Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Fischwirt/in

Passt das zu dir?

Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Fischwirt/in
Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
„Fischers Fritze fischt frische Fische – frische Fische fischt Fischers Fritze.“ Selbst wenn du dich bei diesem Zungenbrecher dauernd verhaspelst, kannst du ruhig eine Ausbildung zum Fischwirt machen. Natürlich nur, wenn du einen traditionellen Beruf erlernen möchtest, der in der freien Natur stattfindet und in dem du ganz ganz ganz viel Zeit am Wasser verbringst. Ach ja, du solltest dich übrigens auch ganz gern mit Fischen befassen, also mit den Tieren und auch dem Sport. Hier informieren wir dich über all das, was du über die Ausbildung als Fischwirt wissen musst.
Freie duale Studienplätze in deiner Nähe

Was macht ein Fischwirt?
Als Fischwirt musst du (zum Glück) nicht Fritze heißen, dafür aber schwimmen können und dich für einen Bereich entscheiden. Die Ausbildung ist nämlich unterteilt in „Fischhaltung und Fischzucht“, „Seen- und Flussfischerei“ und „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“. Falls du in Nordrhein-Westfalen wohnen solltest und dich für die Richtung „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ entscheidest, müsstest du umziehen, denn die wird dort nicht angeboten. Für alle drei Bereiche gilt aber, dass sie zu den dualen Ausbildungen gehören. Du lernst also in der Berufsschule alles, was du als Fischwirt wissen musst und dann in deinem jeweiligen Ausbildungsbetrieb, wie der Arbeitsalltag abläuft. Nun stellen wir dir die verschiedenen Gebiete vor:
Wo kann ich als Fischwirt arbeiten?
Wenn du dich in der Ausbildung zum Fischwirt für den Bereich „Fischhaltung und Fischzucht“ entscheidest, wird dein Arbeitsplatz sich höchstwahrscheinlich auf einer sogenannten Fischfarm oder einem Fischgut befinden, manchmal aber auch in anderen Betrieben der Land- und Forstwirtschaft, die auch Fischwirtschaft betreiben. Dort arbeitest du dann hauptsächlich an künstlich angelegten Teichen, wo du dich darum kümmerst, dass sich die dort gezüchteten Fische nach einem bestimmten Plan vermehren. Du pflegst außerdem den Teich, musst also z.B. darauf achten, dass die Wasserwerte stimmen. Sobald die richtige Fangzeit gekommen ist, fischst du wie Fischer Fritze die Fische frisch aus dem Teich, verarbeitest sie und sorgst für ihren Verkauf, beispielsweise durch Vermarktung. Insofern bist du nicht nur für ihre Pflege zuständig, sondern musst auch dazu in der Lage sein, sie zu töten. Du kannst auch in einem Betrieb der Fischverarbeitung oder im Fischhandel arbeiten.
Im Bereich der „Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei“ solltest du nicht seekrank werden und im Idealfall in Norddeutschland leben oder dorthin ziehen. In diesem Schwerpunkt der Ausbildung zum Fischwirt gehört es nämlich - neben der Weiterverarbeitung und eventuell auch dem Verkauf -, vor der Küste der Ost- oder Nordsee Fische und Schalentiere zu fangen. Das Ganze passiert natürlich vom Schiff oder auch Kutter aus, wo dann zur richtigen Fangzeit riesige Netze ausgeworfen werden. Schließlich wollen Deutschland und die Welt ja weiterhin mit frischem Fisch versorgt werden. Wenn dir bei jedem Seegang schlecht wird, ist die „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ also definitiv nichts für dich.
Oder fischst du lieber in Flüssen und Seen? Dann ist der Bereich „Seen- und Flussfischerei“ in der Ausbildung zum Fischwirt genau das Richtige für dich. Du bist an und auf Flüssen und Seen unterwegs und fängst die richtigen Fische zur Weiterverarbeitung und für den Verkauf. Es gehört auch zu deinen Aufgaben, die Gewässer nicht leer zu fischen, sondern dich auch um den natürlichen Fischbestand zu kümmern. Dabei beobachtest du auch, ob genug Fische vorhanden sind und ob sie sich genug fortpflanzen. Damit nicht plötzlich eine Fischart ausstirbt, bringst du sie mit speziellen Besatz- oder Brutfischen zusammen und sorgst so dafür, dass sie sich weiter vermehren.
Die Leidenschaft für Wasser, die Natur und Fische ist für die Ausbildung zum Fischwirt also Voraussetzung. Für welchen der Schwerpunkte du dich entscheidest, ist natürlich dir überlassen, schließlich ist es deine Zukunft. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg dabei, dein Hobby zum Beruf zu machen.
- die freie Natur dein idealer Arbeitsort ist.
- Fische dich schon immer interessiert haben.
- du gerne selbstständig arbeitest.
- für dich nur ein Job im Büro in Frage kommt.
- Fische, Algen und dergleichen dir Angst machen.
- du zu tierlieb bist, um Fische zu töten.
- frische Fische fischen.
- einen Hering von einer Makrele unterscheiden.
- dafür sorgen, dass Fische sich vermehren.
- deine eigenen Fische züchten.
- auf einem Boot fahren, ohne seekrank zu werden.
- erzählen, wann welche Fische Fangzeit haben.
- die ideale Wasserqualität bestimmen.
Gehalt
„Petri Heil!“ – du interessierst dich also sehr für die Ausbildung zum Fischwirt, weil du gerne draußen arbeitest, nicht wasserscheu bist und Fische magst. Ein normaler Bürojob wäre absolut nichts für dich, denn starre Zeiten und die Arbeit am Schreibtisch würden dich eher langweilen. Du willst dich lieber darum kümmern, dass sich die Fische wohlfühlen und vermehren – ob im Teich, im See, im Fluss oder im Meer. Doch auch für die Fischerei braucht man Arbeitskleidung. Für wie viele Paar Gummistiefel dein Gehalt als Fischwirt reichen wird, erfährst du hier.
Was verdient ein Fischwirt während der Ausbildung?
In deiner Ausbildung wird dir zunächst einmal alles beigebracht, was du in der Theorie und in der Praxis über die Fischwirtschaft wissen musst. Jedoch hilfst du auch schon kräftig mit, deshalb bekommst du verdientermaßen auch Geld dafür. Seit Januar 2020 gibt es auch für Azubis einen Mindestlohn. Der hat sich jedes Jahr erhöht. Ab 2026 erhältst du im ersten Lehrjahr als Fischwirt mindestens 724 Euro brutto im Monat. Mit jedem Jahr lernst du mehr dazu, also steigt auch dein Verdienst. Deswegen bekommst du im zweiten Lehrjahr dann mindestens 854 Euro brutto, im dritten stehen dann schon mindestens 977 Euro monatlich auf deinem Gehaltszettel. Diese und alle folgenden Angaben sind aber Bruttobeträge, es werden also noch Steuern und Versicherungsbeiträge davon abgezogen. Außerdem sind das nur die Angaben für den Mindestlohn. Bezahlt dein Ausbildungsbetrieb nach einem Tarifvertrag, fällt das Gehalt in der Regel höher aus. In der Land- und Forstwirtschaft liegen die Ausbildungsgehälter bei bis zu 873 im ersten und 1.050 Euro brutto im dritten Ausbildungsjahr.
Sobald du deine Ausbildung beendet hast, bist du bereit für das Berufsleben. Durch den Mindestlohn liegt dein Einstiegsgehalt bei mindestens 2.200 Euro brutto - das kann natürlich auch etwas höher ausfallen. Je mehr Berufserfahrung du sammelst, desto höher wird auch dein Verdienst, du kannst insgesamt etwa bis zu 2.700 Euro Bruttolohn erreichen. Wenn dir das noch nicht reicht, solltest du eine Aufstiegsweiterbildung machen. Als Meister oder Techniker kannst du mehr Verantwortung übernehmen und somit auch ein höheres Gehalt erwarten.
Falls du dich übrigens schon gefragt hast, warum das Gehalt als Fischwirt so unterschiedlich ausfällt: Da gibt es einige Bedingungen, die auf deinen Verdienst Einfluss haben. Es kommt beispielsweise darauf an, wo in Deutschland du arbeitest, denn im Osten verdient man meist etwas weniger als im Westen. Darüber hinaus zahlen oft große Wirtschaftsbetriebe ein höheres Gehalt als kleine Fischfarmen. Letztendlich geht es bei diesem Job aber auch eher darum, das Hobby zum Beruf zu machen als ums große Geldverdienen, oder? Wir wünschen dir jedenfalls viel Spaß und Erfolg und sagen „Petri Dank“ für deine Aufmerksamkeit. ;-)
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?
Ausbildung zum Fischwirt
Nach der Ausbildung zum Fischwirt kannst du direkt im Berufsleben durchstarten. Vielleicht übernimmt dein Ausbildungsbetrieb dich direkt, ansonsten hast du jetzt die Möglichkeit, dich um deinen Traumjob bewerben.
Spezialisierung
Je nachdem, was der Schwerpunkt in deiner Ausbildung ist, kannst du dich auch im späteren Berufsleben noch zusätzlich spezialisieren. Wenn dir z.B. der Fortbestand oder der Verkauf einer bestimmten Fisch- oder Schalentierart besonders am Herzen liegt, kannst du gezielt damit arbeiten.
Fischwirtschaftsmeister
Du möchtest auf der Karriereleiter nach oben klettern und auch etwas mehr verdienen? Dann solltest du eine (oder mehrere) Aufstiegsweiterbildung machen. Um dich auf die Meisterprüfung, die übrigens aus vier Teilen besteht, vorzubereiten, machst du dann einen Lehrgang, der etwa zwei Jahre lang dauert. Bestehst du die Prüfung, kannst du hinterher Führungsaufgaben und somit mehr Verantwortung übernehmen.
Techniker der Fachrichtung Lebensmitteltechnik (Verarbeitungstechnik)
Wenn du lieber in der Verarbeitung der Fische arbeiten möchtest, als sie selbst zu züchten und zu betreuen, kannst du die zweijährige Fortbildung zum Techniker der Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Verarbeitungstechnik machen. Danach arbeitest du eher nicht mehr draußen, sondern in der Verarbeitungsindustrie, also z.B. in einer Fabrik.
Studium
Um den ganz großen Wissensdurst zu stillen, kannst du auch noch ein Studium dranhängen, beispielsweise in Agrarwissenschaft oder Agrarmanagement. Dafür brauchst du aber entweder mindestens die Fachhochschulreife, manchmal reicht aber auch die abgeschlossene Ausbildung für eine Zulassung.
Selbstständigkeit
Falls du aber doch lieber auf eigenen Beinen stehen möchtest, kannst du dich auch selbstständig machen. Du könntest z.B. deine eigene Fischzucht gründen oder einen eigenen Fischereibetrieb. Dazu solltest du aber am besten schon etwas Berufserfahrung, gute Kontakte und Startkapital haben.
- Fische in Raub- und Friedfische unterteilt werden?
- Fischwirt ein relativ seltener Beruf ist? 2011 haben in allen Bereichen zusammen nur 99 Azubis die Ausbildung angefangen.
- die deutsche Hochsee- und Küstenfischerei nicht nur in der Ost- und Nordsee fischt, sondern z.B. auch im Pazifik und vor der norwegischen Küste?
- du für die Ausbildung zum Fischwirt gut in Naturwissenschaften sein solltest, v.a. in Biologie?
- die Europäische Union festlegt, wann, wo und wie viel gefischt werden darf?
- sich in Deutschland tiefgekühlter Fisch am besten verkauft?
Bewerbung
Lass dich über neuen Stellen mit dem Jobletter benachrichtigen.

