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Holzbildhauer/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Holzbildhauer/in
Grafik: Ausbildung Holzbildhauer/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags, Wochenendarbeit möglich

Allgemeine Infos

Bei Spaziergängen im Wald schließt du oft die Augen und atmest ganz tief ein, um den Geruch von Holz einzuatmen. Holz riecht nicht nur gut, sondern fühlt sich auch gut an und sieht für viele Menschen toll aus. Egal ob als Möbelstück in der Wohnung oder als Dekoration: Holz schafft eine warme und gemütliche Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt. Wenn auch du eine Leidenschaft für Holz und das, was man alles aus ihm erschaffen kann, hast, dann ist eine Ausbildung als Holzbildhauer genau das Richtige für dich. Nach Kundenwunsch oder nach eigenen Ideen und Entwürfen hast du hier die Möglichkeit, deine Kreativität und den Sinn für das Schöne in die Realität umzusetzen. Gib deinen Visionen eine reale Form! Wenn du erfahren willst, was genau ein Holzbildhauer während und nach der Ausbildung so macht, solltest du jetzt auf jeden Fall weiterlesen.

Bild aus dem Text zu Holzbildhauer/in

Was lernt ein Holzbildhauer in der Ausbildung?

Die duale Ausbildung zum Holzbildhauer dauert 3 Jahre. Du gehst also zur Berufsschule, um theoretische Kenntnisse für den Beruf zu erwerben, arbeitest aber bereits in deinem Ausbildungsbetrieb und packst tatkräftig mit an. Ausbildungsstätten können beispielsweise Ateliers, Werkstätten, das Holzbildhauerhandwerk oder die Industrie sein. Während deiner Ausbildung lernst du, wie du Kunden kompetent berätst und auf ihre Wünsche eingehen kannst. Auf Kundenwunsch, fertigst du dann hölzerne Figuren, Wappen, verzierte Ornamente oder Spiegelrahmen an. Zunächst einmal zeichnest du einen Entwurf und sprichst ihn mit dem Kunden ab. Wenn er mit deiner Skizze zufrieden ist, erstellst du einen Kostenvoranschlag und berechnest, welches Holz du benutzen sollst und wieviel Material du brauchen wirst. Ist dein Kunde mit allem einverstanden, kannst du sofort loslegen.

Was macht ein Holzbildhauer?

Ein Kunde hätte gerne eine Tierfigur für seinen Garten. Du klärst die Größe ab und erkundigst dich, was für einen Gesichtsausdruck das Tier haben soll und in welcher Position es stehen soll. Anhand deiner Skizzen erschaffst du dann ein kleineres Modell aus Ton, Gips oder Holz im gleichen Maßstab. An diesem Modell orientierst du dich, während du die tatsächliche Skulptur herstellst. In deiner Werkstatt suchst du dir das passende Holz aus. Wenn die Skulptur groß werden soll, hast du deinem Kunden Eiche empfohlen. Das Holz ist sehr hart und widerstandsfähig und bietet sich daher perfekt für den Außenbereich an. Schritt für Schritt entsteht somit aus einem großen, eckigen Holzblock eine Tierskulptur. Je nachdem wie fein die Arbeiten sein sollen, benutzt du unterschiedliche Werkzeuge. Du beginnst mit grobem Sägen und Hämmern und arbeitest die Feinheiten mit Pfeilen oder kleineren Werkzeugen heraus. Einzelheiten, die du einzeln geschnitzt hast, bringst du durch Leimen oder Verschrauben an. Zuletzt glättest oder raust du die Oberfläche, wachst, beizt, lasierst oder lackierst sie.

Als Holzbildhauer lernst du jedoch nicht nur, neue Dinge zu erschaffen, sondern hast auch die Aufgabe, alte Holzobjekte oder Möbel zu reparieren und zu restaurieren. Somit ist der Beruf die perfekte Kombination aus alt und neu und ist super für dich, wenn du Traditionen und Moderne gerne miteinander kombinierst!

Du solltest Holzbildhauer/in werden, wenn...
  1. du handwerklich sehr geschickt bist.
  2. du einen Sinn für Ästhetik hast.
  3. du kreativ bist.
Du solltest auf keinen Fall Holzbildhauer/in werden, wenn...
  1. du nicht gut zeichnen kannst.
  2. du keine Lust auf körperliche Anstrengung hast.
  3. du kein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hast.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Entwürfe und Skizzen erstellen.
  • plastisch gestalten.
  • Holzoberflächen bearbeiten.
  • Reliefbildhauen.
  • Schnitzen.
  • Anlagen einrichten und bedienen.
  • Restaurierungsarbeiten durchführen.

Gehalt

Kundengespräche führen, Skizzen entwerfen, Modelle erstellen und Holz schnitzen. Was ein Holzbildhauer den ganzen Tag lang so macht, das weißt du nun. Wenn man sich selbst ein paar Münzen schnitzen könnte, wärst du auf jeden Fall innerhalb kürzester Zeit steinreich! Da die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass du damit an der Wursttheke ein paar Schnitzel bekommst, solltest du dich lieber nicht darauf verlassen. Damit du also eine Ahnung davonhast, wie das Holzbildhauergehalt während und nach der Ausbildung so aussieht, haben wir uns mal für dich schlaugemacht!

Die duale Ausbildung zum Holzbildhauer dauert drei Jahre. In den ersten zwei Lehrjahren wirst du in der Berufsschule zunächst einmal mit dem Werkstoff Holz vertraut gemacht. Du fertigst Skizzen und Zeichnungen an und liest technische Unterlagen. Außerdem lernst du, wie man Bildhauarbeiten und Schnitzarbeiten gestaltet und vorbereitet. Nicht nur der Entwurf, sondern auch die Bearbeitung und Verarbeitung von Hölzern gehört zu deinen Aufgaben. Natürlich ist es auch wichtig, dass du die richtige Handhabung und das Instandhalten von Messwerkzeugen, Handwerkzeugen und Hilfsmittel lernst, damit du dich bei den Schnitzerei und Verschraubungen nicht verletzt.

Hier vertiefst du die Kenntnisse aus den ersten beiden Lehrjahren, damit du stets mehr Sicherheit gewinnst und schon mal ganz alleine Aufträge ausführen kannst. Zu den Hauptlernthemen gehören das Fundamentieren, Versetzen und Verankern von Werkstücken sowie das Restaurieren von Bildhauarbeiten und Schnitzarbeiten. Ohne Zweifel sind Kunst, Werken und Mathe wichtige Schulfächer. Hier lernst du gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Form- und Farblehre, das Lesen von Skizzen und Plänen sowie Grundrechenarten, um Materialmengen- und preise bestimmen zu können.

Was verdient eine Hozbildhauerin in der Ausbildung?

Durch den im Januar 2020 eingeführten Mindestlohn für Auszubildende verdienst du als Holzbildhauer im ersten Ausbildungsjahr mindestens 724 Euro brutto monatlich. Im zweiten Jahr deiner Ausbildung zum Holzbildhauer bedienst und wartest du die Maschinen und führst Bildhauarbeiten an verschiedenen Materialen durch. Schließlich unterscheiden sich auch die Holzarten voneinander. Je nachdem, wie groß oder fein eine Arbeit sein soll, wählst du das Holz dafür aus. Dein Einsatz im zweiten Jahr wird mit einem Einkommen von mindestens 854 Euro belohnt. Im dritten und somit letzten Jahr deiner Ausbildung steigt dein Holzbildhauer-Gehalt nochmals auf mindestens 977 Euro brutto im Monat an. (Stand: 2026)

Wichtig: Es kann natürlich auch sein, dass deine Ausbildungsvergütung höher ausfällt. Das hängt schlussendlich von deinem Ausbildungsbetrieb ab.

Was kann ich als Holzbildhauer später verdienen?

Als Holzbildhauer verdienst du auf jeden Fall über 2.100 Euro brutto im Monat – das ist nämlich der monatliche Mindestlohn, wenn du 40 Stunden die Woche arbeitest. Dein Einstiegsgehalt kann natürlich auch höher ausfallen. Ist der Betrieb an keinen Tarifvertrag gebunden, kann das Gehalt frei verhandelt werden. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, dein Gehalt durch Fort- und Weiterbildungen zu steigern – und davon gibt es einige.

Als Holzbildhauermeister übernimmst du Fach- und Führungsaufgaben in der künstlerischen Verarbeitung von Holz zu Gegenständen, die der Ausgestaltung privater oder öffentlicher Räume und Kirchen dienen. Auch die Restaurierung alter Holzkunstwerke gehört zu deinen Aufgaben. Du verdienst bis zu 3.500 Euro im Monat! Als Restaurator im Holzbildhauerhandwerkkonservierst, restaurierst, renovierst und rekonstruierst du Kunst- und Kulturgüter aus Holz. Du verdienst immerhin bis zu 3.400 Euro. Wenn du Abitur hast, kannst du über ein Holztechnik-Studium nachdenken. Mit einem Bachelor kannst du in der Konstruktion oder Instandhaltung sowie im Kundendienst arbeiten. Außerdem kannst du dich als Berechnungsingenieur oder Serviceingenieur selbstständig machen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es für Hozbildhauer?

Ausbildung zum Holzbildhauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Du verarbeitest Skulpturen, Wappen, Dekorationsartikeln, Spielgeräten oder Ornamente. Außerdem restaurierst du Bildhauer- und Schnitzarbeiten.

Holzbildhauermeister

Die Vorbereitungen für die Meisterprüfung dauern 10 Monate bis zu 2 Jahre. Du übernimmst Fach- und Führungsaufgaben in der künstlerischen Verarbeitung von Holz zu Gegenständen, die der Ausgestaltung privater oder öffentlicher Räume und Kirchen dienen. Auch die Restaurierung alter Holzkunstwerke gehört zu deinen Aufgaben.

Restaurator im Holzbildhauerhandwerk

Die Weiterbildung umfasst bis zu 600 Stunden. Du konservierst, restaurierst, renovierst und rekonstruierst Kunst- und Kulturgüter aus Holz, etwa Statuen und Bildwerke.

Holztechnik-Studium

Das Bachelor-Studium dauert in der Regel sechs bis acht Semester. Du kannst in der Konstruktion oder Instandhaltung sowie im Kundendienst arbeiten. Außerdem kannst du dich als Berechnungsingenieur oder Serviceingenieur selbstständig machen.

Wusstest du schon, dass...
  • Ornament vom lateinischen Begriff „ornare“ kommt und „schmücken“ oder „zieren“ bedeutet?
  • Holz bereits seit der Altsteinzeit zur Energiegewinnung benutzt wurde?
  • die Blütezeiten des Holzbildhauerhandwerks das Mittelalter und die Ära des Barock und Rokoko waren?
  • der Ausbildungsberuf Holzbildhauer erstmals 1934 im Verzeichnis der Gewerbe, die handwerksmäßig betrieben werden können, aufgeführt wurde?
  • die englische Bezeichnung für den Berfuf „wood sculptor“ ist?

Bewerbung

Egal ob Möbelstücke, Deko oder Ornamente – du bist total fasziniert von Holzkunstwerken und möchtest für die Ausbildung zum Holzbildhauer eine Bewerbung schreiben. Als Holzbildhauer lernst du auf Vorlage oder anhand von Kundenwünschen aus einem Holzblock mit unterschiedlichen Werkzeugen eine einzigartige Skulptur zu fertigen, welche Holzarten welche Witterung vertragen und wie sie beschichtet werden. Doch bevor du dein handwerkliches Geschick und deinen Sinn für kunstvolle Objekte in das schöne Material stecken kannst, musst du dich natürlich an deine Bewerbung als Holzbildhauer setzen. Wir haben für dich alle Infos zum Thema Bewerbung zusammengetragen, damit dabei nichts schiefgehen kann.

Was gehört in die Bewerbung?

Wie in den meisten Ausbildungen ist bei deiner Bewerbung als Holzbildhauer eine klassische Bewerbung gefragt. Das heißt du benötigst ein Anschreiben, deinen Lebenslauf und deine Zeugniskopien. Da du dich für einen kreativen Beruf bewirbst, möchte dein Wunsch-Ausbilder auch schon einmal sehen, was du so drauf hast. Deshalb ist meistens eine Arbeitsmappe erwünscht, in welcher du Vorlagen für Motive abgibst, die nach dieser Zeichnung umgesetzt werden könnten. Für den restlichen Teil deiner Bewerbung als Holzbildhauer gilt allerdings, dass du lieber auf ein einheitliches und schlichtes Design setzt.

Das Anschreiben deiner Holzbildhauer-Bewerbung sollte etwa eine DIN A4-Seite umfassen. Ähnlich einem offiziellen Brief trägst du hier Absender, Empfänger, Datum, Betreff und Begrüßung ein, bevor du mit dem Text loslegen kannst. In diesen gehören dann deine Motivation, warum du denn gern Holzbildhauer werden möchtest, und deine Stärken, die du für die Ausbildung mitbringst. So solltest du neben einem guten Auge für Ästhetik auch körperlich belastbar sein, denn die Arbeit an einem großen Holzblock kann auch ganz schön anstrengend sein. Da du oftmals die Zeichnungen in 3D -Objekte umsetzten musst, sind ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie handwerkliches Geschick ebenfalls vom Vorteil und kommen gut in deiner Bewerbung als Holzbildhauer an.

Als nächstes erstellst du deinen Lebenslauf. Wenn du zur Schule gehst, schreibst du hier vielleicht noch keine Romane, aber dennoch ist er ein wichtiger Bestandteil deiner Bewerbungsmappe. Chronologisch trägst du hier alle Stationen deiner schulischen Bildung und praktischen Erfahrung ein. Hobbys, Interessen und besondere Kenntnisse kannst du hier ebenfalls vermerken. Wenn du lieber noch mal alle Infos zum Format und einige inhaltliche Tipps zum Lebenslauf nachlesen möchtest, kannst du einfach hier nachschauen.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Haben deine Bewerbungsunterlagen und deine Arbeitsmappe deinen Wunschausbilder überzeugen können, wirst du bestimmt zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Bei einem Vorstellungsgespräch in einem kreativen Job musst du dich natürlich nicht so formell kleiden wie zum Beispiel in einer Bank, aber deine Alltagskleidung wirkt trotzdem zu unseriös. Ein guter Mittelweg ist beispielsweise ein schickes Hemd oder ein Bluse und dazu eine Stoffhose mit geschlossenen Schuhen. So längst du mit deinem Outfit garantiert nicht von deiner Person und deinen Arbeitsproben ab!

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