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Der Zoll – da denkt man zuerst vielleicht an Grenz-, Gepäck- und Frachtkontrollen. Bei der Ausbildung als Beamter im gehobenen Zolldienst wirst du aber schnell herausfinden, dass noch viel, viel mehr Aufgaben in der Bundeszollverwaltung auf dich warten. Denn neben der Grenzaufsicht ist der Zoll auch verantwortlich für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung, den Umwelt-, Wirtschafts- und Verbraucherschutz und die Einnahme von Steuern und Zöllen. Mit der Ausbildung als Beamter im gehobenen Zolldienst wirst du auf eine verantwortungsvolle Position in der Verwaltung vorbereitet. Und trägst so deinen Teil dazu bei, Deutschlands Wirtschaftskraft zu sichern.
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Was macht man als Beamter im gehobenen Dienst beim Zoll?
Als Beamtin oder Beamter im gehobenen Dienst beim Zoll übernimmst du leitende, überwachende und kontrollierende Aufgaben in der Sachbearbeitung, also zum Beispiel bei der Erhebung von Zöllen und Steuern. In der Zollabfertigung schaust du den Beamten des mittleren Dienstes über die Schulter, bei komplizierten Waren greifst du auch selbst ein. In dem Prüfungsdienst dagegen überwachst du Betriebe, die mit zoll- und verbrauchssteuerpflichtigen Waren handeln. In der Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrollierst du die Anmeldung und Beschäftigung von Mitarbeitern in Betrieben und auf Baustellen sowie die Einhaltung des Mindestlohns.
Ergibt sich hier der Verdacht eines Verstoßes, sind weitere Ermittlungen durchzuführen. Hier stehen Durchsuchungen, Vernehmungen und Auswertungen von Geschäftsunterlagen auf dem Programm. Diese und viele weitere Aufgabenbereiche stehen dir nach der bestandenen Prüfung offen. So kannst du zum Beispiel auch versuchen, in die Spezialeinheiten ZUZ (Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll) und OEZ (Observationseinheit Zoll) zu gelangen, die für die Durchführung und Sicherung von besonders gefährlichen Einsätzen der Zollfahndung verantwortlich sind.
Übrigens: Es gibt auch noch andere Bezeichnungen für den Beruf – zum Beispiel Zollinspektor bzw. Zollinspektorin.
Wie läuft das duale Studium beim Zoll ab?
Die Ausbildung als Beamter im gehobenen Zolldienst dauert drei Jahre und besteht zu gleichen Teilen aus Studienabschnitten und praktischen Einsätzen. Ganz am Anfang steht ein Einführungspraktikum. Dort erhältst du erste Einblicke in dein Ausbildungshauptzollamt. Anschließend folgt das sechsmonatige Grundstudium in Münster. Hier bekommst du es mit allen wichtigen theoretischen Grundlagen zu tun: Staatsrecht und Staatspolitik, Recht, Volks- und Finanzwirtschaft, aber auch Betriebs- und Sozialwissenschaft stehen auf dem Stundenplan. Im Hauptstudium liegen die Schwerpunkte dann auf Spezialgebieten wie dem sogenannten Allgemeinen Steuerrecht oder dem Verbrauchssteuerrecht.
Die Inhalte während des dualen Studiums Bachelor of Law beim Zoll:
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Rechtliche Grundlagen
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Volks- und finanzwirtschaftliche Grundlagen
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Verwaltungspychologie
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Allgemeines Steuerrecht
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Allgemeines und besonderes Steuerrecht
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Verbrauchssteuerrecht und Verkehrssteuerrecht
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Recht der sozialen Sicherung (Finanzkontrolle Schwarzarbeit)
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Betriebswirtschaftslehre
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Digitale Verwaltung
Die praktischen Einsätze erfolgen an den Dienststellen des zuständigen Ausbildungshauptzollamtes. Du wirst bei verschiedenen Zolldienststellen eingesetzt und lernst die unterschiedlichen Aufgabenbereiche kennen. Am Ende der Ausbildung wartet dann eine Laufbahnprüfung, die aus sechs Klausuren und einer mündlichen Prüfung besteht. Wenn du die Laufbahnprüfung bestehst, steht einer erfolgreichen Karriere beim Zoll nichts mehr im Wege.
Nach deinem Verwaltungsstudium beim Zoll wird dir der akademische Grad Bachelor of Laws verliehen.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Um dich für die Ausbildung als Beamter im gehobenen Zolldienst bewerben zu können, brauchst du zuerst einmal das Abitur. Wenn du kein Abitur, sondern einen Realschulabschluss hast, dann wäre vielleicht der mittlere Zolldienst das Richtige für dich?
Du musst deutscher Staatsbürger im Sinne des Grundgesetzes oder Angehöriger eines Mitgliedstaates der EU sein. Außerdem darfst du nicht vorbestraft sein und solltest körperlich und geistig fit sein. Du musst gut kommunizieren können, belastbar sein, dich aber auch durchsetzen können. Gleichzeitig aber erwartet man von dir aber auch eine besonders gute gesundheitliche Verfassung.
Dafür darfst du dich nach der Ausbildung als Beamter im gehobenen Dienst auch über die vielen Vorteile des Beamtendaseins freuen. Du kannst zum Beispiel nicht gekündigt werden und erhältst bei Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit eine umfassende Versorgung.
Voraussetzungen für eine Laufbahn als Beamter im gehobenen Zolldienst:
- Du bist nicht vorbestraft.
- Du setzt dich für die freiheitliche demokratische Grundordnung ein.
- Du bist grundsätzlich bereit, Dienstkleidung und eine Waffe zu tragen.
- Du hast kein Problem damit, im Schichtdienst zu arbeiten.
Kennst du schon unseren Beamtenratgeber? Da findest du jede Menge Infos zu den Beamtenausbildungen: angefangen von den Vorteilen über Infos zu den verschiedenen Laufbahnen bis hin zu den Voraussetzungen.
- du in einem der sichersten Arbeitsverhältnisse stehen möchtest, die es in Deutschland gibt.
- rechtlichen Grundlagen für Zollvorschriften dich interessieren.
- dir ein freundliches, aber bestimmtes Auftreten leichtfällt.
- Waffen generell von dir abgelehnt werden.
- der Umgang mit Zahlen absolut nichts für dich ist.
- du dich nicht durchsetzen kannst.
- Beamte im mittleren Dienst bei der Zollabfertigung unterweisen.
- Zollämter sowie bestimmte Sachgebiete leiten.
- alle Rechtsgrundlagen für Zollvorschriften aufzählen und anwenden.
- Geschäftsunterlagen von Betrieben kontrollieren.
- Schwarzarbeit und organisierte Kriminalität bekämpfen.
- Zollsätze ermitteln und Einfuhrabgaben erheben.
- Personal- und Organisationsaufgaben wahrnehmen.
- bundesweit tätig werden.
Gehalt
Als Beamtin oder Beamter im gehobenen Zolldienst stehst du nicht nur in einem der sichersten Arbeitsverhältnisse, die du in Deutschland finden kannst, sondern wirst auch noch sehr gut bezahlt. Dabei ist es nicht nur die Höhe deines Lohnes, der dir die Sorgenfalten aus der Stirn treibt. Dein Gehalt als Beamter im gehobenen Zolldienst ist außerdem klar geregelt, es ist vorgegeben, wann du finanziell aufsteigst und du musst dich mit weniger Abzügen vom Bruttogehalt herumärgern. Wieviel du als Beamter im gehobenen Zolldienst verdienst und wie sich dein Gehalt im Laufe der Zeit entwickelt, das verraten wir dir jetzt.
Wie viel verdiene ich während des dualen Studiums Zoll?
Als Beamtenanwärter im gehobenen Zolldienst, also während deiner Ausbildung, bekommst du die kompletten drei Jahre lang 1.744 Euro brutto. Dein Gehalt als Beamtenanwärter ist nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes geregelt, genauer gesagt nach dem Bundesbesoldungsgesetz (BBesG).
Dort gibt es verschiedene Entgeltgruppen und in jeder Entgeltgruppe noch einmal acht Erfahrungsstufen. In höhere Entgeltgruppen kannst du beispielsweise befördert werden. In höhere Erfahrungsstufen steigst du dagegen automatisch im Laufe der Jahre auf. Generell gilt: Je höher die Entgeltgruppe und die Erfahrungsstufe, umso höher dein Gehalt.
Wie viel verdiene ich nach meinem Abschluss?
Nach deinem Vorbereitungsdienst landest du erst einmal in Besoldungsgruppe A9. In der ersten Erfahrungsstufe liegt dein Gehalt als Beamter im gehobenen Zolldienst dort bei 3.365 Euro brutto im Monat. In den höheren Stufen verdienst du natürlich noch mehr. Wenn du sogar bis in die Entgeltgruppe A13 aufsteigst, dann darfst du dich auf Stufe 8 über einen Lohn von 6.428 Euro im Monat freuen.
Klingt schon nicht schlecht, oder? Dazu kommt noch, dass du als Beamter deutlich weniger Abzüge hast als andere Arbeitnehmer. Du unterliegst nämlich der Sozialversicherungsfreiheit, das heißt, dir werden keine Sozialabgaben vom Gehalt abgezogen. Du musst also zum Beispiel nichts für die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Von deinem Brutto bleibt also mehr netto übrig. Der Zoll übernimmt auch einen Großteil der Krankheitskosten, den Rest musst du über eine private Versicherung abschließen, die besondere Tarife für Beamte anbieten.
Karriere
Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Ausbildung als Beamter bzw. Beamtin im gehobenen Zolldienst
Während deines Studiums lernst du alle notwendigen Grundlagen für die verschiedenen Aufgabenbereiche der Zollverwaltung. Dadurch stehen dir nach der bestandenen Laufbahnprüfung auch alle Türen offen. Nach einer dreijährigen Probezeit wirst du dann, bei entsprechender Bewährung, zum Beamten auf Lebenszeit ernannt.
Weiterbildung
Möchtest du deine Karriere auch nach der erfolgreichen Laufbahnprüfung weiter ankurbeln, dann kannst du an einer von vielen möglichen Weiterbildungen teilnehmen. Die werden von unterschiedlichen privaten Anbietern und Einrichtungen durchgeführt, aber auch von den zolleigenen Akademien. Ob Exportkontrolle für Führungskräfte, Steuer- und Wirtschaftsrecht oder Gefahrengut – dir stehen zahlreiche Möglichkeiten offen. Des Weiteren werden Fortbildungen angeboten, die deine Soft Skills verbessern sollen, beispielsweise wie du souveräner Auftreten kannst.
So eine Weiterbildung ist dir nicht nur von Vorteil, weil es dein Fachwissen vertieft, sondern auch, wenn du in eine der nächsthöheren Entgeltgruppen aufsteigen willst. Für Beamte gilt übrigens die Weiterbildungspflicht. So soll sichergestellt werden, dass du deine Aufgaben immer so gut wie möglich erfüllst und auch in der Theorie auf dem Laufenden bleibst.
Höhergruppierung
Konntest du die bisherigen Aufgaben überzeugend erfüllen, hast ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt und außerdem an ein paar Weiterbildungen teilgenommen, dann kann es sein, dass du in eine höhere Entgeltgruppe befördert wirst. Hier gilt: Je höher die Entgeltgruppe, umso mehr Verantwortung, aber auch umso mehr Gehalt.
Als Zolloberinspektor wirst du nach der Entgeltgruppe A10 vergütet, als Zollamtmann schon nach A11, als Zollamtsrat nach A12 und als Zolloberamtsrat nach A13. Aber immer schön einen Schritt nach dem anderen machen, du kannst immer nur in die nächsthöhere Gruppe aufsteigen, und nicht zum Beispiel von A10 in A13 springen.
Bewerbung
Die Aufgaben im gehobenen Zolldienst sind spannend und abwechslungsreich, aber eben auch sehr verantwortungsvoll. Bei der Bewerbung als Beamter im gehobenen Zolldienst wird man die Kandidaten daher genau unter die Lupe nehmen, um zu gucken, wer dem Job gewachsen ist. Die Chancen, sich selbst mal eben so beim Zoll einzuschmuggeln, stehen also nicht besonders gut. Bloß den Lebenslauf und ein Anschreiben einzuschicken reicht da nicht aus. Du musst jetzt aber nicht gleich unruhig werden wie ein Drogenschmuggler an der Grenze. Denn was dich bei der Bewerbung als Beamter im gehobenen Zolldienst erwartet und wie du dort bestehst, das erfährst du jetzt.
Wie läuft die Bewerbung für das duale Studium beim Zoll ab?
Die Bewerbung als Beamter im gehobenen Zolldienst beginnt ganz klassisch. Du bewirbst dich online mit allen Unterlagen beim Hauptzollamt, in dessen Bezirk du gerne arbeiten möchtest. Welche Hauptzollämter es in deiner Nähe gibt findest du auf den Internetseiten des Zolls. Wichtig: Es gibt 41 Hauptzollämter – du kannst dich aber nur bei einem davon bewerben. Du hast aber die Möglichkeit, in dieser Bewerbung auch ein alternatives Hauptzollamt als Zweitwunsch anzugeben.
Zu den Unterlagen bei der Bewerbung als Beamter im gehobenen Dienst zählen auf jeden Fall der tabellarische Lebenslauf und dein Schulabschlusszeugnis. Wenn du bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder andere wichtige Zeugnisse vorweisen kannst, dann schickst du auch hier die Nachweise mit. Ein Anschreiben wird auch immer gerne gesehen, daneben musst du einen mehrseitigen Bewerberbogen ausfüllen.
Wenn deine schriftliche Bewerbung als Beamter im gehobenen Zolldienst überzeugt hat, dann wirst du zu einem Einstellungstest eingeladen, der aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht.
Im schriftlichen Teil erwarten dich Aufgaben aus den Bereichen Allgemeinwissen, Zahlenverständnis, zum Beispiel Prozentrechnung oder Dreisatz, Sprachverständnis, etwa in Rechtschreibung und Grammatik oder der Anwendung von Rechtsvorschriften, sowie Arbeitsproben. Bei diesen Arbeitsproben wird eine Situation simuliert, auf die du so auch im richtigen Job stoßen könntest. Das kann ein Problem sein, das du lösen sollst, oder man bittet dich, zu einem bestimmten Thema Stellung zu beziehen.
Wenn du den schriftlichen Teil gemeistert hast, wartet der mündliche auf dich. Hier stellst du dich persönlich vor, machst bei Gruppenübungen und -diskussionen mit, erläuterst bei einem Aktenvortrag einen Sachverhalt und nimmst an einen Interview teil. Behältst du beim Vorstellungsgespräch einen kühlen Kopf und trittst freundlich aber souverän auf, so, wie man es auch später als Zollinspektor von dir erwartet, dann kann eigentlich nix mehr schiefgehen, und du bringst deine Bewerbung als Beamter im gehobenen Dienst zu einem erfolgreichen Abschluss.
Als Beamter im gehobenen Dienst findest du dich mal im Bürodress, mal in Uniform wieder – je nachdem, wo du gerade im Einsatz bist. Wirst du zum Einstellungstest und zum persönlichen Kennenlernen eingeladen, dann reicht es eigentlich aus, sauber und gepflegt zu erscheinen. Du musst nicht im aufwendigen Kostüm oder im edlen Dreiteiler auftauchen, deine löchrige Jeans und die ausgelatschten Sneakers solltest du aber auch lieber zu Hause lassen. Eine saubere Hose, ein schicker Pullover, ein Hemd oder ordentliche hübsche Bluse – damit bestehst du jede Dresscode-Kontrolle.
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