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Audio-Designer/in

Tätigkeiten in diesem Beruf
Grafik: Ausbildung Audio-Designer/in
Grafik: Ausbildung Audio-Designer/in

Berufsüberblick.
Die wichtigsten Infos.

AusbildungsartSchulische Ausbildung
Empf. SchulabschlussMittlere Reife
Ausbildungsdauer1-2 Jahre
ArbeitszeitVariierende Arbeitszeiten

Allgemeine Infos

Die Anziehungskraft und Ohrwurmqualität bestimmter Werbejingles hat dich seit je her fasziniert und wenn ‚My heart will go on‘ von Celine Dion ertönt, musst du direkt an Leo und Kate in ‚Titanic‘ denken? Prima – deine Emotionen sind scheinbar schon stark an akustische Beiträge geknüpft, was eine sehr gute Voraussetzung für einen angehenden Audio-Designer ist. In dieser ziemlich kreativen Ausbildung zum Audio-Designer gehört es zu deinen Aufgaben, Gebrauchsmusik und Jingles für Filme, Internetseiten, Werbespots und Ähnliches zu komponieren. Dein Arbeitsplatz ist vorwiegend der Computer im Tonstudio. Unterkommen wirst du bevorzugt in Unternehmen der Filmwirtschaft, des Hörfunks, in Internet- und Multimediaagenturen, bei Konzertveranstaltern und Musikverlagen. Wer den Berufsweg des Audio-Designers wählt, hat seine Passion gefunden und scheut sich somit auch nicht vor möglichen Überstunden.

Bild aus dem Text zu Audio-Designer/in

Der Beruf des Audio-Designers kann praktisch und kaufmännisch sein. Es kann aber auch ein sehr künstlerischer Beruf sein. Willst du gerne etwas Neues erschaffen und denkst nicht so sehr ans Verkaufen, kannst du das  besonders gut beim Theater oder Film ausleben.

Wer sich jetzt direkt bewerben möchte, sollte zunächst einmal die Bildungsangebote abchecken, denn bei der Ausbildung zum Audio-Designer handelt es sich bisher nicht um eine rechtlich geregelte Ausbildung. Das heißt, dass nicht wie beispielsweise bei einer Ausbildung zum Tontechniker eine duale betriebliche Ausbildung für Audio-Design angeboten wird. Stattdessen gibt es verschiedene schulische Bildungsangebote, die zum Teil auch Geld kosten.

Welche Voraussetzungen muss ein Audio-Designer mitbringen?

Andererseits gibt es keine festen Voraussetzungen, die du mitbringen musst. Die Schulen setzen mitunter nur einen mittleren Bildungsabschluss (also z.B. Realschulabschluss) voraus oder aber sogar eine bereits fertige Ausbildung in einem ähnlichen Beruf, wie zum Beispiel der des Tontechnikers. Als Anwärter auf eine Ausbildung in Sachen Audio-Design ist man mit gewissen Vorkenntnissen bezüglich der Musiksoftware oder Ton- und Aufnahmetechniken ganz klar im Vorteil.

Da die schulische Ausbildung häufig Geld kostet, sollte man sich früh genug überlegen, ob man eine Ausbildung als Audio-Designer machen möchte oder nicht. Das geht auch nicht überall: Bildungseinrichtungen, die die Ausbildung für angehende Audio-Designer und -Designerinnen anbieten, gibt es derzeit nur in wenigen Städten. Hast du also Fernweh und möchtest mal was anderes sehen als die olle Heimat, wäre das was für dich.

Wie läuft die Ausbildung zum Audio-Designer ab?

Du kannst entweder in Vollzeit oder Teilzeit die Schulbank drücken, wobei du beim Teilzeitunterricht natürlich die Inhalte in Eigenregie nacharbeiten musst. Die Dauer der Lehrangebote ist recht unterschiedlich und kann sich je nach gewählter Zeiteinteilung zwischen 8 und 24 Monate erstrecken. Den Ausbildungsabschluss erhältst du von deinem Lehrgangsveranstalter, der auch die Abschlussprüfungen veranstaltet. Am Ende deiner Ausbildung als Audio-Designerin erhältst du ein Zeugnis, das deine Prüfungsleistungen aus dem theoretischen, praktischen und manchmal auch mündlichen Teil dokumentiert.

Nach der Ausbildung zum Audio-Designer kannst du dich noch fort- und weiterbilden. Da wäre ein Studium sicher eine der besten Möglichkeiten, sofern du Abitur oder Fachabitur hast. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann man auch ohne so einen Abschluss ein Studium machen. Ein denkbarer Studiengang ist ein Bachelor in Komposition. Hast du keine Lust, ein ganzes Studium zu absolvieren, könntest du auch eine Prüfung zum Rock- und Popsänger ablegen. Wenn du keine  schulische Weiterbildung machen möchtest und eine Selbstständigkeit anstrebst, kannst du beispielsweise dein eigenes Tonstudio aufmachen.

Du solltest Audio-Designer/in werden, wenn...
  1. Technik und das Internet dich interessieren.
  2. es schon immer deine Leidenschaft war, Sounds und Musik selbst zu kreieren.
  3. dir der Kontakt mit Menschen und das Zufriedenstellen von Kunden kein allzugroßes Problem bereitet.
Du solltest auf keinen Fall Audio-Designer/in werden, wenn...
  1. du einzig und allein deine Kreativität ausleben möchtest ohne mit gewissen Einschränkungen von Kunden und Vorgesetzten leben zu müssen.
  2. du keinen Bock auf Abend- und Wochenendarbeit hast.
  3. du immer ein geregeltes Einkommen haben möchtest.
Nach deiner Ausbildung kannst du…
  • alles was mit Musiktheorie zu tun hat: Notenlehre, Harmonielehre, Formenlehre, Rhythmuslehre und so weiter.
  • das Musikbusiness auswendig: Du weißt, was es für Veträge gibt, wie es um das Urheberrecht bestellt ist und was im Management so abgeht.
  • anderen die Geschichte der Musik erzählen.
  • die Ergebnisse deiner Arbeit ansprechend für andere präsentieren.
  • mit der einschlägigen Hard- und Software der Branche hantieren und somit deine eigenen Werbemelodien designen.
  • Töne einschätzen: Sie hören, nachsingen und in bestimmte Kategorien einordnen.
  • arrangieren und komponieren.

Gehalt

Man hört in puncto Verdienstmöglichkeiten im Beruf häufig Aussagen wie: „Solange mir der Job Spaß macht und ich nette Kollegen habe, ist das Gehalt nebensächlich“ – trotzdem wollen wir ja doch alle gern ganz gut verdienen. Schließlich möchte man sich neben dem eigentlichen ‚gut-über-die-Runden kommen‘ auch mal was leisten können. Ein neues Auto zum Beispiel. Wie sieht es denn wohl mit dem Gehalt eines Audio-Designers aus? Hier findest du alle nötigen Infos.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass du dir einen Finanzplan festlegen solltest, bevor du deine Ausbildung zum Audio-Designer beginnst. Anfänglich bekommt ein Audio-Designer nämlich kein Gehalt beziehungsweise muss wohlmöglich seine Ausbildung sogar selbst finanzieren. Es handelt sich nicht um eine staatlichgeregelte Ausbildung, sondern um eine schulische, die nur an ausgewählten Bildungsträgern in Deutschland angeboten wird. Wenn man aber mal überlegt, dass diese schulische Ausbildung, sofern man die Vollzeitvariante wählt, im Schnitt nur 8-24 Monate dauert, kann man das ja verkraften. Schließlich hat man im Anschluss daran einen richtig coolen Job.

Wieiviel verdient ein Audio-Designer nach der Ausbildung?

Das Gehalt eines ausgelernten Audio-Designers ist in der Regel kein tariflich geregeltes, sondern du wirst sehr wahrscheinlich auf Rechnung arbeiten. Das bedeutet aber auch, dass du nicht immer ein regelmäßiges Einkommen hast. Je nachdem, wie viele Stunden du pro Woche arbeitest und wie die jeweilige Auftragslage ist, verdienst du beispielsweise bei 42 Stunden pro Woche circa 2.250 Euro. Es gibt aber auch Institutionen die ihren Audio-Designern eine Festanstellung mit geregelten Arbeitszeiten anbieten.

Da es sich hier um einen sehr künstlerischen Beruf handelt, ist der Verdienst eines Audio-Designers stark variabel, da sowohl das eigene Talent als auch die Kontakte zu einflussreichen Auftraggebern unterschiedlich groß sein können. Da sind deine Verdienstmöglichkeiten also theoretisch nach oben offen. Ebenso hängt das Gehalt eines Audio-Designers von weiteren Faktoren ab. Am einflussreichsten ist die geografische Lage. Es gibt in Deutschland immer noch ein recht großes West-Ost-Gefälle und in den neuen Bundesländern verdient man um Einiges weniger als in den alten. Geschlechterunterschiede gibt es auch immer noch: Männer verdienen im Schnitt mehr als Frauen. Das trifft auch auf den Verdienst eines Audio-Designers zu.

Wiveiel kann ich als Audio-Designer später verdienen?

Möglicherweise reicht dir dein Gehalt als Audio-Designer ja nicht. Sollte dies der Fall sein, so könntest du mit Hochschulzugangsberechtigung in der Tasche ein Studium absolvieren, etwa einen Bachelor in Komposition. Aber auch als Komponist kann der Verdienst sehr unterschiedlich sein und hängt immer von der jeweiligen Auftragslage ab. Allerdings hat man als Komponist für jedes seiner Musikwerke noch zusätzliches Einkommen von der Gema, der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Das können mitunter hohärente Beträge sein.

Der Verdienst-Spagat dieser Berufssparte kann wie du siehst sehr groß sein und er hängt von mehreren unterschiedlichen Aspekten ab. Wenn du dein Handwerk richtig gut beherrschst und dich immer um eine gute Auftragslage bemühst,  brauchst du dir eigentlich keine Sorgen machen, dass dein Gehalt als Audio-Designer zu gering zum Überleben ist.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Audio-Designer?

Ausbildung Audio-Designer/-in Eine Vorbildung, z.B. Kenntnisse der gängigen Software oder eine abgeschlossene Ausbildung als Tontechniker ermöglichen dir, Audio-Designerin zu werden. Die Prüfung legst du beim jeweiligen Bildungsträger ab.

Qualifizierungslehrgänge Nach der Ausbildung zum Audio-Designer kannst du dich weiter qualifizieren und auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren. Eine Möglichkeit ist die Prüfung zum Rock- und Popmusiker.

Studium Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, könntest du nach der Ausbildung zum Audio-Designer studieren und deinen Bachelor in Komposition oder einem anderen Studienfach machen.

Selbstständigkeit Du kannst zum Beispiel mit einem Tonstudio deine eigene Existenz gründen.

Wusstest du schon, dass...
  • ‚Bacardi-Feeling‘ der bekannteste Werbesong überhaupt ist?
  • Sounddesign nicht das Gleiche ist wie Audiodesign? Als Sounddesigner würdest du dich eher auf der Geräuschebene um die Vertonung von Filmen kümmern, nicht um musikalische Umsetzungen.
  • dass Audio-Designer weitere Kenntnisse, beispielsweise im Bereich Webdesign haben müssen, um etwa Sounds in Websites einbinden zu können?
  • Hans Zimmer, einer der bedeutendsten Filmkomponisten der Welt, seine Karriere mit Werbejingles begann?
  • Columbia Records das älteste durchgängig benutzte Label im Bereich der Audioaufzeichnung ist?

Bewerbung

Du kommst von der Schule nach Hause, der Tag war lang und der Magen knurrt. Dein Blick auf den Joghurt im Kühlschrank veranlasst deine Mediathek im Kopf direkt dazu dir den entsprechenden Song aus der Werbung vorzuspielen, während dein Löffel genüsslich vor sich hin schaufelt. Scheint ganz so, als ob es ein dir unbekannter Mensch geschafft hat, auf ewig in deinem Kopf zu bleiben – ein Audio-Designer. Klingt doch ganz verlockend, warum also nicht mal an eine Bewerbung als Audio-Designer denken? Wenn diese Idee ähnlich lang im Kopf bleibt wie ein Werbejingle, dann war es wohl eine gute Idee.

Worauf muss ich bei der Bewerbung für eine Ausbildung zum Audio-Designer achten?

Auch die Bewerbung auf eine Ausbildung zum Audio-Designer wird sich in den seltensten Fällen groß von Bewerbungen auf andere Stellen unterscheiden: Am klassischen Aufbau aus Anschreiben, Lebenslauf – meist mit Foto – und deinen Zeugnissen, verpackt in einer hübschen Mappe, ändert sich relativ wenig. Ein einheitliches Bild, keine Fehler und eine ansprechende Form, schon ist die halbe Miete gezahlt. In deinem Familien- und Bekanntenkreis gibt es sicherlich einige, die ebenfalls in der Bewerbungsphase sind oder waren und dir gerne unter die Arme greifen. Denn bei all der Tipperei kann ein kleiner Flüchtigkeitsfehler schnell passieren. Und das solltest du in deiner Bewerbung als Audio-Designer auf jeden Fall vermeiden.

Wenn du diesen Artikel liest, dass weißt du sicherlich schon, dass es sich bei der Ausbildung zum Audio-Designer um keine klar geregelte Ausbildung handelt und hat dich bereits auf eine Institution und einen entsprechenden Weg zum Ziel entschieden. So erfährst du auch, ob du den herkömmlichen Unterlagen für deine Bewerbung auf eine Ausbildung zum Audio-Designer noch etwas beifügen musst. Wie sieht es beispielsweise mit einem Hörtest aus? Manchmal geschieht dies beispielsweise bei der Aufnahmeprüfung, informiere dich aber vorher, ob du möglicherweise vorher einen absolvieren sollst. Schließlich ist ein gutes Gehör ein Muss! Im Lebenslauf, der deiner Audio-Designer Bewerbung beiliegt, solltest du oftmals auch das ein oder andere Instrument stehen haben. Gerade wenn du dich auf die Ausbildung zum Audio-Designer als Bachelor-Studium bewirbst, wird zur Aufnahme ein Instrumentalvorspiel verlangt – gerade hieraus kannst du dich vorab schon sehr gut vorbereiten, da du das zu spielen Stück mitunter frei wählen kannst.

Genauso gern gesehen in einer Audio-Designer Bewerbung sind selbstverständlich Kenntnisse zur Klang- und Musikerzeugung und deren Verarbeitung am Computer. Keiner speziellen Erklärung bedarf wohl die Tatsache, dass generelle theoretische und praktische Kenntnisse aus dem musikalischen Bereich unerlässlich sind. Vielleicht kann dir deine Musikschule ein Zeugnis ausstellen, vielleicht hast du sogar mal ein Praktikum gemacht oder verdienst dein Geld in einem Bereich, der nah am Audio-Design ist – all das kannst du als Erfahrungswerte mit angeben, um Pluspunkte zu sammeln.

Dresscode im Bewerbungsgespräch

Hat es schließlich geklappt mit der Bewerbung als Audio-Designer, solltest du dir Gedanken um dein Outfit zum Vorstellungsgespräch machen. Audio-Design ist eine junge und kreative Branche, das kannst du gerne auch in deiner Kleidung widerspiegeln. Übertreiben solltest du es aber nicht – es geht immer noch um eine Anstellung. Ein gutes Stichwort wäre wohl smart casual: Du musst keinen Anzug tragen, aber Shorts, Flip Flops und dein Lieblings-Bandshirt sind zu wenig. Finde einen guten Mittelweg und dem erfolgreichen Abschluss deiner Bewerbung als Audio-Designer sollte nichts mehr im Wege stehen!

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