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Game Artist

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Game Artist
Grafik: Ausbildung Game Artist

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartSchulische Ausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer2 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Ob Computer, Playstation, XBOX, oder Smartphone: Die Grafik von Games wird immer beeindruckender. Jahr für Jahr überbieten sich die Spielehersteller mit modernsten Technologien und eindrucksvoller Grafik. Atemberaubende Landschaften, anspruchsvoll gestaltete Gebäude und Charaktere mit viel Liebe fürs Detail sorgen für eine tolle Gaming-Atmosphäre, in die man gerne eintaucht. Der Game Artist hat einen wichtigen Anteil daran, denn er kümmert sich um die visuelle Gestaltung der Spiele. Als Artist designt er die Charaktere und entwirft virtuelle Welten, die dann in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Gaming-Berufen zum Leben erweckt werden.

Bild aus dem Text zu Game Artist

Was macht ein Game Artist?

Der Game Artist kümmert sich um die komplette visuelle Gestaltung eines Spiels. Angefangen von den Spielcharakteren und deren Animationen über die Landschaften und Gebäude bis hin zu den Special Effects. Bei seinen vielfältigen Aufgaben beschäftigt er sich unter anderem mit Graphic Design, Web Design, Concept Art und Character Design. Vereinfacht gesagt: Der Game Artist kümmert sich darum, dass das Spiel gut aussieht!

  • Virtuelle Welten schaffen: Durch Konzeptzeichnungen und mithilfe von Storyboards erschafft der Game Artist virtuelle Welten.  
  • Moods erzeugen: Mit sogenannten Moods (Stimmungsbilder) verleiht der Game Artist dem Spiel eine passende Atmosphäre. So zum Beispiel durch bestimmte Stilrichtungen der Charaktere und deren Umgebung.  
  • Spielcharaktere entwickeln: Angefangen vom Körperbau über die Kleidung bis hin zu Gestik und Mimik. Die Entwicklung von Spielcharakteren gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben des Game Artists. Um die Charaktere und deren Bewegungen möglichst realistisch darzustellen, wird teilweise mit sogenanntem Motion Capturing gearbeitet. Dabei werden die Bewegungsabläufe von echten Menschen erfasst und in ein 3D-Modell übertragen.  
  • Assets entwerfen: Gebäude und Requisiten, die in der Fachsprache als „Assets“ bezeichnet werden, werden ebenfalls vom Game Artist entworfen und designt.  
  • Concept Art: Konzeptzeichnungen gehört auch zu den Aufgaben eines Game Artists. Dabei macht er sich Gedanken darüber, wie eine Spielfigur aussehen soll und fertigt eine detaillierte Zeichnung an.

Deine Aufgaben auf einen Blick:

  • Konzeptzeichnungen anfertigen
  • Modelle entwerfen
  • Landschaften entwickeln
  • Computervisualisierung erstellen
  • Storyboards ausarbeiten

Was sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Gaming-Berufen?

Game Artist, Game Designer, Game Programmer oder Game Producer: An der Produktion von Spielen sind viele verschiedene Berufe beteiligt. Da kann es schonmal zu Verwirrungen kommen. Deshalb hier einmal kurz und knapp die Unterschiede.

  • Game Artist: Der Game Artist beschäftigt sich mit der Gestaltung von Figuren, Gebäuden und Landschaften. Er ist also dafür verantwortlich, wie die virtuelle Spielewelt aussieht.  
  • Game Designer: Der Game Designer ist auch bei der Gestaltung der Spielewelt involviert. Darüber hinaus gehört aber auch das Game Development zu seinen Aufgaben. Er überlegt sich also zum Beispiel wie das Spiel aufgebaut werden soll und was im Game zu tun ist.  
  • Game Programmer: Wie es der Name schon verrät, kümmert sich der Game Programmer um die Programmierung des Spiels. Er bekommt von seinen Kollegen klare Vorgaben, wie das Spiel auszusehen hat und macht sich dann an die Programmierarbeit.  
  • Game Producer: Bei der Entwicklung eines neuen Spiels ist der Game Producer sozusagen der Chef. Er koordiniert das Projekt vom ersten Entwurf bis hin zum fertigen Spiel. Dafür braucht er nicht nur Know-how aus allen Bereichen der Spielentwicklung, sondern auch betriebswirtschaftliches Fachwissen.

Warum sollte man Game Artist werden?

Die Ausbildung zum Game Artist bietet einen super Einstieg in die Gamingbranche. Neben extrem kreativen und abwechslungsreichen Aufgaben bietet der Job spannende Entwicklungsmöglichkeiten. So kannst du dich zum Beispiel auf einen bestimmten Bereich wie Concept Art, Special Effects oder Character Design spezialisieren und zu einem echten Top-Artist in diesem Bereich werden.

Du kannst dich später aber auch in eine andere Richtung weiterentwickeln und neue Aufgaben übernehmen. Das Know-how und die Fachkenntnisse aus den Bereichen Graphics und Development, das ein Game Artist hat, ist auch in anderen Berufen gefragt. Game Artists haben dementsprechend gute Zukunftsaussichten.

Wo kann ich als Game Artist arbeiten?

  • Spielehersteller
  • Gamestudios
  • Film & Fernsehen

Was muss ich für ein Typ sein, um Game Artist zu werden?

  • Künstler: Ohne Kreativität geht nichts! Zeichnen und Entwerfen gehört zu den zentralen Aufgaben eines Game Artists.  
  • Teamplayer: Bei der Entwicklung von Spielen sind Teamplayerqualitäten gefragt. Ein Game Artist arbeitet eng mit Entwicklern und Programmierern zusammen.  
  • Organisationstalent: Es gibt klare Zeitpläne, die eingehalten werden müssen. Deshalb brauchst du ein gutes Organisationsvermögen und musst auch in Stresssituationen in der Lage sein, den Überblick zu behalten.

Wie läuft die Ausbildung als Game Artist ab?

Wichtig: Je nachdem, an welcher Schule du die Ausbildung machst, kann es zu Unterschieden bei Inhalt und Aufbau der Ausbildung kommen!

Die schulische Ausbildung zum Game Artist kannst du sowohl in Vollzeit (zwei Jahre) als auch in Teilzeit (drei Jahre) machen. Ähnlich wie bei einem Studium wird die Ausbildung in Semester unterteilt, in denen verschiedene Module absolviert werden müssen. Dabei erhältst du einen sehr praxisnahen Einblick in die Arbeit eines Game Artists. Der enge Praxisbezug wird unter anderem durch mehrwöchige Praktika oder Projektwochen verstärkt.

Mansche Schulen bieten auch die Möglichkeit, sich am Ende der Ausbildung auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren. Das spiegelt sich dann auch im Abschluss wider. So bist du am Ende der Ausbildung zum Beispiel Staatlich anerkannter Game Artist mit Schwerpunk „3D Game Art“ oder mit Schwerpunkt „Concept Art“.

Was lernt ein Game Artist in der Ausbildung?

Zu Beginn des Studiums werden die Basics gelegt. So stehen zum Beispiel Grundlagen von Game Design und Production sowie Digital Arts und 3D Game Art auf dem Lehrplan. Du lernst zum Beispiel den Umgang mit Spezialsoftware und baust deine fachspezifischen Skills in den Bereichen Graphic Design, Character Design, 3D Modeling oder Concept Art aus. Darüber hinaus arbeitest du natürlich ständig an der Vertiefung deiner Programmierkenntnisse und beschäftigst dich unter anderem mit Game Programming sowie HTML und CSS.

Auch die Soft-Skills kommen nicht zu kurz: Neben Business English, Medienkompetenz oder Mathematik für Games stehen auch Kommunikationstrainings, Konfliktmanagement oder Methodenkompetenz auf dem Lehrplan.

All diese Kenntnisse werden im Laufe der Ausbildung immer weiter vertieft und im Rahmen von Projektarbeiten geprüft.

Gehalt

Was verdient ein Game Artist während der Ausbildung?

Während der Ausbildung zum Game Artist bekommst du keine Ausbildungsvergütung. Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, musst du Schulgeld bezahlen. Wie viel du bezahlen musst, hängt von der Schule ab, an der du die Ausbildung machst.

Keine Angst: Die schulische Ausbildung zum Game Artist kostet zwar Geld, allerdings bieten die Schulen vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten. Angefangen von Stipendienprogrammen über flexible Ratenzahlungen bis hin zu Bildungskrediten. Außerdem hast du auch Anspruch auf finanzielle Unterstützung in der Ausbildung wie zum Beispiel Schüler-BAföG.

Was verdient ein Game Artist nach der Ausbildung?

Der Ausbildungsberuf Game Artist ist noch relativ neu, weshalb es sehr schwierig ist, konkrete Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten zu machen. Zudem gibt es in der Gamingbranche keine Tarifverträge. Vergleichbare Berufe aus dem Digital Creative Bereich wie zum Beispiel der Game Designer bekommen ein Einstiegsgehalt von rund 2500 Euro brutto im Monat. In diesem Bereich wird auch das Einstiegsgehalt des Game Artists liegen.

Wie viel kann ich als Game Artist später verdienen?

Im Laufe der Jahre sammelst du Erfahrung und Know-how. Damit kannst du als Artist mehr Verantwortung übernehmen und auch an größeren Projekten mitwirken. Dadurch steigen dann natürlich auch deine Verdienstmöglichkeiten. So kannst du als erfahrener Game Artist später auch auf einen Monatsverdienst von bis zu 4000 Euro brutto kommen. Dein Gehalt hängt stark von der Firma ab, bei der du angestellt bist. Absolute Top-Artists können später natürlich auch noch mehr Geld verdienen.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

  • Game Programmer: Die einjährige Vollzeitweiterbildung zum Game Programmer baut auf deine Fachkenntnisse aus der Game Artist-Ausbildung auf. Als Game Programmer beschäftigst du dich nicht mehr nur mit der grafischen Gestaltung von Spielfiguren oder Landschaften, sondern steigst in die Programmierung der Spiele mit ein. Damit erweiterst du deine Kompetenzen und schaffst dir neue Karrierechancen.  
  • Studium: Nach deiner Ausbildung kannst du noch ein Level höher gehen und ein Studium anschließen. Damit qualifizierst du dich für größere Aufgaben und umfangreichere Projekte. Beliebte Bachelor Studiengänge sind zum Beispiel Gamedesign, Mediendesign oder Kommunikationsdesign.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Game Artist?

Bei der Entwicklung von Spielen bist du als Game Artist ein unverzichtbares Teammitglied. Mit deinem Know-how findest du allerdings nicht nur bei Spieleentwicklern und Game Studios einen Job, sondern auch in branchenfremden Unternehmen. In Zeiten von Virtual und Augmented Reality sowie 3D-Druck kannst du deine Fachkenntnisse auch bei anderen Firmen aus der Digital- und Tech-Branche einbringen. Zusammen mit den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten hast du als Game Artist insgesamt wirklich gute Zukunftsaussichten.

Bewerbung

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung als Game Artist?

Die Zugangsvorrausetzungen unterscheiden sich von Schule zu Schule. An manchen Schulen kannst du dich bereits mit 16 Jahren für die Ausbildung bewerben, bei anderen Schulen liegt das Mindestalter bei 18.

Neben großer Begeisterung für Games, digitale Trends und Animation solltest du natürlich auf jeden Fall eine kreative Ader mitbringen. Technisches Verständnis und ein routinierter Umgang mit PC sowie Interesse an Medien und Online-Anwendungen wird ebenfalls vorausgesetzt.

Manche Schulen setzen sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung oder gute Vorkenntnisse voraus. An solchen Schulen gibt es dann meist auch einen Eignungstest, den du bestehen musst, bevor du dich überhaupt bewerben kannst.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung als Game Artist?

Für die Ausbildung zum Game Artist wird in der Regel ein Realschulabschluss verlangt.

Wie bewerbe ich mich für die Game Artist Ausbildung?

Wie bei schulischen Ausbildungen üblich, bewirbst du dich direkt bei der jeweiligen Schule. Während es an manchen Schulen einen Eignungstest gibt, den du bestehen musst, kannst du dich bei anderen Schulen direkt für die Ausbildung bewerben.

Deine Bewerbungsunterlagen bestehen klassisch aus Anschreiben, Lebenslauf und deinen Anlagen bestehend aus Zeugnissen, Praktikabescheinigungen und Zertifikaten. Möchtest du dich zusätzlich direkt auf ein Förderprogramm der Schule bewerben, musst du noch ein Motivationsschreiben mitschicken.

Hast du die erforderlichen Bewerbungsunterlagen eingereicht, wirst du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Neben dem persönlichen Kennenlernen wird über deine fachliche Eignung für die Ausbildung entschieden. Im Idealfall wird dann direkt der Ausbildungsvertrag unterschrieben.

Gibt es Besonderheiten bei der Bewerbung?

Die Schulen verlangen bei der Bewerbung meist Arbeitsproben! Das können zum Beispiel eigene Spielideen, Web Designs, Game Prototypen oder Scripte sein. Auch Comics, Zeichnungen oder selbst geschnittene Videos werden gern genommen.

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Gute Arbeitsproben sind ein riesen Vorteil. Damit zeigst du, was du bereits alles kannst und wieviel Potential in dir steckt. Achte also darauf, möglichst vielseitige Arbeitsproben einzureichen. Praxiserfahrung, zum Beispiel durch Praktika oder eigene kleine Projekte, sind natürlich ebenfalls von Vorteil.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen?

Für das Vorstellungsgespräch eignet sich am Besten ein Outfit im Business-Casual-Style.

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