Einblicke, Perspektiven und freie Stellen Ausbildung
Beamter/Beamtin Verfassungsschutz (mittlerer Dienst)

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Einblicke, Perspektiven und freie StellenAusbildung Beamter/Beamtin Verfassungsschutz (mittlerer Dienst)
Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.
Allgemeine Infos
James Bond hat schon einen beneidenswerten Job. Als britischer Geheimagent darf er ständig die teuersten Autos fahren, schicke Anzüge tragen, um die ganze Erde jetten und Martinis schlürfen. Ach ja, und nebenbei rettet er nur noch kurz die Welt und legt den fiesesten der fiesen Oberbösewichte das Handwerk. Du möchtest auch so einen Job? Na Prima, wie wäre es dann mit der Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst)? Schnittige Sportwagen, exotische Schauplätze und die Lizenz zum Töten können wir dir zwar nicht versprechen. Dafür hilfst du als Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz dabei, gefährliche Aktivitäten wie Terrorismus, Extremismus oder gegnerische Spionage aufzuspüren, die sich gegen die politischen Ordnungen und Wertvorstellungen der Bundesrepublik Deutschland richten. Was du sonst noch über diesen spannenden Beruf wissen musst, das servieren wir dir jetzt. Natürlich geschüttelt, nicht gerührt.
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Was lernt ein Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) in der Ausbildung?
Während der Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) bist du vor allem dafür zuständig, Informationen über bestimmte Personen oder Personengruppen zu beschaffen, zu analysieren und auszuwerten. Solche Informationen findest du zum Beispiel in Tageszeitungen oder Nachrichtenbeiträgen. Du stehst auch im Kontakt mit Informanten, die die Zielperson kennen oder der gleichen Szene angehören. Wenn nötig, werden Verdächtige sogar überwacht. So können Telefongespräche angezapft oder deren Wohnungen nach Unterlagen wie zum Beispiel Propagandablättern oder Bombenbauplänen durchsucht werden. Bei all diesen Aktionen unterstützt du die leitenden Personen, meistens in der Vorbereitung, aber durchaus auch mal im Einsatz selbst. Einen Großteil der Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) verbringst du allerdings als Bürosachbearbeiter. Du verwaltest Akten und Unterlagen für die Mitarbeiter aus dem gehobenen Dienst oder kümmerst dich um ein- und ausgehende Zahlungen.

Wie läuft die Ausbildung zum Beamten Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) ab?
Die Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) dauert zwei Jahre. Ein paar Monate davon verbringst du an der Akademie für Verfassungsschutz und lernst die theoretischen Grundlagen, zum Beispiel über Staats- und Verfassungsrecht. Im Verfassungsschutz musst du dich nämlich immer an die gesetzlichen Vorgaben und Datenschutzbestimmungen halten. Du lernst auch, wie man sich Informationen beschafft und sie auswertet und welche Rechte Nachrichtendienste haben. Die restliche Zeit arbeitest du beim Bundesamt oder einer der Landesbehörden für Verfassungsschutz. Im Innendienst lernst du die Fachabteilungen und die Verwaltung des Verfassungsschutzes kennen. Aber du bist auch im Außendienst tätig und überwachst zum Beispiel Organisationen, Banden oder Personen, die verdächtigt werden, verfassungsfeindliche Aktionen zu planen oder durchzuführen. Am Ende der Ausbildung wartet dann eine Laufbahnprüfung auf dich.
Wie wird der Beruf des Beamten Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) noch bezeichnet?
Es gibt mehrere Bezeichnungen für den Beruf des Beamten Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) - und die variiert je nach Bundesland. Du findest den Beruf auch unter dem Namen Regierungssekretär Verfassungsschutz. Häufig ist auch von der Beamtin im mittleren Dienst Verfassungsschutz die Rede. Wenn du mehr Infos zu Beamtenausbildungen haben willst, dann klicke dich durch unseren Ratgeber!
Eigentlich ist die Ausbildung als Beamtin Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) keine „Ausbildung“, sondern ein sogenannter Vorbereitungsdienst. Du bist daher auch kein Azubi, sondern Anwärter. Wie alle Beamten stehst du nämlich in einem anderen Beschäftigungsverhältnis als zum Beispiel ein Angestellter. Das bringt dir einige Vorteile: Du hast zum Beispiel deutlich weniger Abzüge von deinem Gehalt, weil du nichts für die Sozialversicherung zahlen musst und du kannst nicht gekündigt werden. Dafür hast du aber auch einige Pflichten und darfst zum Beispiel nicht streiken.
Welche Voraussetzung muss ich für die Ausbildung zum Beamten Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) erfüllen?
Um für die Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) zugelassen zu werden, brauchst du mindestens den Realschulabschluss. Der Hauptschulabschluss reicht nur aus, wenn du zusätzlich noch eine passende Berufsbildung abgeschlossen hast, zum Beispiel als Bürokaufmann. Daneben musst du Deutscher im Sinne des Grundgesetztes oder ein Staatsbürger eines anderen EU-Staates sein. Außerdem darfst du keine Vorstrafen, dafür musst du aber gute Noten in Mathe, Deutsch und Englisch haben.
- die demokratischen Rechte in Deutschland dir wichtig sind.
- ein sicherer Arbeitsplatz das ist, wovon du träumst.
- du gut überzeugen kannst und schon deinen Mitschülern immer die Hausaufgaben abschwatzen konntest.
- Mathe und Deutsch zu deinen schlechtesten Fächern zählen.
- du ausschließlich im Büro arbeiten möchtest.
- Politik dich nicht interessiert.
- Informationen aus Zeitungen, Personenbefragen und vielen anderen Quellen sammeln und auswerten
- Berichte, Protokolle und Stellungnahmen zu Aktivitäten des Verfassungsschutzes schreiben.
- Personen observieren.
- Kosten für Aktivitäten des Verfassungsschutzes berechnen.
- mit den unterschiedlichsten Personen, von Verdächtigen bis zu Informanten, kommunizieren.
Gehalt
Wir haben ja schon erwähnt, dass es einige Vorteile hat, wenn man Beamter ist. Einer der ganz großen Vorteile ist dabei die ordentliche und vor allem sichere Bezahlung. Der Lohn für Beamte wird nämlich durch das Bundesbesoldungsgesetz geregelt. Das bedeutet, dass jederzeit klar vorgegeben ist, wie viel du Verdienst, welche Sonderzahlungen es gibt und wann du dich über eine Gehaltserhöhung freuen darfst. Das gilt natürlich auch für das Gehalt als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst). Wie viel dir während der Ausbildung zusteht und wie sich das Gehalt im Laufe der Zeit entwickelt, das erfährst du hier.
Wie viel verdient eine Beamtin Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) in der Ausbildung?
Als angehender Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) bekommst du in beiden Ausbildungsjahren je nach Arbeitgeber zwischen 1.473 und 1.528 Euro brutto im Monat.
Hast du deine Zeit als Anwärter hinter dir, dann landest du in der sogenannten Besoldungsordnung A. Das ist der Tarifvertrag, in dem dein Gehalt als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) festgelegt ist. In dieser Besoldungsordnung gibt es unterschiedliche Entgeltgruppen, von A2 bis A16. Je höher deine Laufbahngruppe, umso höher die Entgeltgruppe und umso höher dann auch dein Gehalt.
Im mittleren Dienst landest du in den Besoldungsgruppen A5 bis A9. In den einzelnen Entgeltgruppen gibt es noch einmal acht verschiedene Erfahrungsstufen. Du steigst automatisch im Laufe der Jahre in nächsthöhere Erfahrungsstufen auf, wodurch sich auch dein Lohn erhöht. In höhere Besoldungsgruppen, also zum Beispiel von A6 nach A7, kannst du aber nur befördert werden.
Wie viel verdiene ich als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) nach der Ausbildung?
Als Beamter im mittleren Dienst des Verfassungsschutzes beginnst du in A6. In Stufe 1 bekommst du aktuell bei Bundesbehörden 2.859 Euro brutto im Monat. Mit der Zeit steigst du in den Stufen auf und kannst auch die Gruppe wechseln, wenn du zum Beispiel mehr Veramtwortung übernimmst. So kannst du als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) in A9, Stufe 8, rund 4.290 Euro verdienen. Das ist die höchstmögliche Entgeltgruppe.
Übrigens: Das sind alles sind zwar Bruttowerte, aber als Beamter hast du bei weitem nicht so viele Abzüge für Steuern und Versicherungen wie normale Angestellte. Du bist zum Beispiel von der Sozialversicherung befreit. Außerdem sind zahlreiche Zulagen in deinem Vertrag festgehalten, etwa Familienzuschläge oder bei Überstunden.
Karriere
Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es für Beamte Verfassungsschutz (mittlerer Dienst)?
Ausbildung zum Beamter/zur Beamtin Verfassungsschutz (mittlerer Dienst)
Nach deiner Zeit als Anwärter im Vorbereitungsdienst bist du zunächst Beamter oder Beamtin auf Probe. Du übernimmst verwaltende Aufgaben im Verfassungsschutz, bist aber auch bei der Informationsbeschaffung mit dabei. Nach ein paar Jahren wirst du dann, wenn alles gut läuft, zum Beamten auf Lebenszeit ernannt.
Weiterbildungen
Als Beamter stehst du in der Pflicht, dich regelmäßig weiterzubilden. So soll sichergestellt werden, dass du deine Aufgaben stets bestmöglich erfüllen kannst. Weiterbildungen für Beamte des Verfassungsschutzes gibt es zum Beispiel in Bereichen wie Informations- und Wissensmanagement, Datenschutzrecht, Politik oder Verwaltungsrecht. Die Kurse werden meistens von der Akademie für Verfassungsschutz durchgeführt und dauern ein paar Tage. Die Kosten hierfür übernimmt dein Arbeitgeber. Solche Weiterbildungen machen sich übrigens auch sehr gut, wenn du später in den gehobenen Dienst aufsteigen möchtest.
Höhergruppierung
Wenn du ein paar Jahre in deinem Job gute Arbeit geleistet hast, dann kann es durchaus sein, dass man dich in eine höhere Entgeltgruppe befördert, also erst in A7, dann A8 und schließlich A9. Das nennt man in der Amtssprache Höhergruppierung. Dafür solltest du aber auch regelmäßig an Weiterbildungen teilgenommen haben. Im mittleren Dienst kannst du bis in die Entgeltgruppe A9 aufsteigen. Jede höhere Entgeltgruppe bringt dir aber nicht nur mehr Gehalt, sondern auch immer mehr Personalverantwortung und Aufgaben in der Amtsleitung.
Gehobener Dienst
Hast du die Fachhochschulreife oder das Abitur, dann kannst du einen sogenannten vertikalen Laufbahnwechsel versuchen. So bezeichnet man den Aufstieg von einer niedrigeren Laufbahngruppe in eine höhere, in deinem Fall also vom mittleren in den gehobenen Dienst. Als Beamter des gehobenen Dienstes liegt dein Gehalt in den Entgeltgruppen A9 bis A13. Um aufzusteigen, musst du gute Leistungen im mittleren Dienst bewiesen haben und dann an einem Aufstiegsverfahren samt Abschlussprüfung teilnehmen. Im gehobenen Dienst hast du dann hauptsächlich Aufgaben in der Amtsleitung und der Personalführung.
- es drei Nachrichtendienste des Bundes gibt? Das Bundesamt für Verfassungsschutz, den Bundesnachrichtendienst und das Amt für den Militärischen Abschirmdienst.
- das Bundesamt für Verfassungsschutz am 7. November 1950 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Köln hat?
- sich die USA, die damalige Sowjetunion und China während des Kalten Krieges besonders stark gegenseitig ausspioniert haben? Dabei ging es vor allem um den Bau von Nuklearwaffen und militärische Geheimnisse.
- es Landesämter für Verfassungsschutz nur in acht Bundesländern gibt? In den restlichen Bundesländern übernimmt eine Abteilung des Landesinnenministeriums die Aufgaben des Verfassungsschutzes.
- rund 2800 Mitarbeiter im Bundesamt für Verfassungsschutz arbeiten?
Bewerbung
Der Job? Spannend, abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Das Gehalt? Ordentlich, sicher und klar geregelt. Worauf wartest du also noch? Bewirb dich! Okay, wir geben zu, das ist einfacher gesagt als getan. Gerade von angehenden Beamten erwartet man so einiges, denn einen Job mit viel Verantwortung vergibt man natürlich auch nur an Bewerber, denen man die Aufgabe auf jeden Fall zutraut. Damit du eine Zusage für den erhofften Traumberuf bekommst, haben wir für dich alle wichtigen Infos und Tipps rund um die Bewerbung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) gesammelt.
Worauf muss ich bei der Bewerbung achten?
Bevor du deine Bewerbung erstellst, solltest du dir die Bewerbungsfrist notieren. Bis zum Mai des Vorjahres sollten alle Bewerbungen beim Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz eingegangen sein. Die Ausbildung beginnt dann immer im folgenden März und September.
In den Stellenanzeigen findest du eine Übersicht, welche Unterlagen verlangt werden. Natürlich gehören da ein Lebenslauf und dein Abschlusszeugnis dazu. Ein Anschreiben wird übrigens nicht immer verlangt. Manchmal möchte dein zukünftiger Arbeitgeber sich nur von deinen Voraussetzungen überzeugen, um sich dann im Vorstellungsgespräch deine Motivation anzuhören. Manchmal gibt es auf den Internetseiten außerdem bestimmte Vorlagen, die du dann nur online ausfüllst und abschickst. Einige Landesämter nehmen aber auch eine Bewerbung für die Ausbildung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) ganz klassisch per Post an.
Wenn du mit deiner Bewerbung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) überzeugen konntest, dann wirst du beim Bundesamt für Verfassungsschutz zuerst zu einem Multiple-Choice-Test eingeladen. Hier musst du dann Fragen zum Allgemeinwissen sowie zu innen- und sicherheitspolitischen Themen beantworten. Auch deine Mathe- und Englischkenntnisse wird man hier überprüfen wollen. Bestehst du auch hier, dann lädt man dich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Dabei kann es sein, dass du einen kurzen Text zu einem vorgegebenen Thema schreiben musst. Lief bis hierhin alles gut, dann folgt ein dritter und letzter Termin, nämlich eine ärztliche Untersuchung und ein abschließendes Sicherheitsgespräch. Geht auch hier nichts mehr schief, dann steht der Unterschrift unter deinem Ausbildungsvertrag nichts mehr im Weg.
Bewirbst du dich bei den Verfassungsschutzbehörden der einzelnen Bundesländer, dann kann es sein, dass dich nach der schriftlichen Bewerbung als Beamter Verfassungsschutz (mittlerer Dienst) nur ein Termin erwartet. Doch auch dort wirst du in jedem Fall Fragen zu Allgemeinwissen, Innen- und Außenpolitik beantworten müssen, ehe man ein Vorstellungsgespräch mit dir führt.
Wenn du als angehender Beamter zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, dann ist die Hauptsache, dass du gepflegt dort auftauchst. Deine löchrige Jeans und deine ausgelatschten Sneakers lässt du lieber im Schrank. Aber im dreiteiligen Anzug oder im aufwendigen Kostüm musst du auch nicht unbedingt aufkreuzen. Zieh eine schicke Jeans, Stoffhose oder einen nicht zu kurzen Rock an, dazu vielleicht ein Hemd, einen hübschen einfarbigen Pullover oder eine schöne Bluse – so kannst du dich auf jeden Fall sehen lassen.
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