Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Fachkraft für Speiseeis

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Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Fachkraft für Speiseeis
Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
Es ist Sommer, die Sonne scheint, die Menschen zieht es nach draußen – die Hochsaison der Fachkräfte für Speiseeis ist da. Die Eiscafés sind voll, daher müssen die süß-cremigen Leckereien in Rekordzeit angerichtet und serviert werden. In der Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis lernst du deshalb, wie du in der Eisdiele den Überblick behältst und sogar auch, wie du einen eigenen Betrieb selbstständig leiten kannst. Mindestens genauso spannend ist die professionelle Herstellung von Speiseeis, die du natürlich auch beigebracht bekommst. Über langweilige Winter brauchst du dir als Azubi übrigens keine Sorgen machen, denn in dieser Zeit findet der Unterricht in der Berufsschule statt.

Was macht man in der Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis?
Wenn es im Eiscafé boomt, ist Schnelligkeit gefragt, schließlich müssen Spaghetti-Eis und andere Eissorten angerichtet und serviert werden, bevor es schmilzt wie ein Schneemann im Frühling. Auch Heißgetränke und kleine Gerichte kannst du zaubern. Die Kunden hast du fest Blick, du räumst die Tische ab, nimmst Bestellungen entgegen und kassierst. Die Ausbildung muss aber nicht zwangsweise in einer Eisdiele stattfinden, auch Konditoreien, Unternehmen der industriellen Eisproduktion oder Restaurants mit eigener Eisherstellung bilden Fachkräfte für Speiseeis aus.
Neben dem Gastronomieservice ist die Speiseeisherstellung ein Schwerpunkt deiner Ausbildung. In der Industrieküche lernst du, wie du die frischen Zutaten aufs Gramm genau zusammenmischst, Eismaschinen bedienst und dabei immer die Hygienevorschriften im Blick behältst. Hygiene ist beim Eismachen übrigens besonders wichtig, schließlich arbeitest du mit frischen und leichtverderblichen Lebensmitteln wie Milch, Ei und Obst. Das genaue Arbeiten nach Rezepten ist unverzichtbar, du darfst aber auch immer wieder deinen guten Geschmack beweisen und eigene Rezepte ausprobieren. Vielleicht erfindest du ja sogar eine ganz neue Eissorte!
Im Herbst und Winter, wenn wegen der Kälte eher leckere Kekse als Eis genascht werden, geht es für dich in die Berufsfachschule. Da es in diesem Beruf bislang nur wenige Azubis gibt, besuchst du gemeinsam mit Konditorlehrlingen und Gastronomiefachkräften den Unterricht. Eine reine Fachklasse für die Speiseeisherstellung gibt es bislang nur in Mannheim. Damit dir einer späteren Selbstständigkeit nichts im Wege steht, lernst du alles über Buchhaltung und Personalführung: Wie werden Mitarbeiter eingeplant, Abrechnungen erstellt und Lieferanten beauftragt? Aber auch das Handwerk des Eisherstellens und der Umgang mit den Kunden werden in der Berufsfachschule vertieft.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Einen bestimmten Schulabschluss brauchst du nicht, wenn du Fachkraft für Speiseeis werden möchtest. Wichtig ist, dass du Spaß am Bedienen der Kunden und am Dekorieren der Eiskreationen hast. Eine Naschkatze darfst oder sollst du sogar sein, denn du wirst immer wieder mit neuen Sorten experimentieren. Besonders viel Arbeit fällt im Sommer an, es sollte dir also nichts ausmachen, lange zu arbeiten, während deine Freunde faul in der Sonne liegen. Deine Abschlussprüfung legst du nach drei Jahren vor der Handwerkskammer ab. Nun hast du viele Fortbildungsmöglichkeiten in der Gastronomie, kannst Meister werden oder sogar einen eigenen Laden eröffnen.
- du Spaß am Kellnern hast.
- Sauberkeit und Hygiene beim Kochen für dich selbstverständlich sind.
- du gerne neue Rezepte ausprobierst.
- du Eis nicht magst.
- der Sommer und die Sonntage für dich zum Faulenzen da sind.
- arbeiten in der Gastronomie zu stressig für dich ist.
- Speiseeis selber herstellen.
- tolle Eisbecher kreieren und dekorieren.
- Bestellungen entgegennehmen und Kunden abkassieren.
- Küche und Gastbereich immer hygienisch und sauber halten.
- Personal planen, Abrechnungen machen und Bestellungen aufgeben.
Gehalt
Was gibt’s besseres als ein kühles Eis an heißen Sommertagen? Machst du die Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis, wirst du natürlich auch jede Menge Eis essen dürfen. Jedoch bist auch du derjenige, der fleißig arbeitet, während die Anderen genießen und faulenzen. Dafür springt aber auch Trinkgeld für dich raus. Wie es sonst mit deinem Gehalt als Fachkraft für Speiseeis aussieht, verraten wir dir.
Was verdiene ich während der Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis?
Wie es bei jeder dualen Ausbildung üblich ist, bekommst du als angehende Fachkraft für Speiseeis eine Ausbildungsvergütung. Bekommst du den Mindestlohn für Auszubildende liegt die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr bei 682 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr steigt das Gehalt auf 805 Euro und im dritten Jahr gibt es 921 Euro brutto im Monat.
Was verdiene ich nach meinem Abschluss?
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt nach der Ausbildung bei rund 2.000–2.300 Euro brutto. Du darfst aber nicht die Abzüge für Steuern und Versicherung vergessen – auf deinem Konto landet natürlich etwas weniger Geld.
Noch etwas mehr kannst du verdienen, wenn du eine Weiterbildung, beispielsweise als Meister oder Fachwirt im Gastgewerbe, machst und danach die Leitung einer Eisdiele übernimmst. Dann sind Bruttolöhne von über 3.000 Euro drin. Etwas anders sieht es übrigens aus, wenn du dich selbstständig machst. Dann bekommst du kein Gehalt, sondern musst mit deiner Eisdiele einen Gewinn erwirtschaften.
Karriere
Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis
Du hast die Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis abgeschlossen? Dann kann es jetzt losgehen mit deiner Karriere. Nun kannst du in Eiscafés und Eisdielen, aber auch in Konditoreien und Restaurants arbeiten. Viele zieht es nach der Ausbildung in die Selbstständigkeit. Weiterbildungen können dir auf diesem Weg helfen.
Restaurantmeister
Ob Leitung eines gastronomischen Betriebs oder Eröffnung eines eigenen Ladens, der Meistertitel stellt den Startschuss dar. Um umfassend auf die Aufgabe vorbereitet zu werden, nimmst du an Lehrgängen teil und legst am Ende eine Prüfung ab. Die Lehrgänge, die zwei bis vier Jahre dauern, werden von Industrie- und Handelskammer sowie privaten Fachschulen angeboten. Möglich sind Vollzeit-, Teilzeit- oder auch Fernunterricht. Während die Kursteilnahme zwar empfohlen, aber nicht verpflichtend ist, kommst du um die Prüfung nicht drum rum. Erst mit Bestehen wird dir der Meistertitel verliehen. Kosten in Höhe bis zu 4000 Euro solltest du einplanen.
Fachwirt/Betriebswirt im Gastgewerbe
Eine Alternative zum Meistertitel sind die Weiterbildungen als Fachwirt im Gastgewerbe oder Betriebswirt für Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch hier werden die fachlichen und betriebswirtschaftlichen Inhalte vertieft und du erhältst die Möglichkeit, dich in einer Führungsposition zu beweisen. Am Ende dieser Weiterbildung legst du ebenfalls eine Prüfung vor der IHK ab. Vollzeit-Lehrgänge machen eine Prüfung bereits nach drei Monaten möglich, bei Teilzeit- oder Fernunterricht verlängert sich die Vorbereitungszeit auf bis zu zwei Jahre. Auch diese Weiterbildungen können dich bis zu 4000 Euro kosten.
Studium
Mit der Ausbildung hast du die Möglichkeit, das Fachabitur zu erwerben. Für ausgebildete Fachkräfte gibt es zudem an vielen Fachhochschulen die Möglichkeit, auch ohne Abi zu studieren. Lebensmitteltechnologie oder Gastronomiemanagement könnten interessante Studienmöglichkeiten nach der Ausbildung zur Fachkraft für Speiseeis sein. Ein Bachelor Studium dauert drei Jahre, auch berufsbegleitendes Studieren wird angeboten.
Selbstständig machen
Ein eigener Betrieb ist gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du gelernte Fachkraft im Gastgewerbe bist. Du musst dafür auch nicht unbedingt einen Laden neu eröffnen, denn erfolgreiche Gastronomen suchen immer wieder nach Nachfolgern.
- du in dieser Ausbildung die Berufsfachschule vor allem im Winter besuchst, da in dieser Zeit im Eisverkauf weniger los ist?
- sich die Ausbildung zur Fachkraft für Speiseeis in einer Testphase befindet? 2019 soll dann entschieden werden, ob die Ausbildungsordnung in dieser Form bestehen bleibt. Früher hieß der Ausbildungsberuf Speiseeishersteller beziehungsweise Speiseeisherstellerin, die Ausbildung dauerte zwei Jahre.
- Eisdielen ihre Rezepte immer geheim halten?
- du die ersten beiden Ausbildungsjahre fast die gleichen Ausbildungsinhalte lernst wie eine Fachkraft im Gastgewerbe?
- das erste Speiseeis vermutlich aus China kommt? Das erste Buch über die Zubereitung stammt allerdings aus dem italienischen Neapel und ist 1775 erschienen.
Bewerbung
Vanille, Weiße Schokolade, Cookies and Cream – wer soll sich da nur entscheiden? Du weißt nicht immer, welche Eissorte deine Liebste ist. Was du dafür aber ganz genau weißt: Du möchtest unbedingt Fachkraft für Speiseeis werden, weshalb du hier auch genau richtig bist. Denn wir helfen dir bei der Bewerbung, damit du einen der wenigen Ausbildungsplätze ergattern kannst. Noch werden jedes Jahr wenige Azubis ausgebildet, mit der Modernisierung der Ausbildung soll sich das nun aber ändern. Also worauf wartest du?
Wie läuft die Bewerbung für eine Ausbildung als Fachkraft für Speiseeis ab?
Fachkräfte für Speiseeis werden vor allem von Eisdielen, Konditoren oder Restaurants ausgebildet. Damit sich die Inhaber ein gutes Bild von dir machen können, solltest du zunächst deine vollständigen Bewerbungsunterlagen zusammensuchen. Dazu gehören ein Anschreiben, ein Lebenslauf und deine aktuellsten Zeugnisse. In deinem Anschreiben stellst du dich vor und erklärst, warum du Fachkraft für Speiseeis werden möchtest. Hast du bereits in einem Eiscafé gearbeitet oder Serviceerfahrung gesammelt? Bekommst du von der kalten Leckerei nie genug und möchtest lernen, wie sie hergestellt wird? Zeige deine Begeisterung und erkläre auch, warum du dich für den Ausbildungsbetrieb entschieden hast.
Deine Kontaktdaten, Nebenjobs, EDV- und Sprachkenntnisse sowie deine Hobbys finden in dem Lebenslauf ihren Platz. Erwähne besonders die Hobbys, die deine Eignung unterstreichen. Deine Freude am Backen und Kochen beispielsweise solltest du unbedingt erwähnen. Deine Zeugnisse heftest du in den Anhang. Hast du bereits in der Gastronomie gejobbt oder ein Praktikum gemacht, solltest du dir ein Zeugnis oder ein Empfehlungsschreiben ausstellen lassen und das ebenfalls der Bewerbung beilegen.
Bevor ein Ausbildungsplatz vergeben wird, möchte man sich auch persönlich von dir überzeugen. Das richtige Outfit fürs Vorstellungsgespräch muss also her. Da du als Fachkraft für Speiseeis im Service arbeitest, musst du immer top gepflegt aussehen. Zum Vorstellungsgespräch wären da eine schicke Hose und Hemd oder ein Rock mit Bluse passend. Auch deine Haare sollten sorgfältig gestylt sein. Bist du dann noch freundlich und offen, sollte nichts mehr schiefgehen.
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