Grafikdesigner Ausbildung: Beruf & freie Stellen

Empf. Schulabschluss:
Mittlere Reife
Ausbildungsdauer:
2–3 Jahre
Arbeitszeit:
werktags
Du interessierst dich für diesen Beruf?

Grafikdesigner/in Berufsbild

Du liebst es, mit Farben, Formen und Schriften zu arbeiten? Du hast ständig neue Designideen und fragst dich, wie du daraus einen Beruf machen kannst? Als Grafikdesigner bzw. Grafikdesignerin gestaltest du Logos, Plakate, Websites oder Social-Media-Beiträge und sorgst dafür, dass Inhalte richtig gut aussehen.

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Was ist Grafikdesign?

Grafikdesign ist die Kunst, Informationen so zu gestalten, dass sie sofort ins Auge fallen und verstanden werden. Dabei geht es nicht nur darum, etwas „schön“ aussehen zu lassen – Grafikdesign sorgt dafür, dass Inhalte und Botschaften klar, einprägsam und zielgerichtet kommuniziert werden, z. B. für Marken, Veranstaltungen oder digitale Medien. Farben, Formen, Bilder und Schriften werden dabei gezielt eingesetzt, um Inhalte ansprechend zu präsentieren.

Was macht ein Grafikdesigner?

Als Grafikdesigner planst und gestaltest du visuelle Kommunikationsmittel wie Plakate, Flyer oder Webseiten. Du entwickelst kreative Konzepte, planst die visuelle Umsetzung und arbeitest dabei eng mit Kundinnen und Kunden zusammen. Dabei kommt es darauf an, Informationen ansprechend, verständlich und passend zur Zielgruppe zu gestalten. 

Typische Aufgaben sind …

  • … Logos und Corporate Designs erstellen.
  • … Webseiten und Apps gestalten.
  • … Broschüren und Magazine layouten.
  • … Social-Media-Content designen.
  • … Präsentationen und Werbemittel entwickeln.

Wo arbeiten Grafikdesignerinnen?

Grafikdesignerinnen arbeiten überall dort, wo Plakate, Flyer, Webseiten oder Social-Media-Grafiken entstehen. Typische Arbeitsorte sind

  • Werbeagenturen,
  • Designbüros,
  • Verlage und
  • Marketingabteilungen von Unternehmen.

Selbstständige Grafikdesignerinnen arbeiten z. B. als Freelancerinnen für entsprechende Unternehmen oder Agenturen.

Unterschied: Grafikdesigner und Mediengestalter

Grafikdesigner:in Mediengestalter:in
  • Schwerpunkt auf kreativer Gestaltung und Konzeptentwicklung – du entwickelst eigene Ideen und Designs.
  • Technische Umsetzung von Designs nach Vorgaben – du setzt bestehende Konzepte praktisch um.
  • Meist schulische Ausbildung oder Studium, oft mit künstlerischem Fokus
  • Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule mit starkem Praxisbezug
  • Stärker künstlerisch geprägt, viel Freiraum für kreative Prozesse
  • Mehr Fokus auf Produktionsabläufe, Technik und Datenaufbereitung

Grafikdesigner-Ausbildung: Wie wird man Grafikdesigner?

Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist eine schulische Ausbildung. Die dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Den theoretischen Teil lernst du an einer Fachhochschule, den setzt du dann in schuleigenen Praxisräumen am PC um. Um richtige praktische Erfahrung zu sammeln, machst du Betriebspraktika, z. B. in Agenturen. 

Was sind die Ausbildungsinhalte?

Allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Wirtschaft stehen auch auf deinem Stundenplan. Viel interessanter sind aber die berufsbezogenen Inhalte. Dazu zählen: 

  • Typografie: Gestaltung und Einsetzen von Schriften
  • Layout und Komposition: Gestaltung von ansprechenden Seiten und Designs
  • Farblehre: Wirkung und Zusammenspiel von Farben
  • Zeichnungen und Illustrationen, sowohl manuell als auch digital
  • Digitale Bildbearbeitung: Umgang mit Programmen wie Photoshop und Illustrator
  • Konzeption und Ideenfindung, von der ersten Skizze bis zum fertigen Design
  • Projektmanagement: Planung und Umsetzung von Designprojekten
  • Medienproduktion: Vorbereitung von Dateien für Druck und digitale Medien

Grafikdesigner Ausbildung Kosten

Staatliche Schulen sind meist kostenfrei oder erheben nur eine kleine Verwaltungsgebühr, z. B. 100 bis 500 Euro pro Jahr. Bei privaten Schulen können die Kosten höher ausfallen, ca. 200 bis 600 Euro pro Monat. Manchmal fallen auch noch Kosten für Materialien oder Prüfungen an. Das können nochmal 500 bis 1.500 Euro sein. Informier dich aber am besten direkt an deiner Schule, was finanziell auf dich zukommt.

Alternativen zur Ausbildung

Du musst nicht zwangsläufig eine Ausbildung machen, um Grafikdesigner zu werden. Folgende Möglichkeiten hast du auch: 

  • Studium Grafikdesign: Oft werden auch Grafikdesign-Studiengänge an Hochschulen oder Akademien angeboten, die du belegen kannst. Die dauern zwischen sechs und acht Semester, also drei bis vier Jahre. Da brauchst du dann aber meistens Abitur für. Auch ein Fernstudium mit Online-Seminaren ist möglich.
  • Selbststudium: Onlinekurse, Tutorials auf YouTube und Übung machen es möglich, dass du auch als Quereinsteiger im Grafikdesign arbeiten kannst. Online-Kurse kosten aber oft was – zwischen 50 und 2.000 Euro können das werden. Achte da auch darauf, dass du ein Zertifikat bekommst. Das solltest du zusammen mit Arbeitsproben zur Bewerbung beilegen.

Grafikdesigner Voraussetzungen: Was braucht man, um Grafikdesigner zu werden?

In der Regel brauchst du die mittlere Reife oder (Fach-)Abitur, um die Ausbildung zum Grafikdesigner zu starten. Je nachdem, wo du dich bewirbst, musst du ein Portfolio mit Arbeitsproben vorlegen oder einen Eignungstest machen bzw. eine Aufnahmeprüfung bestehen. 

  • Wichtige Schulfächer: Kunst, Informatik & Mathe
  • Persönliches Interesse: Social-Media-Trends, digitale Medien, Design-Software
  • Soft-Skills: Kreativität, Sinn für Ästhetik & Kommunikationsstärke sowie Teamfähigkeit, Selbstorganisation & Kritikfähigkeit
Du solltest Grafikdesigner:in werden, wenn …
  1. du dein gestalterisches und kreatives Talent schon dein ganzes Leben lang zum Beruf machen willst.
  2. dir der Computer als ständiger Arbeitsplatz willkommen ist.
  3. du gut kommunizieren kannst.
Du solltest auf keinen Fall Grafikdesigner:in werden, wenn …
  1. du nicht gerne viel am Schreibtisch sitzt.
  2. deine Kreativität und dein Schöpfungsdrang nur phasenweise auftreten.
  3. dir möglicher Stress, Überstunden und Termindruck Bauchschmerzen bereiten.

Grafikdesigner Gehalt: Wie viel verdient ein Grafikdesigner in der Ausbildung?

Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist unvergütet. Je nach Art der Schule, Bundesland und Träger kann es aber sein, dass du eine geringe monatliche Ausbildungsvergütung bekommst. Sorgen, um deine finanzielle Situation solltest du dir aber nicht machen. Es gibt nämlich finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Azubis, die der Staat bereitstellt, z. B. Schüler-BAföG.  

Wie hoch ist das Gehalt nach der Ausbildung?

Dein Einstiegsgehalt als Grafikdesigner liegt bei 2.100 bis 3.000 Euro brutto im Monat. Mit mehr Berufserfahrung kannst du monatlich zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto verdienen. Wenn du noch mehr Erfahrung sammelst und dich entsprechend weiterbildest, dann kannst du auf bis zu 4.500 Euro brutto im Monat aufsteigen. Dein Gehalt hängt natürlich von Faktoren wie Bundesland und Arbeitgeber ab und kann deshalb variieren.

Gehalt Grafikdesigner (brutto)

Position Monatlich Jährlich Stundenlohn
Einstiegsgehalt 2.100–3.000 € 25.000–36.000 € ca. 12,82–17 €
Durchschnittsgehalt 2.500–3.500 € 30.000–42.000 € ca. 14–20 €
Mit Erfahrung bis zu 4.500 € bis zu 54.000 € bis zu 26 €

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es für Grafikdesignerinnen?

  • Spezialisierungen: Durch Anpassungsweiterbildungen kannst du dich in Bereichen wie UX-Design oder Motion Design spezialisieren.
  • Studium: Mit Abitur oder einer abgeschlossenen Ausbildung kannst du Studiengänge wie Mediendesign, Kommunikationsdesign, Medienwissenschaft oder auch Game Design studieren. Informier dich dazu bei der entsprechenden Hochschule.
  • Weiterbildungen:
    • Webdesignerin
    • Staatlich geprüfte Technikerin für Druck- und Medientechnik
    • Medienfachwirtin
    • geprüfte Industriemeisterin in der Fachrichtung Printmedien
  • Selbstständigkeit als Freelancerin oder mit einer eigenen Grafikdesign-Agentur

Wird Künstliche Intelligenz bald Grafikdesigner ersetzen?

Auch im Grafikdesign verändert künstliche Intelligenz (KI) den Arbeitsalltag. Tools wie KI-Bildgeneratoren oder automatische Layoutprogramme unterstützen bereits bei einfachen Aufgaben – zum Beispiel bei der schnellen Erstellung von Entwürfen oder bei der Bildbearbeitung.

Aber keine Sorge: Kreativität, eigene Ideen und individuelle Designs kann KI (noch) nicht ersetzen. Unternehmen brauchen weiterhin Menschen, die Trends erkennen, Konzepte entwickeln und Designs gestalten, die wirklich zum Kunden passen. Wer sich mit den neuen Möglichkeiten der KI beschäftigt und lernt, sie sinnvoll einzusetzen, hat also sogar Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Hab also keine Angst vor der Veränderung, sondern sehe sie als Chance, dein Profil zu stärken!

Wie bewerbe ich mich für die Ausbildung zum Grafikdesigner?

Für eine Bewerbung an einer Fachschule brauchst du meistens die Klassiker: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Zusätzlich kommen da aber meistens noch Arbeitsproben als Anlagen hinzu, quasi ein Portfolio mit allen coolen Dingen, die du schon selber gefertigt hast. Typische Projekte für die Mappe können sein: selbst erstellte Flyer oder Plakate, Illustrationen, Fotobearbeitungen, Designs für Schulveranstaltungen oder freie kreative Arbeiten.

Wichtig für die Bewerbung ist:

  • Zeig deine Persönlichkeit im Anschreiben, indem du von eigenen Projekten, Hobbys oder Erfahrungen erzählst, z. B. selbstgestaltete Social-Media-Posts oder freiwillige Mitarbeit an Schulprojekten. Das zeigt deine kreative Seite.
  • Hebe Praktika oder Nebenjobs im Grafikdesign-Bereich hervor, wenn du welche gemacht hast.
  • Ehrenamtliches Engagement kommt immer gut an. Das zeigt, dass du motiviert, kommunikativ und teamfähig bist.
  • Wähle besonders vielseitige Arbeiten für die Mappe aus, z. B. Logos, Illustrationen oder Layouts.
  • Achte auf ein sauberes, ansprechendes Layout deiner Unterlagen – das ist deine erste Design-Visitenkarte. Unser Tipp: Gestalte doch ein schönes Deckblatt, um deine Design-Skills direkt zu demonstrieren.

Wie läuft der Eignungstest für die Grafikdesign-Ausbildung ab?

Ein Eignungstest für die Ausbildung zur Grafikdesignerin ist an vielen Schulen oder Akademien Teil des Auswahlverfahrens. Er soll zeigen, ob du das nötige kreative Talent, technisches Verständnis und gestalterisches Grundwissen mitbringst. Typischer Ablauf und Inhalte könnten so aussehen:

1. Kreativ- und Zeichenaufgaben:

Hier bekommst du meist konkrete Aufgaben, zum Beispiel:

  • „Gestalte ein Plakat zu Thema XY.“
  • „Entwirf ein Logo für ein fiktives Unternehmen.“
  • „Zeichne einen Gegenstand aus verschiedenen Perspektiven.“

Es geht weniger um Perfektion, sondern darum, deine Ideen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie du gestalterisch denkst.

2. Allgemeines Gestaltungswissen:

Manchmal gibt es Multiple-Choice- oder Theoriefragen, z. B. zu Farbenlehre, Perspektive oder Typografie. Keine Sorge, du musst noch kein Profi sein – Grundlagenwissen und Interesse reichen oft aus.

3. Kreative Ideenfindung:

Hier zählt Spontaneität. Du bekommst z. B. fünf Begriffe und sollst daraus in kurzer Zeit ein Konzept entwickeln.

4. Portfolio-/Mappenbesprechung:

Falls du eine Mappe mitbringst, wird diese zusammen mit dir durchgesehen. Du kannst erklären, wie deine Arbeiten entstanden sind und welche Ideen dahinterstecken.

5. Persönliches Gespräch

Hier geht’s um Motivation: Warum willst du Grafikdesignerin werden? Was interessiert dich an dem Beruf? Es ist quasi wie ein Vorstellungsgespräch. Achte also darauf, dass du dich darauf gut vorbereitest. Wir helfen dir dabei, mit unserem Vorstellungsgespräch-Ratgeber.

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