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Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch und Betontrenntechnik

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch und Betontrenntechnik
Grafik: Ausbildung Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch und Betontrenntechnik

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartKlassische duale Berufsausbildung
Empf. SchulabschlussHauptschulabschluss
Ausbildungsdauer3 Jahre
Arbeitszeitwerktags

Allgemeine Infos

Info: Dieser Ausbildungsberuf wurde modernisiert. Der Hintergrund für die strukturelle und inhaltliche Anpassung sind die veränderten Anforderungen an die Berufe in der Bauwirtschaft. Neben den technischen Fortschritten und den neuen technischen Verfahren sind auch die Anforderungen an den Umwelt- und Verbraucherschutz immer im Wandel. Das bedeutet zum Beispiel, dass Maßnahmen zur Energieeinsparung und Vermeidung von CO2-Emissionen oder dem Brandschutz ständig angepasst und überarbeitet werden. Das liegt vor allem an den neuen Technologien, die eingebaut werden. Deshalb rücken in der neuen Ausbildungsverordnung Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung mehr in den Fokus. Die neue Ausbildungsordnung gilt ab August 2026.

Bild aus dem Text zu Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch und Betontrenntechnik

Was macht ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?

Bohr- und Trennarbeiten: Bevor es zum Abbruch vom Gebäude kommt, müssen einige Vorarbeiten geleistet werden. In so einem Bauwerk sind ja auch mehrere Materialien verbaut, die nicht alle gleich entsorgt werden können. Die Aufgabe von Bauwerksmechanikern für Abbruch und Betontrenntechnik ist es, die verschiedenen Materialien zu trennen, um sie fachgerecht zu entsorgen

Abbrucharbeiten und planmäßiger Rückbau von Bauwerken: Damit ein Abriss auch einwandfrei abläuft, muss einiges beachtet werden. Deshalb führen Bauwerksmechaniker Messungen sowie Schutz- und Sicherheitsarbeiten durch. Manchmal wird ein Bauwerk nicht komplett abgerissen. Dann fallen für Bauwerksmechaniker noch weitere Aufgaben an, sie setzen Wände ein, schneiden Fenster aus und montieren Wärmedämmungen.

Führen von Baumaschinen: Bauwerksmechaniker müssen verschiedene Maschinen bedienen und führen können, also Baumaschinen, Baugeräte und Baufahrzeuge und sie instand halten. Du darfst also keine Angst vor großen Maschinen, wie zum Beispiel stählerne Fallbirnen oder Bagger haben.

Herstellen von Materialien und Bauteilen: Bauwerksmechaniker stellen auch viele Sachen her: Kelleraußenwände, Stahlbetonstützen, Massivdecken und Holzverbindungen, Baugruben.

Wo kann ich als Bauwerkmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik arbeiten?

Als Bauwerksmechaniker arbeitest du überall dort, wo Bauwerke abgerissen werden müssen. Du befindest dich während deiner Arbeitszeit also immer auf Baustellen.

In diesen Branchen wirst du arbeiten und ausgebildet:

  • Abbruchunternehmen,
  • Unternehmen für Gebäudeentkernung,
  • Betonbohr- und Betonsägebetriebe.

Wie sind die Arbeitszeiten?

Als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik arbeitest du ganz normal in 8-Stunden-Schichten. Es kann auch vorkommen, dass du mal am Wochenende arbeiten musst. Meistens arbeitest du aber unter der Woche zu den gewöhnlichen Arbeitszeiten.

Welche Arbeitskleidung tragen Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?

Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik müssen wegen möglicher Giftstoffe, mit denen sie zum Beispiel beim Abreißen der Wände in Berührung kommen, spezielle Schutzkleidung tragen. Das heißt, du trägst immer einen Helm, Stahlkappenschuhe, eine Schutzbrille, eine Atemschutzmaske, Handschuhe und spezielle Hosen und Jacken.

Was muss ich für ein Typ sein, um Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik zu werden?

Handwerker: Du solltest auf jeden Fall anpacken können und handwerkliches Geschick vorweisen. Du führst in dem Beruf schließlich auch Baumaßnahmen durch.

Techniker: Da du zum Teil auch technische Baugeräte bedienst und Leitungen verlegst, brauchst du natürlich auch etwas technisches Verständnis. Das brauchst du auch, um zu verstehen, wie die Gebäude aufgebaut sind und was es zum Beispiel beim Abriss von Leitungen zu bedenken gibt.

Perfektionist: Als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik musst du sehr sorgfältig vorgehen. Bereits kleinste Ungenauigkeiten können schwere Auswirkungen auf den Abriss haben.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik läuft in zwei Stufen ab. In den ersten zwei Jahren ist die Ausbildung auf Hochbaufacharbeiter ausgelegt. Das heißt, du lernst die Sachen, die man in Hochbaufacharbeiter-Berufen braucht, wie zum Beispiel Maurer, Stahlbetonbauer oder Schornsteinbauer sind.

Du schreibst nach jedem Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung. Die Zwischenprüfungen fragen immer das Wissen ab, was du in den vorherigen Ausbildungsjahren gelernt hast. Der Lernstoff baut dann aufeinander auf. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr vertiefst du deine im ersten Jahr gelernten Kenntnisse. Die Prüfung nach dem zweiten Jahr kann dann auch als Abschlussprüfung zum Hochbaufacharbeiter oder eben als zweite Zwischenprüfung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik gewertet werden. Den Abschluss zum Bauwerksmechaniker hast du dann, wenn du nach drei Jahren die Abschlussprüfung bestanden hast.

Was lernt man in der Ausbildung?

Für das Vorbereiten einer Baustelle lernst du, wie du:

  • Zeichnungen liest und anwendest,
  • Skizzen anfertigst,
  • Messungen durchführst,
  • die Baustelle einrichtest, sicherst, räumst und prüfst,
  • die Bauteile und Bauhilfsstoffe aussuchst und lagerst.

Für die Baustelle selber lernst du, wie du:

  • Holz bearbeitest und Holzverbindungen herstellst,
  • Putz, Estrich und Bauteile im Trockenbau herstellst,
  • Fliesen ansetzt und verlegst,
  • Bauteile aus Beton und Stahlbeton herstellst,
  • Versorgungs- und auch Entsorgungsleitungen anschließt,
  • Gräben und Verkehrsverbindungen herstellst.

Um nach dem dritten Ausbildungsjahr dann die Ausbildung Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik abzuschließen, lernst du wie man:

  • Wohnhäuser und Bürogebäude abreißt,
  • Lagerhallen fachgerecht zurückbaut und
  • das Abreißen einer Brücke vorbereitet.

Du lernst außerdem noch Fertigkeiten, die du für das Abbrechen brauchst – zum Beispiel, wie du Wandöffnungen sägst, Deckenöffnungen bohrst oder denkmalgeschützte Gebäude entkernst.

Gehalt

Was verdient ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik während der Ausbildung?

Was du als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik in der Ausbildung verdienst, hängt natürlich von dem Betrieb oder der Firma ab, bei der du die Ausbildung machst. Wenn du nach dem Tarif des Baugewerbes bezahlt wirst, verdienst du im ersten Ausbildungsjahr 1.080 Euro brutto. Die Vergütung steigt im zweiten Jahr auf  1.200 Euro (Gebiet Ost) bzw. 1.300 Euro (Gebiet West). Im dritten Jahr der Ausbildung gibt es dann 1.450 Euro bis 1.550 Euro brutto im Monat. (Gültig seit 01. Mai 2025)

Good News: Ab dem 01.04.2026 werden die Gehälter im Osten und Westen angeglichen, dann bekommen also alle gleichviel, egal, in welchem Bundesland sie wohnen. Ab April 2026 gibt es im ersten Ausbildungsjahr 1.122 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr 1.351 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.610 Euro brutto im Monat. 

Wenn du nicht nach Tarif bezahlt wirst, kannst du dich aber auf ein Ausbildungsgehalt von mindestens 724 Euro brutto im Monat im ersten Jahr einstellen. Im zweiten Jahr bekommst du dann mindestens 854 Euro brutto und im dritten Ausbildungsjahr mindestens 977 Euro im Monat. Die Zahlen beziehen sich auf den Azubi-Mindestlohn, der 2020 eingeführt wurde und jährlich angehoben wird. Es kann aber natürlich auch sein, dass du in deiner Ausbildung mehr verdienst.

Wie viel kann ich später verdienen?

Im Schnitt verdienst du nach deiner Ausbildung zwischen 2.300 und 3.300 Euro brutto im Monat. Mit Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen kannst du natürlich noch mehr verdienen. Das Gehalt kann natürlich auch variieren, je nachdem, ob du bei einem großen Unternehmen oder einer kleinen Abrissfirma arbeitest. Mit verschiedenen Fort- und Weiterbildungen steigt aber auch dein Gehalt an.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungen gibt es?

Zusatzqualifikationen: Nach der Ausbildung hast du die Möglichkeit auf verschiedene Zusatzqualifikationen. Es gibt zum Beispiel den Bereich „Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht“ da kannst du dann die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" absolvieren.

Selbstständigkeit: Wenn du auch noch deinen Meister gemacht hast, bist du sehr gut für die Selbstständigkeit vorbereitet. Mit der Ausbildung kannst du dich nämlich auch selbstständig machen, indem du zum Beispiel ein eigenes Abbruchunternehmen gründest.

Aufstiegsweiterbildungen: Als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik hast du auch die Möglichkeit, verschiedene Aufstiegsweiterbildungen zu absolvieren. Du kannst zum Beispiel die Prüfung als Polier ablegen, damit verdienst du dann auch mehr Geld.  

Studium: Wenn du eine Hochschulzulassung hast, kannst du auch studieren. Hier würde sich zum Beispiel das Studium Bauingenieurwesen anbieten

Wie sind die Zukunftsaussichten als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?

Wo Gebäude gebaut werden, müssen auch welche abgerissen werden. Es wird immer Häuser geben, die nicht auf ewig stehen bleiben oder durch neue ersetzt werden. Bauwerksmechaniker haben dafür wichtige Grundkompetenzen, die auch in Zukunft weiter gefragt sind.

Bewerbung

Was muss ich mitbringen für die Bewerbung als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?

Um als Bauwerksmechaniker oder als Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik zu arbeiten, musst du vor allem körperliche Gesundheit mitbringen. Du solltest keine Rückenprobleme haben, da du oft in gebückter Haltung arbeitest. Außerdem brauchst du eine gewisse Körperkraft, da du teilweise schwere Abbruchteile heben musst. Wenn du schwindelfrei bist, ist das auf jeden Fall auch ein Vorteil, du musst nämlich auch auf Gerüsten und Leitern arbeiten. Um anhand der Baupläne zu verstehen, wo Strom- und Wasserleitungen lang führen, brauchst du auch ein ausgeprägtes räumliches Verständnis. Ansonsten musst du einfach insgesamt fit und belastbar sein, da die Abrissarbeiten manchmal körperliche Ausdauer verlangen.

Relevante Schulfächer:

  • Mathematik
  • Technik
  • Werken

Was verschafft mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

Wenn du bereits ein Praktikum auf einer Baustelle gemacht hast, wird das bei den Unternehmen natürlich gerne gesehen. Das zeigt, dass du weißt, was auf dich zukommt. Aber auch wenn du in deiner Freizeit handwerkliche Dinge machst, kannst du das natürlich in deiner Bewerbung erwähnen. Das ist dann auch ein guter Aufhänger für das Vorstellungsgespräch.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Was soll ich beim Vorstellungsgespräch anziehen?

Für das Vorstellungsgespräch genügt es, wenn du dich im Casual-Stil anziehst. Da du auf der Baustelle arbeitest, musst du nicht deinen schicksten Anzug rauskramen. Du kannst aber auch eine Kombination aus Business und Casual wählen.

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