Fritz Spieker GmbH & Co. KG

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  1. Aiko Hofmann

Interview mit Aiko Hofmann

Aiko Hofmann
Beton- und Stahlbetonbauer:in
Foto des/der Interview-Partners/in
27 Jahre
Ausgelernt
Du hast deine Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer bei der Firma Spieker in 2,5 statt 3 Jahren gemacht. Wie schafft man das?

Ich habe einen Realschulabschluss gemacht und danach mit der Ausbildung angefangen. Weil meine Noten in der Berufsschule in Oldenburg stimmten, die Lehrwerksmeister im überbetrieblichen Ausbildungszentrum Bau-ABC in Rostrup überzeugt waren, dass ich es schaffen kann, und mein Ausbilder bei Fritz Spieker hat mich dazu ermuntert, konnte ich die Ausbildung um sechs Monate verkürzen. Die Abschlussprüfung ist ja für alle die gleiche.

Danach bis Du prompt übernommen worden. Was reizt Dich am meisten an diesem Beruf?

Der Beruf macht einfach Spaß. Ich mag das Handwerkliche. Denn man sieht, was man am Ende des Tages geschafft hat. Das ist sehr spannend. Ich bin hauptsächlich im Brückenbau tätig. Und wenn eine Baustelle abgeschlossen ist und man guckt auf das Ergebnis, macht das einen stolz. Ich fand auch gut, dass ich nach der Ausbildung sofort ohne Probezeit übernommen wurde. Das gibt Sicherheit.

Welche handwerklichen Tätigkeiten hast Du besonders gern?

Ich arbeite sehr gern mit Holz. Meine Lieblingstätigkeit ist das Einschalen. Wir benötigen Holz für zum Teil riesige Beton-Schalungen. Zwar gibt es fertige System-Schalungen, aber manchmal gibt es komplizierte Ecken, Winkel oder Schrägen, für die wir die Schalungen per Hand herstellen. Jede Brücke ist anders. Da warten große Herausforderungen. Alles richtig zu berechnen, macht Spaß, ist aber anspruchsvoll. Denn am Ende zählt nur, wie der Beton aussieht und dass alles perfekt ist.

Mit welchen Maschinen und Geräten arbeitest Du?

Mit Teleskopstaplern, Ketten- oder Bautischkreissägen. Ich mag es, mit diesen Maschinen zu tun zu haben. Und vor allem finde ich es aufregend, in der Höhe tätig zu sein. Das ist vielleicht nicht für jeden etwas. Ich finde es schön und faszinierend.

Wenn Ihr Brücken baut, arbeitest Du in Höhen von bis zu acht Metern über dem Boden. Keine Angst?

Nein. Man spürt schon das Adrenalin. Doch das mag ich. Und wir sind gut gesichert. Wir werden meist hochgefahren im Korb eines Telestaplers. Wir tragen Sicherheitsgurte, die uns schützen, falls wir doch einmal fallen sollten. Zudem ist die Baustelle abgesichert mit Bohlen und Gerüsten. Da kann nichts passieren. Ich empfinde das als vollkommen sicher.

Welche Schutzkleidung tragt Ihr bei solchen Arbeiten?

Die Firma stellt uns eine persönliche Schutzausrüstung. Dazu gehören Helm, Schutzbrille, Ohrenschützer, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Warn- und Regenschutzkleidung. Und seit neuestem auch UV-Schutzkleidung gegen die Sonne. Sogar Sonnencreme stellt uns die Firma zur Verfügung.

Das Unternehmen geht also sehr fürsorglich mit Euch um?

Oh ja, auf jeden Fall. Bei Fritz Spieker ist alles einfach top. Das muss ich so sagen. Es gibt hier sehr viele, langjährige Mitarbeiter. Die gute Behandlung bindet sie an das Unternehmen.

Welche Tätigkeiten magst Du nicht so gern?

Körperlich fällt mir nichts schwer. Wir haben ja die ganzen Maschinen. Am Anfang war es schwierig, Baupläne richtig zu lesen. Aber das lernt man immer mehr. Und die Kollegen mit ihren Erfahrungen unterstützen einen sehr. Sie wissen, dass man vieles nach der Ausbildung mit dem vielen Schulunterricht erst lernen muss.

Hat die Ausbildung Deinen Erwartungen entsprochen?

Auf jeden Fall. Man wurde von Herrn Gruis, unserem Ausbildungsleiter, richtig gut umsorgt. Er hat sich sehr um mich gekümmert, fragte immer, wie es läuft, wie es mir geht. Und wenn man Wünsche hat: Bei Fritz Spieker hört man zu und es werden zeitnah Vorschläge zur Umsetzung gemacht. So sind sie bei Spieker. Gut fand ich auch, dass wir einmal im Jahr einen Azubi-Tag haben.

Einen Teil der Ausbildung absolviert Ihr beim Bau-ABC. In welche anderen Bereiche konntest Du dort hineinschnuppern?

Trockenbau, Metallbau, Mauerwerksbau. Das ist echt interessant und erweitert das Verständnis für viele Bereiche, auch im eigenen Job.

Was fasziniert Dich an Beton?

Es gibt verschiedene Beton- und Festigungsklassen, zahlreiche Zusatzmittel. Auch die Langlebigkeit fasziniert mich. Wenn ich in Rente bin, werden alle Brücken, die wir jetzt bauen, noch stehen. Und wenn die Baustellen abgeschlossen sind, steht man vor diesem gewaltigen Bauwerk aus Beton und ist total beeindruckt. Das ist wie ein Monument. Überwältigend!

Passt das Gehalt?

Passt! Dazu ist die Arbeitsatmosphäre top und sehr familiär.

Was machst Du beruflich in zehn Jahren?

Ich möchte den Meister machen. Und vielleicht irgendwann Polier werden. Die Firma unterstützt mich sehr dabei. Neulich habe ich darüber sogar mit unserem Firmenchef Herrn Jörn Spieker gesprochen. Er kennt jeden seiner Mitarbeiter mit Namen.