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Elektroniker/-in für Automatisierungs- und Systemtechnik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Elektroniker/-in für Automatisierungs- und Systemtechnik
Grafik: Ausbildung Elektroniker/-in für Automatisierungs- und Systemtechnik

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer4 Jahre
ArbeitszeitWerktags

Allgemeine Infos

Stell dir vor, du verbringst einen Tag in der Stadt: Die Fußgängerampel, die automatisch auf grün springt, die Lüftungs- oder Überwachsundanlagen in den Geschäften oder das Fließband an der Supermarktkasse – das alles sind elektrische Systeme. Automatische Systeme begegnen dir eigentlich überall im Alltag. Und dafür zuständig sind Elektroniker und Elektronikerinnen mit der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik.

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Was macht ein Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik?

Die Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik für Elektroniker und Elektronikerinnen gehört seit August 2021 zu den neuen Ausbildungsberufen im Elektrohandwerk. Vorher gab es eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik UND eine separate Ausbildung zum Systemelektroniker beziehungsweise zur Systemelektronikerin. Diese beiden Fachrichtungen wurden jetzt zusammengelegt und in eine Ausbildung integriert.

Elektroniker und Elektronikerinnen für Automatisierungs- und Systemtechnik entwickeln Steuerelektronik, erweitern Anlagen, arbeiten nach Projektplänen und programmieren Geräte.

Deine Aufgaben auf einen Blick:

Integrieren, Installieren: Maschinen und Anlagen, Systemkomponente und Netzwerke müssen installiert werden. Damit sie richtig laufen und auch gut vernetzt sind, müssen sie oftmals auch mit IT-Systemen verbunden werden. Dafür sind Elektroniker für Automatisierungstechnik und Systemtechnik zuständig. Sie verdrahten und schließen antriebstechnische Systeme auch an.

Programmieren: Maschinen und Anlagen oder komplexe Automatisierungssysteme müssen außerdem von dir entworfen, programmiert, getestet und regelmäßig geprüft werden. Programmieren ist daher ein sehr wichtiger Skill von Elektronikern für Automatisierungs- und Systemtechnik.

Prüfen: von Steuerungen, Prozessabläufen, Informations- und Telekommunikationssystemen und Sicherheitssystemen

Analysieren: der Abläufe und Fehler, um alle Prozesse so optimal wie möglich zu gestalten. Wenn Optimierungsbedarf besteht, entwickeln Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik Lösungen zur Beseitigung der Störfaktoren.

Einrichten: von Industrieanlagen und zusammensetzen von Einzelkomponenten zu einem System

Konzipieren: und installieren von Gebäudeleittechnik und Fernwirkeinrichtungen und Maschinen- und Prozesssteuerung. Deshalb arbeiten Elektronikerinnen in der Automatisierungs- und Systemtechnik auch an den Bewegungsabläufen der Maschinen.

Wo kann ich als Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik arbeiten?

Kurz gesagt: überall, wo es Maschinen gibt. Das heißt, wo mit automatisierten Systemen gearbeitet wird. Oft ist das zum Beispiel bei Betrieben, die etwas herstellen. Das läuft dann alles mit Maschinen und automatischen Vorgängen. Es gibt aber auch in jedem modernen Gebäude solche Systeme, zum Beispiel die Lüftungsanlage in Bürogebäuden oder Überwachungssysteme an Häusern.

Deine Einsatzorte auf einen Blick:

  • Betriebe der Elektro- und Informationstechnischen Handwerk
  • Industrieunternehmen,
  • Unternehmen, die Automatisierungslösungen entwickeln
  • Produktionsbetriebe mit automatisierten Anlagen

Was muss ich für ein Typ sein, um Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik zu werden?

Techniker: Natürlich musst du für eine Ausbildung zum Elektrotechniker oder zur Elektrotechnikerin, egal in welcher Fachrichtung, auch was von Technik verstehen und damit umgehen können. Es ist also sehr hilfreich, wenn du zum Beispiel gute Physikkenntnisse hast oder schon anderweitig Erfahrung mit technischen Konstruktionen gemacht hast.

Handwerker: Da es sich bei der Ausbildung um einen neuen Ausbildungsberuf im Elektrohandwerk handelt und du nach deiner Ausbildung in der Industrie und im Handwerk arbeiten kannst, solltest du handwerklich begabt sein.

Teamplayer: Bei deiner Arbeit muss jeder Arbeitsschritt sitzen, damit auch alles funktioniert. Deshalb müssen sich deine Arbeitskollegen auf dich und du dich auf sie verlassen können, nur so läuft hinterher alles.

Wie läuft die Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik ab?

Beim Elektroniker beziehungsweise für Automatisierungstechnik und Systemtechnik handelt es sich um eine klassische duale Ausbildung. Das heißt, du bist zum Teil in der Berufsschule und lernst dort die theoretischen Grundlagen und zum Teil im Betrieb, bei dem du die Ausbildung machst und arbeitest. Insgesamt dauert die Ausbildung jedoch nicht, wie bei den meisten dualen Ausbildungen drei Jahre, sondern vier Jahre.

Info: Die Ausbildung zum Elektroniker mit der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik teilt sich eine Ausbildungsordnung mit dem Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Die Ausbildungen haben ein paar gemeinsame Inhalte, aber auch jeweils berufsspezifische Inhalte.

Was lernt man in der Ausbildung?

Die Ausbildung ist zweiteilig aufgebaut. Zum einen besteht sie aus der allgemeinen Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin, zum anderen aus der spezifischen Fachrichtung, also Automatisierungstechnik und Systemtechnik.

  1. Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin.

Hier lernst du alle Grundlagen.

Elektrotechnische, informationstechnische und elektrische Systeme:

analysieren, planen, bereitstellen, prüfen

Steuerungen und Regelungen:

Programmieren, realisieren, analysieren, prüfen

Außerdem:

  • Funktionen prüfen und Fehler beheben,
  • Elektroenergieversorgung,
  • Sicherheit von Anlagen und Geräten konzipieren,
  • Energiewandlungssysteme auswählen und integrieren.  
  1. Fachrichtung Automatisierungstechnik und Systemtechnik.

Hier lernst du folgende Dinge:

Systeme der Automatisierungstechnik:

installieren, in Betrieb nehmen, übergeben, instand halten, dokumentieren, optimieren, planen, realisieren, anpassen

  • Planen und Einbinden von Steuerungs- und Kommunikationssystemen

Gehalt

Was verdient ein Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik während der Ausbildung?

In der Ausbildung verdienst du schon relativ gut. Wie viel genau du verdienst, variiert natürlich, je nachdem, ob du einen Tarifvertrag hast, wo du arbeitest, also im Handwerk oder in der Industrie und bei welchem Betrieb. Im Schnitt kannst du dich aber bereits in deinem ersten Ausbildungsjahr auf 800 bis 1.000 Euro monatliches Bruttogehalt freuen. Im zweiten Jahr sind es dann zwischen 850 und 1.050 Euro und im dritten zwischen 900 und 1.150 Euro. Das vierte Ausbildungsjahr wird sogar mit bis zu 1.250 Euro vergütet.

Wie viel kann ich später verdienen?

Je nachdem, wie lange du im Betrieb bist, wie viel Berufserfahrung du gesammelt hast und wie groß und namhaft der Betrieb oder das Unternehmen ist, kann das Gehalt natürlich variieren. Im Schnitt verdienen Elektroniker und Elektronikerinnen für Automatisierungs- und Systemtechnik zwischen 3.100 Euro und 3.650 Euro brutto im Monat.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Technischer Fachwirt: Wenn du den Technischen Fachwirt machst, kannst du innerhalb des Unternehmens aufsteigen und übernimmst dann organisierende, kaufmännische und planende Aufgaben und überwachst den Produktionsprozess.

Meister: Natürlich kannst du nach deiner Ausbildung auch den Technikmeister machen. Das ist eine der beliebtesten Weiterbildungen, denn laut dem Europäischen Qualifikationsrahmen ist ein Meisterbrief im E-Handwerk vergleichbar mit einem Bachelor-Abschluss!

Studium: Wenn du eine Hochschulzulassung hast, kannst du auch studieren. Nach deiner Ausbildung würde sich zum Beispiel das Studium Elektrotechnik anbieten. Da hast du dann bereits wertvolle Vorkenntnisse und später viele Karrieremöglichkeiten.

Selbstständigkeit: Mit dem Meister kannst du dich natürlich auch mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik?

Als Elektroniker hat man grundsätzlich sehr gute Chancen auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt, denn ohne Elektronik geht heutzutage nichts mehr. In so gut wie jedem Bereich kommen automatisierte elektronische Prozesse zum Einsatz. Das bringt dir dazu auch noch den Vorteil, dass du in einer breit aufgestellten Branche arbeiten kannst, im Handwerk und in der Industrie. Hinzu kommen viele Weiterbildungsmöglichkeiten, mit denen du deine Skills, die immer dringend gebraucht werden, noch vertiefen kannst.

Bewerbung

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung als Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik?

Neben technischem Verständnis und logischem Denken solltest du vor allem gute Noten in naturwissenschaftlichen Schulfächern mitbringen. Außerdem ist es sehr gut, wenn du bereits vor deiner Ausbildung grundlegende IT-Kenntnisse vorweisen und gut mit technischen Geräten umgehen kannst.

Weitere wichtige Eigenschaften, die dir helfen, sind: Teamfähigkeit, Sorgfalt, eine selbstständige Arbeitsweise, umsichtiges Handeln und Lernbereitschaft.

Dann steht deiner Bewerbung nichts mehr im Weg! Die besteht meistens ganz klassisch aus Anschreiben, Lebenslauf und deinen Zeugnissen. Wenn du überzeugst, wirst du im nächsten Schritt zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik?

Für die Bewerbung zum Elektroniker oder zu Elektronikerin für Automatisierungs- und Systemtechnik benötigst du meistens die mittlere Reife, Fachabitur oder das Abitur. Zwar ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgegeben, die Unternehmen stellen aber überwiegend Realschüler und -schülerinnen ein.

Relevante Schulfächer:

  • Mathe
  • Technik
  • Physik
Dresscode im Bewerbungsgespräch

Mit einem Outfit im Casual-Business-Stil machst du nichts falsch.

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