerke gibt, kannst du auch an vielen verschiedenen Anlagen tätig sein. Dazu zählen beispielsweise Generatoren und Dampf- oder Turbinenmaschinen sowie Hilfsaggregate und Luft- und Kühlwasseranlagen. Kraftwerke werden ganz unterschiedlich eingesetzt und erfordern daher ganz unterschiedliches fundiertes Fachwissen. Dieses Fachwissen bekommst du in deiner Ausbildung zum Kraftwerker Schritt für Schritt beigebracht.

Das ist aber noch lange nicht alles. Nicht immer funktionieren Kraftwerke wie gewünscht. Aus diesem Grund gehört es als Kraftwerker auch zu deinen Aufgaben, Beobachtungen, Messungen und Prüfungen durchzuführen. Das heißt, du erstellst Protokolle und wertest deine Ergebnisse auch selbstständig aus. Solltest du eine Störung feststellen, fällt es ebenso in deinen Aufgabenbereich, die Ursache zu ermitteln und diese Störung schnellstmöglich zu beheben. Natürlich gibt es für den Fall der Fälle auch immer sogenannte Notstromaggregate, aber auch die möchten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Wie du siehst, hast du ständig alle Hände voll zu tun. Wie dir wahrscheinlich auch bewusst sein sollte, arbeitest du als Kraftwerke in Betrieben der Energieversorgung. Das können neben Kohle-, Wasser- oder Atomkraftwerden auch Elektrizitätswerke sein.

Wer kann die Weiterbildung zur Kraftwerkerin machen?

Du kannst die Weiterbildung zur Kraftwerkerin absolvieren, wenn du bereits eine Ausbildung in einem Metall- oder Elektroberuf erfolgreich abgeschlosse hast.

Welche Eigenschaften sollte ich für die Ausbildung als Kraftwerker mitbringen?

Da du dich in deiner Ausbildung zum Kraftwerker zwischen schweren Maschinen und auch häufig gefährlichen Bedingungen bewegst, sind Sorgfalt und Verantwortung wichtige Eigenschaften, die du mitbringen solltest.

Wie ist die Abschlussprüfung aufgebaut?

Die Prüfung für die Ausbildung zum Kraftwerker ist in zwei Teile geteilt. Der erste Prüfungsteil nennt sich „Kraftwerktechnologie“. Hier geht es um die Technik eines Kraftwerkes. Zu diesem Teil wirst du zugelassen, wenn du bereits einen Abschluss in einem Metall- oder Elektroberuf nachweisen kannst oder mindestens vier Jahre Berufserfahrung im Fahrbetrieb und der Instandhaltung eines Kraftwerkes nachweist. Der zweite Prüfungsteil ist der „Kraftwerksbetrieb“. Um zu dieser Prüfung zugelassen zu werden, musst du natürlich den ersten Teil bestanden haben, aber auch ein weiteres Jahr in dem Beruf gearbeitet haben. Themen wie Physik, Chemie und Umweltschutz stehen in Zukunft auf deinem Lehrplan. Diese sollten dich natürlich auch interessieren.

Du solltest Kraftwerker/in werden, wenn...
  1. du gerne im Freien arbeiten möchtest.
  2. große Maschinen dir keine Angst einjagen.
  3. du bereits eine Ausbildung in diesem Bereich nachweisen kannst.
Du solltest auf keinen Fall Kraftwerker/in werden, wenn...
  1. ein schnuckeliges Büro eher deinen Vorstellungen eines Arbeitsalltags entsprechen.
  2. Technik und du schon immer getrennte Wege gehen.
  3. du absolut keine ruhige Hand hast.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Messwerte von Kraftwerken interpretieren und ihre Bedeutung einschätzen.
  • Messprotokolle durchführen.
  • bei problematischen Betriebszuständen von Kraftwerken geeignete Maßnahmen einleiten.
  • Wartungsarbeiten und Reparaturen an Kraftwerken vornehmen.
  • Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung so gut wie auswendig.

Gehalt

Zwar ist Geld nicht alles im Leben, wie man immer wieder gesagt bekommt, jedoch macht es viele Dinge auf jeden Fall einfacher. Bereits während deiner Ausbildung hast du schon Geld verdient, auf welches du natürlich nicht verzichten möchtest. Mit der Ausbildung zum Kraftwerker steigst du auf der Karriereleiter ein paar Sprossen weiter oben ein und verdienst dementsprechend auch ein höheres Gehalt als Kraftwerker. Zwar spielen viele Faktoren eine Rolle, aber über all diese wollen wir dich gerne aufklären.

Bekomme ich während der Kraftwerker-Ausbildung ein Gehalt?

Wie bereits schon angedeutet, bist du es gewohnt, am Ende des Monats mit einem Gehalt nach Hause zu gehen. Daher ist es wahrscheinlich nicht die beste Nachricht, dass du für die Weiterbildung zum Kraftwerker leider kein Geld bekommst, sondern stattdessen sogar noch welches zahlen musst. Grund dafür ist, dass es sich hier um eine schulische Ausbildung handelt. Aber hier können wir dir schon einmal vorab sagen, dass sich diese Investition auf jeden Fall lohnen wird. So fallen beispielsweise Beiträge für Prüfungen an und Kosten für Lehrmaterial. Wie hoch diese sein können, hängt ganz davon ab, wo du deine Weiterbildung machst. Im Schnitt kannst du aber mit einer Prüfungsgebühr von ungefähr 300 Euro rechnen.

Wie viel verdiene ich als Kraftwerker?

Aber hast du deine Prüfung zum Kraftwerker erst einmal abgelegt, kann es auch schon losgehen mit dem Geld verdienen. Aber wie hoch genau fällt dein Gehalt als Kraftwerker denn nun aus? Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen kommt es natürlich darauf an, in was für einem Unternehmen du arbeitest, zum anderen spielt aber auch die Branche eine große Rolle. Außerdem wird dein Verdienst als Kraftwerker durch die die Verantwortung, die du trägst und die Region, in der du arbeitest beeinflusst. So liegt das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt für Kraftwerker zwischen 2200 Euro in Baden-Würtemberg und 3800 Euro in Hessen. Diese große Kluft kommt vor allem auch durch die Berufserfahrung zustande, die du mitbringst.

Mit welchem Gehalt kann ich später rechnen?

Wer durch seinen vorherigen Ausbildungsberuf bereits mehrere Jahre mit Kraftwerken gearbeitet hat und die Risiken besser einschätzen kann, bekommt häufig eine größere Verantwortung zugewiesen, die gleichzeitig mit mehr Gehalt einhergeht. Absolute Spitzenverdiener in dem Beruf als Kraftwerker verdienen bis zu 4300 Euro brutto monatlich. Häufig handelt es sich hierbei aber um studierte oder langjährige Mitarbeiter. Als Verfahrensingenieur mit einem Bachelor in Verfahrenstechnik hast du gute Chancen, dieses Gehalt als Kraftwerker zu erreichen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Führungskraft

„Wissen ist Macht“ – und das gilt auch für den Beruf als Kraftwerker. Neue Entwicklungen in der Energieversorgungstechnik sorgen dafür, dass du dich ständig weiterbilden musst. Nimmst du aber zudem auch an Anpassungsweiterbildungen teil, wie beispielsweise über elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder auch über erneuerbare Energien, stehen die Chancen gut, dass du früher oder später bereit bist, eine Führungsposition zu übernehmen. Diese Seminare bieten dir nicht nur die Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben, sondern auch deine Führungskompetenzen weiterzuentwickeln und dein technisches Wissen zu fördern.

Studium

Um als Kraftwerker richtig hoch hinaus zu kommen, vielleicht sogar noch Ingenieur zu werden, solltest du unbedingt studieren gehen. Natürlich ist dies nur mit einer Hochschulzugangsberechtigung möglich, es gibt aber auch durchaus Ausnahmen, wenn du beispielsweise mehrere Jahre Berufserfahrung nachweisen kannst. Mögliche Studiengänge wären zum Beispiel Maschinenbau oder auch Elektrotechnik.

Wusstest du schon, dass...
  • Deutschlands ältestes Wasserkraftwerk in Schöngeising in Bayern steht? Es wurde dort 1891 erbaut.
  • auch Photovoltaikanlagen (Solarzellen) als Kraftwerke bezeichnet werden?
  • früher Energie durch menschliche oder tierische Kraft erzeugt wurde?
  • die eingesetzte Energie, die benötigt wird, um beispielsweise Strom zu erzeugen, als Primärenergie betitelt wird?
  • knapp 20 verschiedene Arten von Kraftwerken im Einsatz sind?

Bewerbung

Wie Homer Simpson den ganzen Tag vor einem roten Knopf sitzen und Donuts essen? Von wegen! Mit deiner Bewerbung um die Weiterbildung als Kraftwerker stellst du dich einer neuen beruflichen Herausforderung und kletterst die Karriereleiter nach oben. Und natürlich sind auch die Aufgaben in einem Kraftwerk viel komplexer als in der lustigen Serie. Doch bevor du Messungen vornehmen, Prozesse prüfen und alles über verschiedene Kraftwerke lernen kannst, müssen natürlich die Bewerbungsunterlagen her. Auf unserer Seite findest du dafür alle Infos: Was in deine Bewerbung als Kraftwerker hinein gehört, welche typischen Fehler leicht vermieden werden können und was besonders gut ankommt, kannst du gleich hier nachlesen.

Was sollte ich bei der Bewerbung als Kraftwerker beachten?

Schreibst du als angehender Kraftwerker deine Bewerbung, kennst du dich ja schon ein bisschen aus. Genau wie bei deiner Ausbildungsbewerbung gehören Anschreiben, Lebenslauf und deine Zeugniskopien in die Bewerbungsmappe. Informiere dich aber immer, ob noch weitere Unterlagen oder besondere Informationen gefordert werden, damit deine Bewerbungsunterlagen auf keinen Fall unvollständig sind. Die erste Seite ist aber in jedem Fall das Anschreiben. In diesem kannst du deine Motivation erklären, warum du überhaupt für die Weiterbildung zum Kraftwerker eine Bewerbung schreibst und wie du dich dafür qualifizierst. Am besten bringst du hier Beispiele für Stärken und Fähigkeiten an, die du in deinem gelernten Beruf erworben hast. So hast du nicht nur ein paar Stärken im Raum stehen, sondern kannst für diese auch immer gleich Beispiele benennen. Beschränke dich lieber auf einige Beschreibungen als ganze Listen von deinen Fähigkeiten anzufertigen, ohne sie auch belegen zu können. Schließlich hast du für dein Anschreiben deiner Bewerbung um die Weiterbildung als Kraftwerker nur eine Din A4-Seite!

Der Lebenslauf deiner Bewerbung als Kraftwerker oder Kraftwrkerin ist wie dein Facebook-Profil in seriös. Ein professionelles Bewerbungsfoto, dein schulischer und beruflicher Werdegang und sogar Fähigkeiten und Hobbys haben hier Platz. Versuche den Lebenslauf möglichst übersichtlich zu gestalten, damit man nicht lang braucht, um herauszufinden, wo was steht. Wie du das am besten hinbekommst, kannst du gleich hier nachlesen. Gib alle Informationen wie Jobs und Kenntnisse möglichst genau an, damit deine Stichwörter keine Fragezeichen hinterlassen, wenn du für die Weiterbildung als Kraftwerker deine Bewerbung bearbeitest. Check zum Schluss nochmal deine fertige Bewerbung durch. Tippfehler oder unordentlich Seiten lassen sich leicht vermeiden und sollten dir genau deshalb nicht passieren! Denn auch bei einer Bewerbung zählt der erste Eindruck, bevor man sich vom Inhalt überzeugen lässt.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

In einem guten Bewerbungs-Outfit in der Technik-Branche solltest du weder overdressed noch zu leger gekleidet sein. Ein schlichtes Hemd beziehungsweise eine hübsche Bluse, dazu eine gut sitzende Hose und geschlossene Schuhe sind beispielsweise ein einfaches Outfit, das garantiert gut ankommt.

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