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E-Government

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Grafik: Duales Studium E-Government
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartDuales Studium
Empf. SchulabschlussFachabitur
Ausbildungsdauer3,5 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Die Nacht durchfeiern und am Ende einfach alles mit dem Smartphone bezahlen? Telefonieren war gestern – heute gilt das Handy als Allround-Talent. Vorbei sind die Zeiten, in denen du das Portemonnaie in die Hosentasche quetschen musst oder dich eine überfüllte Handtasche beim Tanzen stört. Wenn du denkst, da müssen Genies am Werk gewesen sein, hast du nicht ganz Unrecht. Doch Erfinder fallen nicht einfach vom Himmel – sie haben eine Ausbildung im Bereich E-Government gemacht. Wenn auch du ständig vor Ideen sprudelst, wie man herkömmliche Abläufe technisch vereinfachen könnte, ist ein Duales Studium E-Government genau das Richtige für dich. Hier eignest du dir das nötige Knowhow an, um Computersysteme und Kommunikationsstrukturen zu entwickeln. Was sich sonst noch so hinter dem Begriff E-Government verbirgt, erfährst du natürlich auch bei uns.

Bild aus dem Text zu Duales Studium E-Government

Was genau ist eigentlich ein Duales Studium E-Government?

Fangen wir mal ganz vorne an: Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff E-Government „Elektronische Regierung“. Denn alles, was sich mit dem Begriff E-Government schmückt, hat mit technischen Abläufen in Verwaltung und Wirtschaft zu tun. So wirst du auch häufig deinen praktischen Teil der Ausbildung in Verwaltungseinrichtungen der Behörde verbringen und im öffentlichen Dienst arbeiten, während du die Theorie an einer Hochschule lernst – daher auch die Bezeichnung Duales Studium. Ziel ist es, die geschäftlichen Prozesse der Regierung, zum Beispiel die Veröffentlichung von Informationen, die alltägliche Kommunikation oder das Ausführen von finanziellen Transaktionen, durch elektronische Medien zu unterstützen und somit für die Nutzer einfacher zu gestalten. Wie du dir das vorzustellen hast? Ganz einfach: Dank des Internets hast du nicht nur die Möglichkeit, rund um die Uhr Informationen abzurufen, sondern auch, mit anderen Personen in Kontakt zu treten. Auch Online-Banking ist längst nichts Neues mehr: Mit ein paar Klicks und einer TAN-Nummer ist die Überweisung schnell erledigt.

Unabdingbar für ein Duales Studium E-Government ist die Kombination aus logischem Denken und einem Gespür für Technik: In einem Team planst und entwickelst du technische Systeme und Maschinen sowie entsprechende Software und Dienste, um wirtschaftliche Prozesse medial zu unterstützen. Du sorgst dafür, Kommunikationswege zu vereinfachen, indem du die Verarbeitung von Informationen dem neusten Stand der Technik anpasst. Damit das alles auch klappt, lernst du natürlich erstmal alles rund ums Thema Informations- und Kommunikationstechnologie. Schritt für Schritt setzt du dich mit den Abläufen und Prozessen dieser Techniken auseinander, um gegen Ende deines Studiums Computersysteme zu entwickeln, die  Verwaltung und Wirtschaft in ihren Arbeitsprozessen unterstützen.

Für ein Duales Studium E-Government solltest du keine Berührungsängste mit den Fächern Physik und Mathematik haben, auch Englisch ist enorm wichtig, um nicht mit der Fachliteratur auf Kriegsfuß zu stehen. Nach deiner dreieinhalbjährigen Ausbildung oder, wie du als Studierender sagen würdest, nach sieben Semestern, erhältst du nach bestandener Abschlussprüfung nicht nur den Titel Bachelor of Science, sondern darfst dich außerdem auch offiziell als Fachinformatiker bezeichnen.

Du solltest ein Duales Studium E-Government machen, wenn...
  1. systematisches und analytisches Denken dir leichtfällt.
  2. Mathematik zu deinen Lieblingsfächern zählt.
  3. du gerne im Team arbeitest.
Du solltest auf keinen Fall ein Duales Studium E-Government machen, wenn...
  1. Technik ein rotes Tuch für dich ist.
  2. du bei Problemen schnell die Geduld verlierst.
  3. das Internet immer noch Neuland für dich ist.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • bestehende Informationssysteme analysieren und digitalisieren.
  • Webseiten für Bundes- und Landesministerien planen und gestalten.
  • Fachkräfte und Mitarbeiter/-innen über neue Systeme schulen.
  • zusammen mit IT-Fachkräften Software entwickeln.
  • Intranets, spezielle Netze, auf die nur Mitarbeiter einer Firma zugreifen können, ins Leben rufen.

Gehalt

Bequem vom Sofa aus das Sortiment von Zalando rauf und runter bestellen, Karten fürs Kino per Mausklick reservieren oder Konzertkarten im Internet bestellen und sich bis an die Haustür liefern lassen – das ist nicht nur bequem, sondern genial. Wenn dich die Berufsrichtung E-Government neugierig macht, möchtest du sicher auch wissen, wie hoch dein Gehalt nach dem Dualen Studium E-Government ausfällt. Wollen wir also keine Zeit verlieren und dich nicht länger im Dunkeln tappen lassen.

Was verdiene ich während des dualen Studiums?

Schon während deiner Lehrjahre wirst du für deinen Fleiß und deine Arbeit belohnt. Da du später im  öffentlichen Dienst arbeiten wirst, richtet sich dein Ausbildungsgehalt während des Dualen Studiums für E-Government häufig nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes, kurz TVAöD. Trotzdem kann es aber auch vorkommen, dass du, je nach Arbeitgeber, mit kleinen Abweichungen rechnen musst, die sich aber im Großen und Ganzen kaum bemerkbar machen. Im Schnitt verdienst du bereits im ersten Lehrjahr 800 bis 850 Euro brutto, im zweiten Lehrjahr steigert sich dein Gehalt auf 850 bis 900 Euro brutto. Auch im dritten Ausbildungsjahr kannst du mit einem nochmals höheren Gehalt rechnen, nämlich mit 900 bis 950 Euro brutto, bis dein Gehalt schließlich im letzten Jahr den Höhepunkt mit rund 950 bis 1000 Euro brutto erreicht. Gar nicht schlecht, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass du am Ende gleich zwei Abschlüsse mit nach Hause nimmst – einen Hochschulabschluss und den Titel als Fachinformatiker.

Sicherlich bist du nun schon gespannt, wie hoch dein Gehalt nach dem Dualen Studium E-Government ausfällt. Auch das ist häufig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder geregelt – trotzdem ist das, ähnlich wie bei deinem Ausbildungsgehalt, kein Muss und kann auch unabhängig davon vereinbart werden. Generell spielt aber in erster Linie deine Qualifikation eine Rolle: Je nachdem, ob du einen Bachelor oder einen Masterabschluss in E-Government erworben hast, fällt auch dein Gehalt nach dem Dualen Studium für E-Government aus. Denn wie du weißt, kannst du an deine ersten Lehrjahre ein weiterbildendes Studium anschließen, um deine Karriere etwas zu pushen. Auch Zusatzqualifikationen und Weiterbildungslehrgänge spielen bei der Gehaltsverhandlung eine wichtige Rolle. Natürlich hängt es auch von deiner Arbeitserfahrung ab, wie viel du letztendlich verdienst.

Um dir aber mal eine Vorstellung von der Praxis geben zu können, schauen wir uns einfach mal die verschiedenen Eingruppierungen in die Entgeltgruppen und Stufen des Tarifvertrages an. Da dieses System auf den ersten Blick etwas kompliziert aussieht, erklären wir es dir Schritt für Schritt. Mit einem Bachelor wirst du automatisch in die Entgeltgruppe 9 eingestuft. Die Einteilung in die verschiedenen Stufen erfolgt nach Arbeitserfahrung. Das heißt, im ersten Jahr landest du in Stufe 1 und steigst von Jahr zu Jahr eine Stufe auf. Richtet sich dein Arbeitgeber also nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, wirst du als Einstiegsgehalt nach dem Dualen Studium für E-Government rund 2500 Euro brutto monatlich verdienen. Bist du erst einmal länger in einem Unternehmen beschäftigt und gewinnst an Arbeitserfahrung, spiegelt sich das auch in deinem Gehalt wieder. Nach vier Jahren zum Beispiel ist ein Gehalt von rund 3300 Euro brutto festgelegt, verdienen kannst du maximal 3600 Euro im Monat. 

Willst du zu den Spitzenverdienern in dieser Branche gehören, ist das mit einem Masterabschluss möglich. Denn so wirst du in die Entgeltgruppe 13 bis 15 eingestuft und verdienst automatisch mehr. Allein dein Einstiegsgehalt nach dem Dualen Studium für E-Government beträgt dann schon rund 4100 Euro brutto. Hat sich dein Gehalt nach dem Dualen Studium für E-Government eingependelt, kannst du bis zu 5800 Euro brutto im Monat verdienen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Duales Studium E-Government

Nach dreieinhalb Jahren und einer bestandenen Abschlussprüfung hältst du nicht nur die Urkunde Bachelor of Science im Bereich E-Government in der Hand, sondern kannst dich zusätzlich mit dem Titel als Fachinformatiker schmücken. Und damit stehen dir einige Türen offen: Du kannst sowohl in der öffentlichen Verwaltung bei Finanz- oder Rechnungsprüfungsämtern tätig werden als auch in der Softwareentwicklung arbeiten. 

Masterstudium

Nach dem Dualen Studium E-Government hast du die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium im Bereich E-Government aufzunehmen. Das weiterführende Studium E-Government setzt seinen Schwerpunkt auf die Wirtschaftsinformatik, sodass es deine Aufgabe sein wird, Informations- und Kommunikationssysteme für Regierung und Verwaltungen zu erstellen. In der Regel ist das weiterführende Studium nicht dual ausgerichtet. Daher hast du die Wahl, ob du nebenbei als Werkstudent in deinem Ausbildungsbetrieb weiterarbeitest oder dich voll und ganz auf dein Studium konzentrierst. Nach erfolgreichen Lehrjahren kannst du dann an der Konzeption und Entwicklung von IT-Systemlösungen für Regierung und Verwaltung tüfteln. Selbstverständlich stehen dir mit einem Masterabschluss aber auch die Türen in der Forschung offen. Spezialisieren kannst du dich unter anderem auf Open Government, Good Governance und Public Procurement.

Zusatzqualifikationen und Weiterbildungslehrgänge

Um ständig up to date zu bleiben, empfiehlt es sich, Weiterbildungslehrgänge zu besuchen, für die du am Ende ein Zertifikat erhältst. Auch Zusatzqualifikationen, zum Beispiel im Bereich „Professionelles Net- und Officemanagement“, kannst du erwerben, um deine Karriere zu pushen. Auf der einen Seite bildest du dich dadurch weiter, auf der anderen Seite kannst du sie aber auch als Joker einsetzen, wenn es mal um eine Gehaltsverhandlung geht.

Wusstest du schon, dass...
  • 89,1 Prozent aller Mails automatisch verschickte Spam-Mails sind?
  • monatlich rund 30 Milliarden Einträge, bestehend aus Texten, Kommentaren und Fotos, auf Facebook landen?
  • pro Minute 35 Stunden Videos auf YouTube hochgeladen werden?
  • man mit einer Handykamera prüfen kann, ob die Batterien in einer Fernbedienung noch gut sind? Kameras können nämlich das Infrarotlicht erkennen.
  • der Versand von Spam-E-Mails jeden Tag so viel Strom verbraucht wie eine Metropole?

Bewerbung

Die Ideen sprudeln nur so aus dir heraus, du kannst es kaum erwarten, das technische Knowhow zu lernen, um im Bereich E-Government so richtig durchzustarten? Wie praktisch, dass du dich nicht nur über diesen Studiengang im Internet informieren kannst, sondern auch gleichzeitig deine Duales Studium E-Government Bewerbung elektronisch verfassen und abschicken kannst – zumindest für einen der heißbegehrten Studienplätze. Trotzdem gelten dabei einige Regeln zu beachten – welche das sind, verraten wir dir hier.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für das duale Studium ab?

Sicherlich ahnst du schon, dass du für ein Duales Studium zwei Bewerbungen schreiben musst. Ob du dich zuerst an einer Hochschule für einen Studienplatz oder bei einem Unternehmen für einen Ausbildungsplatz bewerben musst, hängt meistens von der jeweiligen Hochschule ab.

Hast du dein Wunschunternehmen gefunden, fertigst du eine klassische Bewerbung samt Anschreiben, Lebenslauf und Kopie deiner Schulzeugnisse an. Falls du bereits eine Zusage der Hochschule hast, kannst du auch diese beilegen. Dabei ist es dein Ziel, deinen potenziellen Arbeitgeber zu überzeugen, dass du der richtige Auszubildende für ihn bist. Und das klappt am besten, abgesehen von einem guten Schulzeugnis, mit einem überzeugenden Anschreiben. Hast du bereits Vorkenntnisse durch Praktika gesammelt? Oder an einem Talentwettbewerb für Tüftler und Bastler teilgenommen? Waren deine Lieblingsfächer in der Schule Mathematik und Informatik? Von jeder noch so kleinen Erfahrung, die dich bei deiner E-Government Bewerbung ein Stück weiter bringen könnte, kannst du hier erzählen. Und ganz wichtig: Warum möchtest du gerade in diesem Unternehmen ausgebildet werden? Konntest du mit deinem Anschreiben punkten, überfliegt dein potenzieller Arbeitgeber nur noch deinen Lebenslauf. Deshalb ist es wichtig, dass du deine persönlichen Daten und die deiner Schullaufbahn fein säuberlich in tabellarischer Form auflistest. Ach, und da es sich um eine Duales Studium E-Government Bewerbung handelt, solltest du dich besser vorher darüber informieren, ob du deine Bewerbung auf postalischem Wege oder per E-Mail als PDF-Dokument einsenden sollst.

Bei deiner Bewerbung für einen Studienplatz erübrigt sich diese Frage, denn an Hochschulen wird ausschließlich die elektronische Bewerbung akzeptiert. Dafür findest du häufig ein Bewerbungsformular vor, welches du mit deinen persönlichen Daten ausfüllst. Ist zusätzlich ein Anschreiben oder ein Lebenslauf gewünscht, fertigst du diese Dokumente ähnlich wie für deinen Arbeitgeber an, nur eben zugeschnitten auf die Hochschule und den Studiengang. Auch deine Schulzeugnisse musst du höchstwahrscheinlich einscannen und mit einem Mausklick hochladen.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Jippie, deine Bewerbung kam gut an, nun ist der nächste Schritt das persönliche Vorstellungsgespräch. Um auch hier zu überzeugen, solltest du dir vorher genau überlegen, was du anziehst. Zwar wirst du als angehender Softwaretechnik nicht im Anzug erwartet, trotzdem solltest du auch nicht deine kaputte Hose aus dem Schrank kramen – schließlich möchtest du ja einen guten Eindruck hinterlassen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einer dunklen Stoffhose und einem ordentlichen Hemd oder einer schönen Bluse? Damit machst du garantiert nichts falsch. Mit einem netten Lächeln hast du sogar schon das passende Accessoire gefunden – nun kann nichts mehr schief gehen.

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