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Fotomedienfachmann/-frau

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Fotomedienfachmann/-frau
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Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags

Allgemeine Infos

Paparazzi aufgepasst! Wenn Fotografieren für dich mehr bedeutet, als mit dem Smartphone ein Selfie zu machen und du der Meinung bist, dass Bildbearbeitung nicht mit einem Fingerdruck erledigt ist, dann ist eine Ausbildung zum Fotomedienfachmann genau das Richtige für dich. Während der Ausbildung zum Fotomedienfachmann lernst du die unterschiedlichen Seiten des Fotografierens kennen. Du hast Kontakt mit Kunden und hilfst ihnen bei der Auswahl der Fotos, du fotografierst selbst oder arbeitest mit Fotografen zusammen und kümmerst dich anschließend im Fotoatelier um die Bearbeitung der Bilder. Wenn du dich im Umgang mit Geräten nicht wie ein Elefant im Porzellanladen verhältst und logisches Denken für dich nicht schon unlogisch klingt, steht deiner Entwicklung als Fotomedienfachmann nichts im Weg.

Bild aus dem Text zu Fotomedienfachmann/-frau

Reden ist für dich kein Problem? Super! Dann wirst du es lieben, Kunden mit deiner Begeisterung für Technik und Fotografie anzustecken. Du berätst beim Kauf von Geräten und Zubehör und entpuppst dich für den einen oder anderen Kunden zum wahren Helden, indem du seine Vorstellungen in einer perfekten Aufnahme umsetzt. Wie genau du auch den unentschlossensten Kunden im Verkaufsgespräch überzeugst, lernst du natürlich in der dreijährigen Ausbildung. Außerdem kannst du dein Kommunikationstalent dazu nutzen, Schulungen über die Bedienung von Kameras oder das Bearbeiten von Fotos mit speziellen Programmen zu leiten.

Was macht ein Fotomedienfachmann?

Ist das Kunst oder kann das weg? Ein gutes Bild erfordert mehr als nur das Drücken eines Auslösers. Deine Aufgabe ist es, Belichtungszeit, Blende, Kontrastumfang und Farbtemperatur einzustellen, um ein Objekt in Szene zu setzen. Damit dein erstes Foto kein Schuss in den Ofen wird, lernst du die Grundlagen der Bildaufnahme und -wiedergabe in der Berufsschule. Im Atelier hast du dann die Möglichkeit, die Bilder nach Kundenwünschen zu bearbeiten: Kleine Störfaktoren können durch das Verändern von Helligkeit oder Kontrast behoben werden. Soll der Kundenauftrag etwas spezieller sein, steht es dir frei, den Hintergrund durch einen Beliebigen zu ersetzen. Aber Vorsicht! Natürlich lernst du in deiner Ausbildung zum Fotomedienfachmann auch mit Bild-, Urheber- und Nutzungsrechten umzugehen, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt.

Du fragst dich sicher, was sich hinter den Aufgaben kaufmännischer Steuerung und Qualitätssicherung verbirgt und warum von dir, als Fotomedienfachmann, Betriebswissen gefordert wird. Ganz einfach: Ein Fotomedienfachmann kümmert sich um Einkauf, Lagerung und Kalkulation von Auftragsbearbeitung und –abrechnung, um den gewünschten Umsatz zu erzielen. Wenn du im Hier und Jetzt lebst und technische Fortschritte liebst, dann dürfte es dir aber leicht fallen, die neusten Trends im Fotobereich zu entdecken.

Du siehst also: In der Ausbildung zum Fotomedienfachmann bleibt keine Zeit für Langeweile. Die Ausbildung ist dual, das bedeutet, dass für dich sowohl Schulbank drücken als auch Experimentieren im Betrieb auf dem Programm steht. Dabei kannst du zwischen Fotofachhandel, Fotostudio und Fotolabor wählen. Sie dauert drei Jahre und wird mit einer mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfung beendet.

Du solltest Fotomedienfachmann/-frau werden, wenn...
  1. es dir Spaß macht, Objekte in Szene zu setzen.
  2. du auch in kniffligen Situationen Geduld beweist.
  3. Fotografie für dich Kunst ist.
Du solltest auf keinen Fall Fotomedienfachmann/-frau werden, wenn...
  1. du dich oft wie ein Elefant im Porzellanladen verhältst.
  2. Technik ein rotes Tuch für dich ist.
  3. Smartphones deiner Meinung nach der perfekte Ersatz für Digitalkameras sind.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • im Fotofachhandel arbeiten.
  • bei Herstellern optischer oder fotografischer Geräte arbeiten.
  • dich zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Foto und Medientechnik ausbilden lassen.
  • dich zum geprüften Handelsfachwirt ausbilden lassen.
  • ein Studium in den Bereichen Fotografie, Handelsbetriebswirtschaft oder Druck- und Medientechnik aufnehmen.

Gehalt

Spiegelreflex statt Smartphone? Fotoshooting statt Selfie? Du liebst es, Bildern Leben einzuhauchen und Kundenträume zu erfüllen? Dann ist eine Ausbildung zum Fotomedienfachmann genau das Richtige für dich. Dir stehen unzählige Aufgaben bevor, sodass dir garantiert nicht langweilig wird. Aber keine Langeweile zu haben ist ja auch nicht alles im Leben – schließlich muss man für seine Arbeit auch bezahlt werden. Du fragst dich, ob du dir bald deine eigene Kamera leisten kannst oder weiter mit dem Smartphone knipsen musst? Hier kannst du dir ein Bild davon machen und erfährst alles rund um den Verdienst als Fotomedienfachmann.

Was verdient ein Fotomedienfachmann während der Ausbildung?

Im ersten Ausbildungsjahr liegt dein Ausbildungsgehalt zwischen 724 und 970 Euro brutto. Das steigert sich im zweiten Ausbildungsjahr auf 854 bis 1.020 Euro. Und im dritten und letzten Jahr deiner Ausbildung wartet eine Vergütung zwischen 977 und 1.070 Euro brutto auf dich. Die große Gehaltsspanne hängt damit zusammen, das manche Betriebe den Azubi-Mindestlohn bezahlen und manche etwas mehr. Die höheren Gehaltszahlen beziehen sich auf die sogenannten Fotomaterial verarbeitenden Betriebe.

Wie viel kann ich als Fotomedienfachmann verdienen?

Nachdem du die mündliche und schriftliche Abschlussprüfung bestanden hast, kannst du dir endlich ein Bild vom Berufsleben machen und mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2.200 Euro brutto rechnen. Gewinnst du mit der Zeit an Praxiserfahrung, steigert sich das Gehalt weiter. Auch hier hängt wieder viel vom Unternehmen ab, bei dem du arbeitest. Mit reichlich Berufserfahrung ist auch ein Gehalt von über 2.900 Euro brutto möglich.

Wenn dir das auf die Dauer zu wenig erscheint, kannst du dich natürlich auch noch weiterbilden. Viele Fotomedienfachmänner lassen sich anschließend zum geprüften Handelsfachwirt ausbilden - da kannst du dann bis zu 3.800 Euro brutto pro Monat verdienen. Je nach Interesse kannst du natürlich auch in den Bereichen Handelsbetriebswirtschaft oder Druck- und Medientechnik ein Studium aufnehmen und verdienst nach einigen Jahren zwischen 3.000 und 4.500 Euro.

Nachdem du die mündliche und schriftliche Abschlussprüfung bestanden hast, kannst du dir endlich ein Bild vom Berufsleben machen und mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2.200 brutto rechnen. Gewinnst du mit der Zeit an Praxiserfahrung, steigert sich das Gehalt als Fotomedienfachmann bis zu einem Richtwert von 2.800 Euro. Wenn dir das auf die Dauer zu wenig erscheint, kannst du dich natürlich auch noch weiterbilden. Viele Fotomedienfachmänner lassen sich anschließend zum geprüften Handelsfachwirt ausbilden und verdienen bis zu 4.600 Euro brutto im Monat. Je nach Interesse kannst du natürlich auch in den Bereichen Handelsbetriebswirtschaft oder Druck- und Medientechnik ein Studium aufnehmen und verdienst nach einigen Jahren zwischen 3.000 und 4.500 Euro.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Ausbildung zum Fotomedienfachmann

Die duale Ausbildung zum Fotomedienfachmann dauert drei Jahre und findet in der Berufsschule und im Betrieb statt. Den Betrieb kannst du zwischen Fotofachladen, Fotostudio oder Fotolabor nach Herzenswunsch wählen. Als Fotomedienfachmann leitest du kundenorientierte Verkaufsgespräche und berätst hinsichtlich foto- und videobezogener Produkte und Dienstleistungen. Du fotografierst oder arbeitest mit Fotografen zusammen und bearbeitest die Bilder am Computer.

Zusatzqualifikationen

Schon während deiner Ausbildung zum Fotomedienfachmann kannst du dich durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent im Handwerk“ zum Betriebsassistenten im Handwerk oder im Bereich „europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht“ weiterbilden. Da die Qualifikation nicht zur Ausbildung als Fotomedienfachmann gehört, erhältst du dafür ein extra Zertifikat.

Ausbildung Handelsfachwirt

Wenn du beruflich weiter aufsteigen willst und später eine Führungsposition übernehmen möchtest, kannst du dich zum Handelsfachwirt weiterbilden. Damit kannst du deiner Karriere als Fotomedienfachmann auf jeden Fall ein wenig mehr Schwung verleihen.

Studium Handelsbetriebswirtschaft

Das Studentenleben reizt dich? Wenn du Abitur oder eine andere Hochschulzugangsberechtigung hast, kannst du an einer Universität deiner Wahl ein Bachelorstudium im Studiengang Handelsbetriebswirtschaft aufnehmen. Danach wirst du sehr gute Chancen haben, deine Karriere als Fotomedienfachmann auszubauen, beruflich weiter aufzusteigen und vielleicht sogar eine Führungsposition zu übernehmen.

Wusstest du schon, dass...
  • die erste bekannte Form der Kamera aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammt?
  • Filme auch in Urin, Bier, Wein und Kaffee entwickelt werden können?
  • es im 19. Jahrhundert Trend war, Fotos von leblosen Körpern zu machen?
  • in der heutigen Zeit in zwei Minuten so viele Fotos gemacht werden, wie im gesamten 19. Jahrhundert?
  • die teuerste Kamera der Welt 2,16 Millionen Euro gekostet hat?

Bewerbung

Fotografieren hat dich schon immer interessiert und anstatt als Kind mit Lego zu spielen, hast du Papas Kamera auseinander gebaut. Selbst den schiefen Weihnachtsbaum kannst du jedes Jahr ins rechte Licht rücken, sodass sich später niemand mehr an die kahlen Stellen erinnert. Du möchtest unbedingt eine Ausbildung zum Fotomedienfachmann machen? Wie du deine Bewerbung als Fotomedienfachmann ins rechte Licht setzt, kannst du hier nachlesen.

Gibt es Besonderheiten bei der Bewerbung?

Im besten Fall bewirbst du dich schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn. Was in deiner Bewerbung als Fotomedienfachmann auf keinen Fall fehlen darf, sind Anschreiben, Lebenslauf und Kopie deines Zeugnisses. Beschreibe in deinem Anschreiben warum du dich für den Beruf interessierst und warum gerade du eine Ausbildung zum Fotomedienfachmann machen möchtest. Sei nicht schüchtern, wenn du bereits Erfahrungen gesammelt hast oder einfach deiner Leidenschaft für Technik nachgehst.

Auch dein Lebenslauf will natürlich mit Informationen gefüttert werden. Wenn du in deiner Freizeit mit Bildprogrammen arbeitest oder im Keller eine eigene Dunkelkammer hast, solltest du das auf jeden Fall erwähnen. Auch soziales Engagement und Erfahrungen im Umgang mit Kunden können dir helfen, dich von anderen Bewerbern abzuheben. Sollte dein Zeugnis zu all dem auch noch glänzende Noten in Mathematik und Informatik zeigen, fehlt nur noch ein perfektes Bewerbungsfoto, das dich von deiner Schokoladenseite zeigt. Außerdem solltest du, wie knapp die Hälfte aller Auszubildenden, einen mittleren Bildungsabschluss, also den Abschluss nach der zehnten Klasse, mitbringen.

Wie heißt es so schön? Eine teure Kamera macht noch keinen guten Fotografen aus – eine vollständige Mappe verspricht noch lange keinen guten Bewerber. Also achte auf Sorgfalt, Formatierung und Flüchtigkeitsfehler. Manchmal sehen vier Augen mehr als zwei: Bevor du deine Bewerbung abschickst, lass sie ruhig noch einmal deine Eltern und Freunde gegenlesen.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Wenn du mit deiner Bewerbung überzeugen konntest, wirst du schon bald zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Damit alle ein gutes Bild von dir bekommen und du positiv in Erinnerung bleibst, solltest du dir vorher Gedanken zu deinem Outfit machen. Sicherlich erwartet man von einem angehenden Fotomedienfachmann keinen Auftritt im Anzug oder im Kostüm. Damit du mit deiner Persönlichkeit überzeugen kannst, solltest du dich wohlfühlen und nicht verkleiden. Das bedeutet allerdings nicht, dass du in deiner Lieblingsjogginghose und einem Band-T-Shirt dort auftauchen kannst. Ein gepflegtes Äußeres, eine dunkle Hose, dazu ein Hemd oder eine Bluse sowie geschlossene Schuhe sind immer gern gesehen. Vielleicht kannst du dich im Vorfeld auch informieren, welcher Dresscode in dem jeweiligen Betrieb bevorzugt wird. Ansonsten stell dir verschiedene Outfits zusammen und berate dich gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin. Falls du auffällige Piercings oder Tattoos trägst, verdecke sie lieber am ersten Tag. Es kommt immer noch häufig vor, dass man deswegen direkt in eine Schublade gesteckt wird. So kann garantiert nichts schief gehen.

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