Bootsbauer/in Ausbildung – Beruf & freie Ausbildungsplätze

Empf. Schulabschluss:
Abitur
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Arbeitszeit:
werktags, Wochenenddienst möglich
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Bootsbauer/in Berufsbild

Du hast Lust auf eine Ausbildung, die nicht nur handwerklich, sondern auch kreativ ist und dich immer wieder aufs Wasser bringt? Dann wäre der Beruf des Bootsbauers etwas für dich! In dieser Ausbildung lernst du, Boote zu reparieren, zu warten und sogar selbst zu bauen. Du wirst mit Holz, Metall und modernen Materialien arbeiten und dabei richtig anpacken – natürlich immer mit Blick aufs Wasser. Bei uns erfährst du alles, was du zum Beruf und zur Ausbildung wissen musst.

Fachrichtungen der Bootsbauer-Ausbildung

  • Bootsbauer:in – Neu-, Aus- und Umbau
  • Bootsbauer:in – Technik

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Was macht ein Bootsbauer?

Als Bootsbauer reparierst und baust du verschiedenste Boote: vom kleinen Ruderboot über schicke Motorjachten bis hin zu Fischkuttern und Arbeitsbooten für die Schifffahrt. Dafür stellst du Bauteile wie Rumpf oder Deck her und setzt sie zusammen. Du nietest, verschraubst, schleifst und montierst – mit deinen eigenen Händen, aber auch mit modernen Maschinen, die dir die Arbeit erleichtern.

Aufgaben von Bootsbauern auf einem Blick:

  • Boote bauen und reparieren
  • Herstellung und Montage von Rumpf und Deck
  • Innenausbau
  • Boote nach Kundenwunsch entwerfen
  • Umbau und Modernisierung bestehender Modelle
  • Wartungen, z. B. von Navigationsgeräten oder Bordelektrik
  • Einbau von Segeln, Motoren und Ausstattung

Je nachdem, auf welchen Bereich du dich spezialisierst, hast du andere Aufgaben:

  • Als Bootsbauer in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau entwirfst und baust du neue Boote oder nimmst größere Veränderungen an bestehenden Modellen vor. Dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um die Gestaltung des gesamten Bootes. Du kümmerst dich um den Bau des Rumpfs, das Einbauen von neuen Ausstattungen wie Segeln oder Motoren und nimmst Anpassungen vor, um das Boot an die Wünsche des Kunden anzupassen.
  • Als Bootsbauer in der Technik liegt der Fokus eher auf der Funktionalität des Bootes. Hier baust du die technischen Komponenten ein: Motoren, Antriebe und Steuerungen – du sorgst dafür, dass diese einwandfrei laufen. Deine Arbeit dreht sich mehr um die Technik und weniger um das Design oder größere Umbauten. Auch Reparaturen und Wartungen gehören dazu, aber der kreative Aspekt steht nicht im Vordergrund – dafür bist du aber ständig mit Technik und modernen Maschinen unterwegs.

Wo arbeiten Bootsbauerinnen?

Bootsbauerinnen arbeiten hauptsächlich in Werften, also riesigen „Schiffsfabriken“, wo Boote gebaut oder repariert werden. Sie sind auch in speziellen Bootsbauunternehmen oder Werkstätten unterwegs, die sich um die Instandhaltung von Booten kümmern. Manchmal geht’s sogar direkt aufs Wasser, um Testfahrten zu machen, Reparaturen durchzuführen oder Boote an ihre neuen Besitzer zu übergeben.

Wie läuft die Ausbildung zum Bootsbauer ab?

Bei der Ausbildung zum Bootsbauer handelt es sich um dreieinhalbjährige duale Ausbildung – das heißt, du lernst die praktischen Skills direkt im Betrieb und das theoretische Wissen in der Berufsschule. Im Betrieb wirst du von Anfang an richtig eingebunden, sodass du schnell selbst mit anpacken kannst. Sei dir aber bewusst: In der Berufsschule bekommst du dann das nötige Hintergrundwissen, um in deinem Beruf richtig durchzustarten.

In deiner Ausbildung lernst du, wie man …

  • ... selbst Boote baut.
  • ... Boote wind- und wetterfest macht.
  • ... auch bei stärkstem Wind und Regen Boote an Deck repariert.
  • ... mit verschiedenen Materialien arbeitet, z. B. Holz, Kunststoff oder Metallen.
  • ... handwerkliche Tätigkeiten wie Polieren, Schleifen oder Verschrauben durchführt.
  • ... Boote sicher transportiert.
  • ... dreidimensionale Modelle von Booten herstellt.

Ausbildung verkürzen

Du kannst deine Ausbildung verkürzen! Bei einer Regelausbildungszeit von dreieinhalb Jahren kann die Ausbildung auf mindestens zweieinhalb Jahre verkürzt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind – zum Beispiel gute schulische Leistungen oder eine bereits vorhandene Ausbildung in einem ähnlichen Bereich.

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung zur Bootsbauerin mitbringen?

Um sich für die Ausbildung zur Bootsbauerin zu bewerben, brauchst du keinen bestimmten Schulabschluss, allerdings werden überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife eingestellt. Wenn du Boote und das Handwerk liebst, dann kannst du auch mit anderen Qualitäten überzeugen. Du solltest zum Beispiel ein Teamplayer sein, denn beim Bootsbau seid ihr oft aufeinander angewiesen, müsst zusammenarbeiten und euch gegenseitig unterstützen. 

Auch mit guten Noten in Mathe und Physik kannst du punkten. Das Bootsbauer-Handwerk ist körperlich anstrengend und du musst dich auf alle Wetterbedingungen einstellen – sei es bei starkem Wind und Regen oder bei Hitze draußen auf einem Schiff. Du solltest also keine Angst vor Dreck, Staub und Lärm haben!

Die Voraussetzungen auf einen Blick:

  • körperliche Belastbarkeit
  • gute Noten in Mathe und Physik
  • kein bestimmter Abschluss, aber Hochschulreife bevorzugt
  • Teamplayer
  • handwerkliches Geschick
  • Wetterfestigkeit
  • gute Raumvorstellung
Du solltest Bootsbauer/in werden, wenn …
  1. ... Boote & das Wasser liebst.
  2. ... du ein Teamplayer bist.
  3. ... handwerkliche Arbeit dir Spaß macht.
Du solltest auf keinen Fall Bootsbauer/in werden, wenn …
  1. ... du aus Zucker bist (also keinen Regen verträgst) oder eine Sonnenallergie hast.
  2. ... Seekrankheit dir das Leben schwer macht.
  3. ... du keine Lust auf körperliche Arbeit hast.

Wie viel verdient ein Bootsbauer in der Ausbildung?

Dein Ausbildungsgehalt als Bootsbauer variiert je nach Region und Betrieb. Im ersten Jahr kannst du mit mindestens 682 Euro brutto rechnen, im zweiten Jahr mit 805 Euro und im dritten Jahr mit mindestens 921 Euro. In den letzten sechs Monaten deiner Ausbildung steigt das Gehalt auf mindestens 955 Euro

Wenn dein Betrieb einen Tarifvertrag hat, kannst du mit einem höheren Gehalt rechnen. Arbeitest du zu Beispiel in NRW und wirst nach dem Tarifvertrag für die Holz- und Kunststoffindustrie bezahlt, dann bekommst du bereits im ersten Ausbildungsjahr 1.038 Euro, im 2. Ausbildungsjahr 1.136 Euro, im dritten 1.233 Euro und im 4. Ausbildungsjahr 1.266 Euro brutto.

Finanzielle Unterstützung in der Ausbildung

Ausbildungsgehalt Bootsbauer

Ausbildungsjahr Gehalt (brutto/Monat)
1. 682 bis 1.113 €
2. 805 bis 1.167 €
3. 921 bis 1.229 €
4. 955 bis 1.303 €
Mindestlohn für Azubis

Wie ist das Einstiegsgehalt als Bootsbauerin?

Das Einstiegsgehalt als Bootsbauerin liegt in der Regel zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto im Monat. Je nach Region oder Betrieb kann das Gehalt auch höher ausfallen. Meistens verdient man im Westen Deutschlands mehr als im Osten. Wer in einem größeren Unternehmen oder einer Werft arbeitet, kann sogar mit einem höheren Anfangsgehalt rechnen. Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung steigt dein Gehalt im Laufe der Jahre dann natürlich deutlich an.

Wie viel kann ich als Bootsbauer später verdienen?

Später kannst du als Bootsbauer je nach Erfahrung, Verantwortung und Arbeitsort mit einem Gehalt von etwa 2.500 bis 3.000 Euro brutto im Monat rechnen, also einem Jahresgehalt von bis zu 36.000 Euro. In Führungspositionen oder bei spezialisierten Aufgaben kann dein Gehalt auch deutlich höher ausfallen, bis hin zu 3.500 Euro oder mehr. Wer in größeren Unternehmen oder Werften arbeitet, hat oft bessere Verdienstmöglichkeiten. Auch in den westlichen Bundesländern sind die Gehälter oft höher als im Osten.

Wenn du noch mehr aus deiner Karriere herausholen möchtest, kannst du dich auch weiterbilden:

  • Eine Möglichkeit ist, Boots- und Schiffbaumeister zu werden. In dieser Position kannst du nicht nur dein eigenes Unternehmen führen und dich selbstständig machen, sondern auch Lehrlinge ausbilden. Als Boots- und Schiffbaumeister liegt dein Gehalt zwischen 3.000 und 5.000 Euro brutto.
  • Alternativ kannst du dich zum Techniker in verschiedenen Bereichen weiterbilden, beispielsweise in der Holztechnik oder in der Schiffbautechnik. Mit dieser Weiterbildung kannst du dein Gehalt auf etwa 3.300 bis 4.800 Euro brutto steigern.

Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Bootsbauer?

  • Weiterbildung zum Techniker der Holztechnik oder Schiffbautechnik: Bildest du dich zum Techniker der Holztechnik weiter, kannst du Spezialfunktionen übernehmen oder auch eine Position in der mittleren Führungsebene einnehmen.
  • Aufstieg zum Boots- und Schiffbaumeister: Falls du einen höheren Titel erlangen möchtest, mach‘ die Prüfung zum Boots- und Schiffbaumeister. Dann darfst du sogar selbst Lehrlinge ausbilden!
  • Studium: Du hast schon Abitur? Dann kannst du nach deiner Ausbildung noch ein Studium dranhängen und z. B. einen Bachelor in Schiffbau und Meerestechnik machen. Wenn du keins hast und trotzdem studieren willst, kannst du möglicherweise an deiner Berufsschule die Fachhochschulreife erwerben. Manchmal reichen aber auch eine abgeschlossene Ausbildung und ein paar Jahre Berufserfahrung, um an einer Uni oder Fachhochschule zugelassen zu werden.
Studieren ohne Abitur

Was muss ich bei der Bewerbung zum Bootsbauer beachten?

Für deine Bewerbung als Bootsbauer brauchst du ein Anschreiben, deinen Lebenslauf mit Foto und deine Zeugnisse. Achte darauf, alle Dokumente auf Rechtschreibfehler zu überprüfen und lass sie von Freunden oder der Familie gegenlesen.

Dein Lebenslauf muss noch nicht lang sein, aber ein gutes Bewerbungsfoto ist wichtig und passende Hobbys wie Wassersport oder Basteln mit Holz und Metall zeigen, dass du gut zu diesem Beruf passt. 

Tipp: Bewerbungsfotos können ganz schön teuer sein! In unserem Ratgeber erklären wir dir, wie du auch von Zuhause aus professionelle Bilder machen kannst.

Im Anschreiben kannst du erklären, warum du gerade in diesem Betrieb arbeiten möchtest und was dich für die Ausbildung eignet. Vielleicht hast du schon Praktika gemacht oder interessierst dich besonders für Boote und Technik – das kannst du hier super erwähnen.

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