ODER
Du liebst es, mit Farben, Formen und Schriften zu arbeiten? Du hast ständig neue Designideen und fragst dich, wie du daraus einen Beruf machen kannst? Als Grafikdesigner bzw. Grafikdesignerin gestaltest du Logos, Plakate, Websites oder Social-Media-Beiträge und sorgst dafür, dass Inhalte richtig gut aussehen.
Grafikdesign ist die Kunst, Informationen so zu gestalten, dass sie sofort ins Auge fallen und verstanden werden. Dabei geht es nicht nur darum, etwas „schön“ aussehen zu lassen – Grafikdesign sorgt dafür, dass Inhalte und Botschaften klar, einprägsam und zielgerichtet kommuniziert werden, z. B. für Marken, Veranstaltungen oder digitale Medien. Farben, Formen, Bilder und Schriften werden dabei gezielt eingesetzt, um Inhalte ansprechend zu präsentieren.
Als Grafikdesigner planst und gestaltest du visuelle Kommunikationsmittel wie Plakate, Flyer oder Webseiten. Du entwickelst kreative Konzepte, planst die visuelle Umsetzung und arbeitest dabei eng mit Kundinnen und Kunden zusammen. Dabei kommt es darauf an, Informationen ansprechend, verständlich und passend zur Zielgruppe zu gestalten.
Typische Aufgaben sind …
Grafikdesignerinnen arbeiten überall dort, wo Plakate, Flyer, Webseiten oder Social-Media-Grafiken entstehen. Typische Arbeitsorte sind
Selbstständige Grafikdesignerinnen arbeiten z. B. als Freelancerinnen für entsprechende Unternehmen oder Agenturen.
Grafikdesigner:in | Mediengestalter:in |
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Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist eine schulische Ausbildung. Die dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Den theoretischen Teil lernst du an einer Fachhochschule, den setzt du dann in schuleigenen Praxisräumen am PC um. Um richtige praktische Erfahrung zu sammeln, machst du Betriebspraktika, z. B. in Agenturen.
Allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Wirtschaft stehen auch auf deinem Stundenplan. Viel interessanter sind aber die berufsbezogenen Inhalte. Dazu zählen:
Staatliche Schulen sind meist kostenfrei oder erheben nur eine kleine Verwaltungsgebühr, z. B. 100 bis 500 Euro pro Jahr. Bei privaten Schulen können die Kosten höher ausfallen, ca. 200 bis 600 Euro pro Monat. Manchmal fallen auch noch Kosten für Materialien oder Prüfungen an. Das können nochmal 500 bis 1.500 Euro sein. Informier dich aber am besten direkt an deiner Schule, was finanziell auf dich zukommt.
Du musst nicht zwangsläufig eine Ausbildung machen, um Grafikdesigner zu werden. Folgende Möglichkeiten hast du auch:
In der Regel brauchst du die mittlere Reife oder (Fach-)Abitur, um die Ausbildung zum Grafikdesigner zu starten. Je nachdem, wo du dich bewirbst, musst du ein Portfolio mit Arbeitsproben vorlegen oder einen Eignungstest machen bzw. eine Aufnahmeprüfung bestehen.
Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist unvergütet. Je nach Art der Schule, Bundesland und Träger kann es aber sein, dass du eine geringe monatliche Ausbildungsvergütung bekommst. Sorgen, um deine finanzielle Situation solltest du dir aber nicht machen. Es gibt nämlich finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Azubis, die der Staat bereitstellt, z. B. Schüler-BAföG.
Dein Einstiegsgehalt als Grafikdesigner liegt bei 2.100 bis 3.000 Euro brutto im Monat. Mit mehr Berufserfahrung kannst du monatlich zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto verdienen. Wenn du noch mehr Erfahrung sammelst und dich entsprechend weiterbildest, dann kannst du auf bis zu 4.500 Euro brutto im Monat aufsteigen. Dein Gehalt hängt natürlich von Faktoren wie Bundesland und Arbeitgeber ab und kann deshalb variieren.
Position | Monatlich | Jährlich | Stundenlohn |
Einstiegsgehalt | 2.100–3.000 € | 25.000–36.000 € | ca. 12,82–17 € |
Durchschnittsgehalt | 2.500–3.500 € | 30.000–42.000 € | ca. 14–20 € |
Mit Erfahrung | bis zu 4.500 € | bis zu 54.000 € | bis zu 26 € |
Auch im Grafikdesign verändert künstliche Intelligenz (KI) den Arbeitsalltag. Tools wie KI-Bildgeneratoren oder automatische Layoutprogramme unterstützen bereits bei einfachen Aufgaben – zum Beispiel bei der schnellen Erstellung von Entwürfen oder bei der Bildbearbeitung.
Aber keine Sorge: Kreativität, eigene Ideen und individuelle Designs kann KI (noch) nicht ersetzen. Unternehmen brauchen weiterhin Menschen, die Trends erkennen, Konzepte entwickeln und Designs gestalten, die wirklich zum Kunden passen. Wer sich mit den neuen Möglichkeiten der KI beschäftigt und lernt, sie sinnvoll einzusetzen, hat also sogar Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Hab also keine Angst vor der Veränderung, sondern sehe sie als Chance, dein Profil zu stärken!
Für eine Bewerbung an einer Fachschule brauchst du meistens die Klassiker: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Zusätzlich kommen da aber meistens noch Arbeitsproben als Anlagen hinzu, quasi ein Portfolio mit allen coolen Dingen, die du schon selber gefertigt hast. Typische Projekte für die Mappe können sein: selbst erstellte Flyer oder Plakate, Illustrationen, Fotobearbeitungen, Designs für Schulveranstaltungen oder freie kreative Arbeiten.
Wichtig für die Bewerbung ist:
Ein Eignungstest für die Ausbildung zur Grafikdesignerin ist an vielen Schulen oder Akademien Teil des Auswahlverfahrens. Er soll zeigen, ob du das nötige kreative Talent, technisches Verständnis und gestalterisches Grundwissen mitbringst. Typischer Ablauf und Inhalte könnten so aussehen:
1. Kreativ- und Zeichenaufgaben:
Hier bekommst du meist konkrete Aufgaben, zum Beispiel:
Es geht weniger um Perfektion, sondern darum, deine Ideen sichtbar zu machen und zu zeigen, wie du gestalterisch denkst.
2. Allgemeines Gestaltungswissen:
Manchmal gibt es Multiple-Choice- oder Theoriefragen, z. B. zu Farbenlehre, Perspektive oder Typografie. Keine Sorge, du musst noch kein Profi sein – Grundlagenwissen und Interesse reichen oft aus.
3. Kreative Ideenfindung:
Hier zählt Spontaneität. Du bekommst z. B. fünf Begriffe und sollst daraus in kurzer Zeit ein Konzept entwickeln.
4. Portfolio-/Mappenbesprechung:
Falls du eine Mappe mitbringst, wird diese zusammen mit dir durchgesehen. Du kannst erklären, wie deine Arbeiten entstanden sind und welche Ideen dahinterstecken.
5. Persönliches Gespräch
Hier geht’s um Motivation: Warum willst du Grafikdesignerin werden? Was interessiert dich an dem Beruf? Es ist quasi wie ein Vorstellungsgespräch. Achte also darauf, dass du dich darauf gut vorbereitest. Wir helfen dir dabei, mit unserem Vorstellungsgespräch-Ratgeber.
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