ODER
Als Büchsenmacher sorgst du dafür, dass Waffen präzise und sicher funktionieren – egal ob für den Sport, die Jagd oder auch militärische Zwecke. Dabei verbindest du traditionelles Handwerk mit moderner Technik, übernimmst viel Verantwortung und wirst zur gefragten Fachkraft in einem einzigartigen Berufsfeld.
Hier erfährst du alles über die Ausbildung zum Büchsenmacher und kannst dich direkt auf eine der freien Stellen bewerben.
Als Büchsenmacher bist du Experte für Schusswaffen aller Art. Du fertigst Gewehre und Pistolen individuell an oder reparierst bestehende Waffen. Dabei arbeitest du mit Materialien wie Metall, Holz und Kunststoff und verbindest feinmechanische Arbeit mit modernsten Maschinen.
Die Ausbildung zum Büchsenmacher dauert drei Jahre und findet dual statt – du lernst also im Betrieb und besuchst regelmäßig die Berufsschule. Da dieser Beruf sehr selten ist (jährlich starten bundesweit nur ca. 15-20 Azubis), findet der Unterricht in spezialisierten Fachklassen an zentralen Berufsschulen statt, vor allem:
Der Unterricht erfolgt blockweise. Das bedeutet, du verbringst jeweils mehrere Wochen am Stück an der Berufsschule und wohnst dann meistens in einer Unterkunft vor Ort. Die restliche Zeit sammelst du praktische Erfahrung im Betrieb.
Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer. Danach darfst du dich offiziell Büchsenmacher nennen.
Bereich | Ausbildungsinhalte |
---|---|
Metallbearbeitung | Fräsen, Drehen, Härten, Löten und Polieren von Metallteilen |
Holzbearbeitung | Anfertigung und Anpassung von Schäften |
Maschineneinsatz | Bedienung von CNC-Fräsmaschinen und Drehbänken |
Ballistik | Kenntnisse über Flugbahn und Verhalten von Munition |
Waffentechnik | Konstruktion und Funktionsweise von Schusswaffen |
Waffenrecht & Sicherheit | Rechtliche Grundlagen im Umgang mit Waffen |
Für die Ausbildung zum Büchsenmacher solltest du folgende Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen:
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe aber mindestens einen guten Hauptschulabschluss – besser noch die Mittlere Reife oder höher.
✅ Mir macht feinmechanisches Arbeiten Spaß.
✅ Ich interessiere mich für Technik, Physik und handwerkliche Berufe.
✅ Ich kann präzise und konzentriert arbeiten.
✅ Ich fühle mich im Umgang mit Kunden wohl.
✅ Ich übernehme gerne Verantwortung.
Als Büchsenmacher erledigst du anspruchsvolle handwerkliche Tätigkeiten und übernimmst große Verantwortung, besonders wenn es um Sicherheit und Präzision bei Schusswaffen geht. Klar, dass du dafür fair bezahlt werden willst! Wie viel du genau verdienst, hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie Region, Betriebsgröße und Qualifikation ab. Hier bekommst du einen Überblick.
Schon während deiner Ausbildung erhältst du eine Vergütung – dein sogenanntes Azubi-Gehalt. Dieses variiert stark, je nachdem, ob dein Betrieb tarifgebunden ist, wie groß er ist und wo er sich befindet. Generell gilt: Große Unternehmen, etwa bekannte Waffenhersteller oder Betriebe, die an einen Tarifvertrag gebunden sind, zahlen meist mehr als kleine, familiengeführte Meisterbetriebe.
Dein monatliches Bruttogehalt während der Ausbildung:
Ausbildungsjahr | Westdeutschland (z.B. NRW, Bayern) | Ostdeutschland |
---|---|---|
1. Jahr | ca. 800–950 € | ca. 700–850 € |
2. Jahr | ca. 850–1.050 € | ca. 750–950 € |
3. Jahr | ca. 950–1.150 € | ca. 850–1.050 € |
Sobald du deine Gesellenprüfung geschafft hast, steigst du finanziell ordentlich auf. Im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt eines Büchsenmachers bei etwa 2.700 bis 3.000 € brutto monatlich. Dabei hängt dein Einkommen von folgenden Faktoren ab:
Mit steigender Berufserfahrung und durch Weiterbildungen wie den Meistertitel oder die Techniker-Ausbildung kannst du dein Gehalt deutlich erhöhen:
Karrierelevel | Monatliches Bruttogehalt (Durchschnitt) |
---|---|
Geselle (Berufseinsteiger) | 2.700–3.000 € |
Geselle (mit Erfahrung) | 3.000–3.500 € |
Techniker (Feinwerktechnik) | 3.400–3.800 € |
Büchsenmachermeister | 3.500–4.800 € |
Selbstständiger Meister | 4.000–6.000 € |
Ingenieur (nach Studium) | 4.500–7.000 € |
Nach erfolgreichem Abschluss deiner Ausbildung zum Büchsenmacher stehen dir spannende Karrierewege offen – egal ob du dich fachlich spezialisieren, in Führungspositionen aufsteigen oder sogar den Schritt in die Selbstständigkeit wagen willst. Hier bekommst du einen detaillierten Überblick über deine vielfältigen Möglichkeiten.
Der klassische Karriereweg ist die Weiterbildung zum Büchsenmachermeister. Hier übernimmst du deutlich mehr Verantwortung, kannst Azubis ausbilden und bist befugt, einen eigenen Betrieb zu führen.
Das erwartet dich als Meister:
Wie werde ich Meister?
Die Vorbereitungskurse dauern in Teilzeit ca. 1 Jahr und kosten mehrere Tausend Euro. Mit Förderprogrammen (z.B. Meister-BAföG) kannst du dir die Weiterbildung jedoch finanziell erleichtern.
Alternativ kannst du eine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker absolvieren. Hier spezialisierst du dich auf die Fachrichtungen Feinwerktechnik oder Maschinentechnik.
Das erwartet dich als Techniker:
Dauer und Kosten:
Wenn du deinen Meistertitel besitzt, kannst du auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Als eigener Chef hast du große Freiheiten, trägst aber auch Verantwortung für deinen wirtschaftlichen Erfolg.
Voraussetzungen für Erfolg:
Auch die Bundeswehr bietet attraktive Karrierechancen für ausgebildete Büchsenmacher. Als ziviler Mitarbeiter oder Soldat im Bereich Waffeninstandsetzung profitierst du von:
Wenn du nach der Ausbildung den Meistertitel erwirbst oder die Fachhochschulreife hast, steht dir auch ein Studium offen. Mögliche Studienrichtungen sind beispielsweise:
Vorteile eines Studiums:
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