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Onkologische/r Kosmetiker/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Weiterbildung Onkologische/r Kosmetiker/in
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartWeiterbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer≤ 1 Jahr
ArbeitszeitWochenendarbeit, Werktags

Allgemeine Infos

Schminken, Nägel lackieren und Gesichtsmasken anrühren und auftragen findest du zwar gut und schön – dein Ziel ist es aber, Menschen wirklich zu helfen und ihnen in schweren Zeiten die nötige Pflege zu ermöglichen? Du bist Kosmetikerin, hast aber keine Angst davor, dich auch in medizinische Bereiche einzuarbeiten? Dann ist die Ausbildung zur onkologischen Kosmetikerin genau das Richtige für dich.

Bild aus dem Text zu Onkologische/r Kosmetiker/in

Worum geht es in der Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin?

Das Wichtigste vorweg: Um onkologische Kosmetikerin zu werden, musst du bereits eine Ausbildung als Kosmetikerin abgeschlossen haben, denn bei der Ausbildung zur onkologischen Kosmetikerin handelt es sich um eine Weiterbildung. Es ist daher wichtig, dass du zunächst einmal eine reguläre Ausbildung zur Kosmetikerin gemacht hast, in der du alle Grundlagen lernst, die du später für deine Spezialisierung brauchst. Dabei geht es aber auf keinen Fall darum, deine Kunden zu stylen oder ihnen Hautunreinheiten zu entfernen – du bist der- oder diejenige, die sich um ihre stark geschädigte und teilweise schmerzende Haut kümmert und sie so gut wie möglich pflegt.

Deine Einsatzgebiete sind vielfältig: Du kannst dich selbstständig machen und ein eigenes Kosmetikstudio eröffnen, du kannst aber auch in Klinken oder Sanatorien arbeiten und dort deine Patientinnen und Patienten bei der Hautpflege unterstützen. Als onkologische Kosmetikerin arbeitest du nämlich mit Krebspatientinnen und -patienten zusammen. Um diese tückische Krankheit zu bekämpfen, werden deine Kunden aggressiven medizinischen Behandlungen wie Chemo-, Strahlen-, oder Immuntherapie unterzogen. Diese Therapien haben teilweise extreme Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Nicht nur die Haut leidet extrem unter den Giften, die in den Körper geleitet werden um den Krebs zu bekämpfen, auch das Immunsystem wird dadurch stark beeinflusst. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Chemo- oder Bestrahlungstherapie bekommen, schneller auf Keime reagieren als gesunde Menschen. Daher ist Hygiene das oberste Gebot, wenn es um die kosmetische Behandlung krebskranker Menschen geht.

Was macht man in der Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin?

Die kosmetische Behandlung in der Onkologie hat rein gar nichts mit einem normalen Besuch bei der Kosmetikerin zu tun. Dir sollte von vornherein klar sein, dass du nach deiner Ausbildung zur onkologischen Kosmetikerin mit krebskranken Menschen arbeiten wirst. Menschen, die oft lange und anstrengende Krankenhausaufenthalte hinter sich haben oder schon wissen, dass sie bald sterben werden. Zu einem gewissen Teil bist du als onkologische Kosmetikerin auch Sterbebegleiterin.

In deiner Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin lernst du nicht nur, wie sich die Chemo- und Strahlentherapie auf die Haut auswirkt, sondern auch ganz spezielle Behandlungsmöglichkeiten, zum Beispiel für Frauen nach einer Brustamputation. Ein Schwerpunkt in der Ausbildung zur onkologischen Kosmetikerin ist außerdem eine allgemeine Einführung in die Onkologie (also der Wissenschaft, die sich mit dem Krebs befasst). Außerdem wirst du im Bereich der Psychologie geschult, da die Arbeit mit totkranken Menschen auch für dich sehr belastend sein kann.

Du solltest Onkologische/r Kosmetiker/in werden, wenn...
  1. du einfühlsam bist.
  2. du gut auf Menschen zugehen kannst und vor allem kranken Kunden eine perfekte Behandlung anbieten möchtest.
  3. du keine Berührungsängste mit Brustamputationen, künstlichen Darmausgängen oder ähnlichem hast.
Du solltest auf keinen Fall Onkologische/r Kosmetiker/in werden, wenn...
  1. der sensible Umgang mit kranken Menschen nicht zu deinen Stärken gehört.
  2. Sterben und Tod Themen sind, die sich sehr belasten.
  3. Krankheiten bei dir Panik auslösen.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • Hautveränderungen nach und während einer Krebserkrankung erkennen und kosmetisch behandeln.
  • deinen Kunden ein großes Stück Lebensfreude und -qualität zurückgeben.
  • genau die richtige Pflege für deine Kunden auswählen.
  • auch seelischen Beistand leisten und gut mit schwerkranken Menschen umgehen.
  • passende Produkte für die Pflege von durch Chemo- oder Strahlentherapie geschädigte Haut auswählen.

Gehalt

Zuhören, pflegen und beraten – die Welt der Kosmetik ist abwechslungsreich und spannend. Als onkologische Kosmetikerin berätst du deine Kundinnen nicht in Sachen Beauty und Styling. Dein Augenmerkt liegt darauf, die Haut deiner Patientinnen zu pflegen und die größten Schädigungen zu heilen. Natürlich gehört es aber auch zu deinen Aufgaben, deinen Kunden ein offenes Ohr zu schenken und mit ihnen über ihre Sorgen zu sprechen. Klar ist es bei all dem Einfühlungsvermögen und deinen Bemühungen, deinen Kundinnen ein Stück Lebensqualität zu schenken, auch wichtig, dass du selbst am Ende auch Lebensqualität mit dem Beruf erhältst. Bei uns erfährst du deshalb nun, wie das Gehalt der onkologischen Kosmetikerin aussieht.

Was verdiene ich während der Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin?

Um für die Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin infrage zu kommen, hast du bereits eine Ausbildung in diesem Bereich abgeschlossen. Bei der onkologischen Kosmetikerin handelt es sich nämlich lediglich um eine Fortbildung bzw. schulische Weiterbildung. Was das bedeutet? Zunächst einmal wird diese Weiterbildung nur an bestimmten Bildungsstätten oder -einrichtungen angeboten und dauert in der Regel nur ein paar Tage oder Wochen. Die Dauer kann sich je nach Einrichtung und Aufbau unterscheiden. Während du bei deiner dreijährigen dualen Ausbildung zur Kosmetikerin bereits Geld verdient hast, ist die Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin leider unvergütet.

Im Gegenteil, anstatt während der Weiterbildung einen Verdienst als onkologische Kosmetikerin zu erhalten, entstehen dabei immer Kosten, denn du musst für die Weiterbildung bezahlen. Welche Kosten genau auf dich zukommen, ist nicht festgeschrieben, sondern hängt ganz von der Bildungsstätte ab. Es wird jedoch ein Betrag von mehreren hundert Euro sein. Wenn du das Geld nicht selbst aufbringen kannst, informiere dich auf jeden Fall bei deinem Vorgesetzten, ob er eine solche Weiterbildung finanzieren würde. Immerhin hat auch er am Ende etwas von deiner zusätzlichen Qualifikation. Am Ende der Weiterbildung musst du dann in der Regel eine Abschlussprüfung durchlaufen, um ein Zertifikat zu erhalten, dass deine Zusatzqualifikation bestätigt.

Was verdiene ich nach der Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin?

Nach der Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin musst du allerdings nicht weiterhin in einem Kosmetikstudio angestellt bleiben. Viele machen sich nach der Weiterbildung selbstständig und eröffnen ein eigenes Kosmetikstudio. Andere arbeiten als Freiberuflerinnen und besuchen Kundinnen zu Hause oder in den Krankenhäusern, in denen sie therapiert werden. Viele onkologische Kosmetikerinnen entscheiden sich für den Schritt in die Selbstständigkeit, da sie so flexibler sind und besser auf ihre Kunden eingehen können. Der Verdienst als onkologische Kosmetikerin steht leider in keinem Verhältnis zu dem, was sie leisten. Mindestlohn sei Dank wird die Untergrenze jedoch ab Januar 2015 auf 8,50 Euro brutto pro Stunde festgelegt. Bei einer vollen Stelle mit einer 40-Stunden-Woche stehen dir also mindestens 1360 Euro brutto zu. Mit deiner Zusatzqualifikation steigerst du jedoch deinen Marktwert und so kann auch dein Gehalt als onkologische Kosmetikerin deutlich höher ausfallen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin

Die Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin dauert unterschiedlich lang. An einigen Seminarorten bist du bereits nach zwei Tagen ausgelernt und musst eine Abschlussprüfung ablegen. Andere Fortbildungen können sich auch über einige Wochen erstrecken, das hängt immer ganz von der jeweiligen Ausbildungsstätte ab.

Selbstständigkeit

Viele onkologische Kosmetikerinnen machen sich selbstständig und arbeiten als Freiberuflerinnen für Klinken oder Sanatorien. Mit viel Berufserfahrung und ein paar Kenntnissen im kaufmännischen Bereich kannst du natürlich auch dein eigenes Kosmetikstudio eröffnen oder freiberuflich zu deinen Kunden nach Hause fahren.

Zusatzqualifikation BOB – Balance-Onkologische-Beraterin

Als Balance-Onkologische-Beraterin bist du nicht nur für das Äußere deiner Kunden zuständig, sondern auch für seine inneren Ängste, Verletzungen und Sorgen. Das bedeutet, dass du deinen Kunden dabei hilfst, die Krebserkrankung durch gezielte Gesprächstherapie zu verarbeiten.

Studium

Falls du die entsprechenden Qualifikationen hast und dich die Onkologie so sehr fasziniert, dass du dich noch viel intensiver mit ihr beschäftigen möchtest, könntest du dich auch um einen Studienplatz in der Medizin bewerben. Im Laufe deines Studiums bekommst du dann die Möglichkeit, dich auf Onkologie zu spezialisieren. Deine Kenntnisse der onkologischen Kosmetik können dabei echt hilfreich sein.

Wusstest du schon, dass...
  • der Ausdruck „Kosmetik“ sich aus dem altgriechischen Verb κοσμέω (kosméo) ableitet und „schmücken“ heißt?
  • die Haut extrem unter der Strahlentherapie leidet? Sichtbare Folgen sind beispielsweise trockene und gerötete Stellen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand.
  • Deutsche im Jahr nur 150 Euro für Kosmetik ausgeben?
  • bei Krebspatienten keine irritierenden oder belastenden Produkte verwendet werden dürfen? Greife lieber auf beruhigende, entzündungshemmende und pflegende Cremes zurück, die die Haut schützen.
  • Männer und Frauen im alten Ägypten sich Lippen und Wangen mit roten Farbstoffen schminkten? Auch die Färbung von Augenbrauen, Augenlidern und Haaren (mit Henna, Kajal oder Indigo) war in Ägypten sehr beliebt.

Bewerbung

Menschen wirklich helfen zu können ist immer eine wunderbare Sache, dabei ist es eigentlich auch unerheblich, in welcher Form das passiert. Trotzdem bleibt man als Schuster ja gerne bei seinen Leisten und zum Glück gibt es passende Weiterbildungen, die deine Leidenschaft um die Aspekte erweitern, die auch deine soziale Ader freudig pulsieren lassen. Wie du bei uns bereits erfahren hast, kannst du mit einer Bewerbung auf eine Weiterbildung als onkologische Kosmetikerin genau dahin kommen und wir wollen dir zeigen wie!

Wie läuft die Bewerbung für eine Weiterbildung zur onkologischen Kosmetikerin ab?

Die Weiterbildung vermittelt dir verschiedenste Kenntnisse – nicht nur im Bereich Hautbehandlung und Pflege, sondern auch über die Auswirkungen unterschiedlicher Therapien auf die Haut und damit verbundene Behandlungsmethoden sowie eine Einführung in den Fachbereich Onkologie und Psychologie. Du solltest für deine Bewerbung als onkologische Kosmetikerin also auf jeden Fall umfassendes Interesse mitbringen.

Eine weitere Voraussetzung ist deine abgeschlossene Ausbildung zur Kosmetikerin. Oft kannst du die Weiterbildung aber auch schon während deiner Ausbildung absolvieren, wenn du nah genug am Abschluss bist und das nötige Fachwissen bereits mitbringst. Deiner Bewerbung auf eine Weiterbildung als onkologische Kosmetikerin legst du demnach also auch deinen Ausbildungsvertrag beziehungsweise dein Zeugnis bei. Die restlichen Unterlagen hängen jeweils davon ab, wo und wie du die Weiterbildung absolvierst. Häufig musst du dich einfach nur an der entsprechenden Stätte anmelden und passende Belege einreichen und somit keine Bewerbung im klassischen Sinne schreiben.

Falls doch, dann hast du mit Sicherheit noch deine Unterlagen von der Bewerbung zu deiner Ausbildung. Hier kannst du die neuerworbenen Zeugnisse und Zertifikate anhängen und deinen Lebenslauf entsprechend erweitern um deine Ausbildung. Falls auch ein Bewerbungs- oder Motivationsschreiben verlangt wird, hast du auch hier bereits Erfahrung durch deine Ausbildung gesammelt. Auch bei deiner Bewerbung als onkologische Kosmetikerin fällt das Schreiben grundsätzlich nicht großartig anders aus – wobei du natürlich trotzdem inhaltliche Anpassungen vornehmen solltest. Schließlich verfügst du nun über ein besseres Profil, mehr Fachwissen und vor allem die nötige Praxiserfahrung.

Bedenke auch, dass eine Weiterbildung häufig etwas kostet – in diesem Fall bewegt sich der Preis ungefähr bei 800 bis 900 Euro. Du kannst dich aber auch fördern lassen oder dich bei deinem Arbeitgeber informieren, ob Weiterbildungen für Mitarbeiter gezahlt oder unterstützt werden, so dass die Verwirklichung deines Traumes nicht an der Finanzierung scheitern muss.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Da deine Bewerbung als onkologische Kosmetikerin, wie wir dir bereits gezeigt haben, nicht unbedingt dem klassischen Schema folgt, wird dich auch kein klassisches Bewerbungsgespräch erwarten. Doch auch während der Seminarzeit und vor allem während der ärztlichen Prüfung solltest du selbstverständlich auch nicht im Schlabberlook auftauchen. Gerade als Kosmetikerin weißt du ja, wie wichtig ein gepflegtes Äußeres ist. Das solltest du während deiner Weiterbildung auch zeigen.

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